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Hallo brauni,
habe meine Mutter schon 3 mal in speziellen Parkinson-Kliniken einstellen lassen. 2x optimal - 1x nicht so gut, sodaß sie nochmals in eine Klinik mußte.
Aufenthalt jeweils 4-6 Wochen - ist auch nötig um einigermaßen richtig einzustellen.
Normale Krankenhäuser oder Kliniken mit einer normalen neurologischen Abteilungen kennen sich viel zu wenig aus.
In den speziellen Parkinson-Kliniken sind alle Ärzte bis zum Chefarzt oder Direktor spezialisiert auf Parkinson.
Der behandelnde Neurologe wußte damals beim 1x (1998) nicht, daß es spezielle Parkinsonkliniken gibt. Bin mir sicher, daß etliche Neurologen dies immer noch nicht wissen.
Die Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel ist sehr kompetent. (2xeingestellt)
Paracelsus-Elena-Klinik
Die Gertrudis-Klinik in Biskirchen ist recht modern und hat eventuell einen besseren Wohlfühl-Charakter - aber diese Klinik arbeitet mit GlaxoSmithKline zusammen. (1x eingestellt)
http://www.parkinson-web.de/
Meine Mutter hatte damals auch Requip neu dazu bekommen.
Requip ist von GlaxoSmithKline - somit wurde Requip in der Gertrudis-Klinik in Biskirchen extrem hoch dosiert, ihr wurde ein Anti-Depressivum nicht mehr gegeben in der Hoffnung die Parkinson-Medikamentation würde dies ausgleichen. Dies kann oftmals klappen - bei ihr hat es nicht geklappt.
Deshalb nach Kassel - gute Einstellung.
Zwei Jahre später nochmals Kassel - da halt manchmal die Medikamente nicht mehr so wirken und man nochmals in der Einstellung Umstellungen vornehmen muß - auch wegen Nebenwirkungen.
Gute Informationen über Parkinson und wie welche Medikamente helfen sollen, daß das Gehirn genug Dopamin erhält - bekommst du von der dPV - Deutsche Parkinson Vereinigung Bundesverband e.V.
http://www.parkinson-vereinigung.de/
Auch habe ich ein mehrseitiges Heft erhalten in denen alle Parkinsonkliniken aufgeführt waren - auch gut für den behandelden Neurologen.
http://www.parkinson-vereinigung.de/?pg=shop
Wenn es das Klinik-Verzeichnis nicht mehr gibt, schicke ich dir gerne eine Pdf davon. (Es wird sogut wie keine neuen geben)
P.S. meine Mutter ist jetzt 88 und konnte sich bis vor 2 Jahre (kleiner Schaganfall) in ihrer Wohnung fast selbst versorgen - Pfegestufe I seit 2003 - beantragt in Kassel. Seit 2006 Pflegestufe II -- wohnt immer noch in ihrer Wohnung - 5x am Tag kommt Pflegedienst allein wegen Tabletteneinnahme. Ich wohne 300km entfernt und manage alles.
Du siehst auch in hohem Alter, wenn eine Parkinson-Medikamentation ausgereizt ist, kann man noch zu Hause wohnen und muß nicht in ein Pflegeheim.
Dies soll dir und anderen Mut machen.
Wer Fragen hat kann mich gerne anmailen (siehe Profil uns unten eMail)
Grüße
Ragnar