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Wer kann mir mehr über die Brustkrebstherapie erzählen

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Hallo

Mein Name ist Tanja,ich bin 36 verheiratet und habe zwei Kinder 4und 6.Bei mir wurde am Donnerstag Brustkrebs festgestellt. Ich habe vor zwei Wochen einen Knoten in der Rechten Brust getastet,dann kam das üblicher erst Gyn und dann zur Mamographie und dann noch eine Biopsie. Bei der dann Brustkrebs festgestellt wurde. Mein Gyn hat uns jetzt über die Therapie aufgeklärt und sagte ich bräuchte das volle Programm Chemo,OP ujnd dann noch Bestarhlung. Wer kann mir sagen wie gut es vertragen wurde,und wie fit ist man bei den Chemozyklen?Ist die Operation sehr schlimm,und was für Nebenwirkungen hat die Bestrahlung?Ich würde mkch freuen wenn man meine Fragen beantworten könnte.

Gruß Tanja
Tanja2205
 
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Hallo Tanja,

herzlich willkommen hier bei uns. Ich möchte gern Deine Fragen beantworten, das ist aber nicht einfach, Du hast alles etwas zu allgemein erzählt - was allerdings selbstverständlich ist, wenn man gerade am Anfang steht.

Ich schätze, der Arzt hat Dir schon gesagt, dass die Therapie lange dauert. Schon die Chemotherapie dauert ein paar Monate. Die OP-Zeit im Krankenhaus ist dagegen kurz, bei Brust erhaltenden OP’s meistens 5-6 Tage bis zu einer Woche, bei Amputationen etwas länger, so bis ca. 10 Tage. Die Bestrahlungen dauern ca. 6-7 Wochen. Danach kann man noch für 3-4 Wochen zur AHB (Anschlussheilbehandlung), so dass die ganze Therapie 8-9 Monate dauern kann.

Nebenwirkungen bei der Chemo: Die Übelkeit, die noch vor ein paar Jahren bei fast jeder Chemo da war, die gibt es heute so gut wie nicht mehr. Es gibt heute viele Begleitmedikamente, die dagegen helfen. Der Haarausfall ist leider geblieben, dagegen ist noch kein Kraut gewachsen. Man fühlt sind manchmal schlapp, schwach, ohne Kraft usw. Im Allgemeinen kann man aber sagen, jeder verträgt die Chemo anders. Es gibt Kranke, die fast keine Nebenwirkungen verspüren und es gibt auch solche, die alle möglichen Nebenwirkungen bekommen. Das ist sehr individuell. Konkrete Nebenwirkungen sind immer mit der jeweiligen Chemo verbunden. Wenn Du uns sagst, was für eine Chemo Du bekommst, wie oft und wie viele Zyklen, können wir Dir die konkreten Nebenwirkungen nennen.

Bestrahlungen sind vor allem "lästig" - man muss jeden Tag ins Krankenhaus und wg. 1-2 Minuten Bestrahlung verliert man manchmal auch ein paar Stunden (je nachdem, wo man wohnt), die Haut kann rot werden, so ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Ansonsten sind Bestrahlungen aber allgemein gut verträglich.

Die Therapiezeit ist nicht immer einfach, aber das ist alles zu schaffen. Und Du schaffst das auch.

Liebe Grüße
Babs
Wunder gibt es immer wieder. Man muss nur an sie glauben. Und das Wunderbarste an den Wundern ist, dass sie manchmal wirklich geschehen ...
Babs
 
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Hallo Babs

danke das du zurück geschrieben hast.in meinem befund vom radiologen steht das in den mammastanzen ein invasiv duktalen mammakarzinom mit begleitender intraktualer komponente,und dann steht da noch nach leitlinien ergibt sich für beide lokalisationen eine klassifikation von B5b.kannst du mir sagen was das genau heißt? mein arzt hat nur zur mir gesagt als ich angefangen hab zun heulen das ich mir nicht soviele gedanken machen soll,und als ich gefargt habe ob es heilbar ist weil ich mit den gedanken nur bei den kindern waren sagte er zur mir das es heilbar sei. ich müsste jetzt mit der op rechnen und dann chemo und bestrahlung. ist da wirklich heilbar?mir sagen die aussagen vom radiologen auch nicht wirklich was! ich muss immer heulen wenn ich die kleinen sehe,ich versuche es immer zu unterdrücken aber es klappt nicht immer. ich habe solche angst vor dem termin am montag und vor allem was da kommt.besonders vor der chemo,vor der überlkeit,gibt es da wirklich schon so gute medikamnete das man es abstellen kann?fragen über fragen und die ständige angst im nacken. das schlimmste für mich ist jetzt auch das ich nicht mehr 100% für meinen vater da sein kann. er hat prostatakrebs im endstadium man hat ihm noch 3 monate gegeben,das sind alles sachen die mich sehr belasten und auch meine kleinste tochter marie (4jahre)leidet sehr unter opas zustand,sie schläft nicht mehr und hat angst das opa bald stirbt,nun noch das mit mir,sie weint viel und fragt immer mama geht es dir jetzt wie opa?ich bin einfach nur fertig und weis nicht mehr weiter....vielen dank fürs zuhören

gruß tanja :cry:
Tanja2205
 
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hallo zusammen

ist hier einer im brustzentrum osnabrück (franziskushospital) in behandlung ?

gruß tanja
Tanja2205
 
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Hallo Tanja,

mit der Bezeichnung B5b kann ich - ehrlich gesagt - nichts anfangen. Ich kenne die alte Bezeichnung BIRADS (manche Ärzte benutzen das Wort immer noch). BIRADS 5 bedeutet halt Brustkrebs (gesicherte Diagnose, keine Zweifel mehr). Heute werden aber andere Bezeichnungen benutzt, nämlich TNM (Tumor, Lymphknoten, Metastasen), Her2neu (Antikörper) und Hormonstatus. Das alles sollte in Deinem Biopsie-Bericht unbedingt stehen - nach diesem Ergebnis wird die Therapie vorbereitet. Ganz klassisch und Leitlinien treu sind das: OP, Chemo (manchmal auch umgekehrt, zuerst Chemo, dann OP) und zum Schluss Bestrahlungen. Bei Her2neu 3+ kommt noch Herceptin dazu und beim positiven Hormonstatus eine Antihormontherapie.

Wenn keine Metastasen da sind, ist die Erkrankung heilbar. Aber auch mit Metastasen kann man noch lange leben. Ein Todesurteil ist eine Krebsdiagnose heute nicht mehr.

Da Du kleine Kinder hast, sollst Du Dir unbedingt Hilfe suchen. Krankenkassen genehmigen meistens eine Haushaltshilfe. Außerdem kannst Du zu einem Psychoonkologen, der Dir hilft, mit der ganzen Situation klarzukommen (Deine Erkrankung, Dein Vater, die Kinder usw.).

Gibt es in Deiner Nähe ein Brustzentrum? Oder ein größeres Krankenhaus? Es ist besser, die Behandlung bei erfahrenen Ärzten, die mehrere Patienten betreuen, durchzuziehen, als bei einem "einfachen" Frauenarzt, der vielleicht nur 2-3 Krebspatientinnen hat (Ausnahmen bestätigen die Regel!).

Und noch was: Jeder Krebskranke hat Anspruch auf eine sog. zweite Meinung, d.h., Du kannst mit Deiner Geschichte und mit allen Unterlagen zu einem anderen Arzt, der dann seine Empfehlungen nennt (das wird von den Krankenkassen bezahlt).

Liebe Grüße und alles Gute
Babs
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Babs
 
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Tanja2205 hat geschrieben:ist hier einer im brustzentrum osnabrück (franziskushospital) in behandlung ?

... das wäre aber bestimmt eine gute Adresse für Dich.
Wunder gibt es immer wieder. Man muss nur an sie glauben. Und das Wunderbarste an den Wundern ist, dass sie manchmal wirklich geschehen ...
Babs
 
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Hallo Tanja, Babs hat dir schon alles Wichtige erklärt, kleiner Tipp noch von mir, lass dir bei deinem Arzt/Ärzten alle wichtigen Berichte/Histologiebefunde kopieren und lege dir einen Krankheitsordner an. Dann hast du selbst alle Informationenen beisammen und kannst zum Beispiel auch in einer Beratungsstelle vor Ort bzw. in einem Brustzentrum ganz gezielt nachfragen was bedeutet das was da steht ...etc. Wenn einem in einem Gepräch so die ganzen Befunde um die Ohren geklatscht werden ist es schwierig sich alles zu merken, gerade weil im Moment auch alles so hoch emotional belastet ist und der Verstand manchmal aussetzt. Wenn du die Möglichkeit hast, nimm jemanden mit zu den nächsten Arztgesprächen, vierOhren hören mehr und vielleicht fühlst du dich auch nicht so ausgeliefert. Und was Babs schon gesagt hat, schue dich nicht vor einer Zweitmeinung, nimm dir auch die Zeit dafür, denn es geht um dich und die Krankenkassen machen da normalerweise mit.
Ich kann gut verstehen, dass du auch im Moment in Panik um deine Kinder bist. Meine waren bei der ersten Erkrankung 2 und 5 Jahre alt und ich kann dein Ängste gut nachvollziehen (wie bestimmt andere hier auch, selbst mit älteren Kindern). Denk dran, auch wenn jetzt alles gerade drunter und drüber geht, deine Kinder sind stark! Sie werden damit umgehen lernen und das verarbeiten können, vertrau darauf.
Und sei gewiss, auch wenn jetzt gerade alles rabenschwarz aussieht, es wird wieder besser. Wie Babs schon gesagt hat, Brustkrebs bedeutet nicht gleich Tod. Du wirst noch viel lebebswerte und schöne Zeiten erleben.
Lieber Gruß Katinka
Katinka
 
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hallo
vielen dank für die infos. jetzt gehen wir morgen erst mal zu dem termin ins brustzentrum und dann sehen wir mal mit was die beginnen. mit dem ordener ist eine gute idee die auch sofort anlegen werde.wenn ich morgen mehr weis dann melde ich mich wieder hier im forum. ich bin echt froh das ich dieses forum gefunden habe so kann man sich mal betroffenen austauschen und das hilft ungemein. danke ! :D

liebe grüße tanja
Tanja2205
 
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hier bin ich nocheinmal

vielen dank für die schnellen antworten katinka und babs

gruß tanja
Tanja2205
 
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Hallo Tanja,

es ist gut, dass Du ins Brustzentrum gehst. Melde Dich bitte wieder, wenn Du Einzelheiten weiß.

Liebe Grüße und alles Gute
Babs
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Babs
 
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hallo
hatte heute das gespräch im brustzentrum. ich fange nächste woche mit der chemo an (taxotere)dann kommt die op und dann noch bestrahlungen.habe jetzt noch einige termine vor mir.knochenzinti,ultraschall von den organen und ein herzecho.dann wird am dienstag nächste woche ien port gelegt und dann geht es los.hat jemand erfahrungen mit der chemo???
meine hausärztin hat mich auf die misteltherapie angesprochen kennt das jemand schadet das der chemo???
würde mich über antworten freuen

danke und gruß tanja
Tanja2205
 
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Hallo Tanja,

so, jetzt beginnt alles zu laufen. Du bekommst eine klassische Standard-Therapie. Zuerst eine Chemo, damit der Tumor kleiner wird, danach wird operiert, dann noch Bestrahlungen. Deine Chemo Taxotere ist besser unter dem Namen DOC bekannt (Wirkstoff: Docetaxel). Es gibt Frauen hier im Forum, die diese Chemo auch bekommen haben. Wie viel Zyklen sind denn geplant?

Zur Misteltherapie könnte man ein Buch schreiben ... Manche Ärzte sagen, es ist in Ordnung, gleichzeitig die Misteltherapie zu machen, andere sagen, nein, erst nach der Chemo und noch andere meinen: auf gar keinen Fall. Ob und wann Du die Misteltherapie machen darfst, soll eher der Chemo-Arzt entscheiden und nicht die Hausärztin. Du sollst aber auch wissen, dass manche allergisch auf die Mistel reagieren, die Mistel ist kein "Allgemein-Wundermittel" und hilft nicht jedem.

Ist auch Herceptin bei Dir geplant? Und die AHT?

Liebe Grüße
Babs
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Babs
 
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hallo babs

es sind 6 zyklen geplant. von den anderen medis hat noch keiner was gesagt. ist das jetzt positiv das es das schema f ist die behandlung? ist die chemo denn ganz verträglich? mein vater hat auch taxotere bekommen und hat sie ganz gut vertragen,er war zwar am 3 tag danach sehr schlapp und er hatte keinen geschmack mehr aber starke übelkeit hatte er nicht. mit der misteltherapie denke ich wie du das sollten die chemo docs vorschlagen oder man lässt es lieber gleich.
ich hoffe nur das diese therapie wie sie jetzt im tumorzentrum festgelegt wurde hilft.

grußn tanja
Tanja2205
 
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Hallo Tanja,
habe nächste Woche meine letzte Chemo vor mir. Kann mir sehr gut vorstellen wie Du Dich fühlst. Habe selbst 4 Kinder (9, 8, 7 und 5), die mir in der ganzen Zeit sehr viel Kraft gegeben haben und ich hatte auch oft nicht so viel Zeit über den Krebs nachzudenken da sie mich abgelenkt haben (Alltag u.s.w.). Habe versucht die Chemos auf einen Freitag zu legen, damit die Kinder am Wochenende zu den Omas gehen können, weil ich ja nicht wußte was da an Nebenwirkungen auf mich zu kommt. Bei den ersten vier hatte ich etwas mit Überkeit zu tun, das ging aber mit dem Medikamenten. Ich war sehr müde und habe das Wochenende fast nur geschlafen. DIe letzten vir Chemos habe ich dann Docetaxel und Herceptin bekommen. Überkeit habe ich hier überhaupt nicht, das Schlimmst ist die Trockenheit der Schleimhäute und der fehlende Geschmack. Zur zweiten Chemo habe ich mich vorher immer mit Melkfett im Intimbereich gepflegt, weil ich nach der ersten Chemo dort total wund war. Das Melkfett hat ganz gut geholfen und so ist das nicht mehr ganz so schlimm. Aber das ist ja auch bei jedem unterschiedlich und jeder reagiert und empfindet es anders. Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen!!! Wünsche Dir alles Gute und Du schaffst das schon!!! :lol:

Einen lieben Gruß Deine Hixi
Hixi 1977
 
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Hallo Tanja,

als "Schema F" würde ich die Behandlung nicht bezeichnen. Bei schweren Krankheiten wie eben Krebs gibt es sog. Leitlinien, also Empfehlungen für die Ärzte, wie sie die Krankheit am besten heilen können. Das, was Du bekommst, ist heute Standard für Deine Erkrankung. Noch vor ein paar Jahren war DOC unbekannt und kranke Frauen haben damals was anderes bekommen. Es ist halt so, dass das medizinische Wissen sich schnell weiterentwickelt, es kommen neue Möglichkeiten dazu und alle paar Jahre werden die Leitlinien aktualisiert.

Ob die Chemo gut verträglich ist, kann ich 100% nicht sagen. Ich habe andere Medikamente erhalten, unter anderem aber auch Taxol (Paclitaxel), das ist etwas Ähnliches wie Taxotere (Docetaxel) und ich habe es gut vertragen. Ich schätze, die Übelkeit bleibt Dir erspart, es gibt heute sehr gute Medikamente dagegen. Wahrscheinlich bekommst Du aber Haarausfall, der Arzt soll Dir schon im Voraus ein Rezept für eine Perücke geben. Andere Nebenwirkungen (Abgeschlagenheit, Schlappheit, kein Geschmack usw.) sind sehr individuell, der eine bekommt es, der andere nicht.

Ob die Therapie hilft, weißt Du, wenn der Tumor kleiner wird. Bis jetzt hat Taxotere fast allen Frauen geholfen.

Liebe Grüße
Babs
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