Expertenchat zum Thema Injektoren

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Termin: 12.11.2009 um 18:00 Uhr

www.spritzen-bei-ms.de

Was muss einem Angehörigen klar sein?

Moderatoren: Moderator, Moderator, Moderator, Moderator

hallöle

ich bin seit kurzem mit einer frau zusammen, die ms hat. sie geht ganz offen damit um und hat es mir von vorne herein gesagt. auch wenn sich das jetzt kitschig anhören mag (wie gut, dass das hier anonym ist ;-)), aber ich glaube, dass es "die eine" ist und es ist mir egal, dass sie eine krankheit hat, ich will nur das beste für sie. aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb habe ich unsicherheiten und angst, was falsch zu machen. ich will alles darüber wissen und wissen, worauf ich achten muss. aber ich will es auch nicht ständig zum thema machen, damit sie nicht das gefühl hat, ich würde sie "anders" behandeln.....habt ihr vielleicht ein paar tipps für mich oder kurze erfahrungsberichte, auf was ich mich einstellen sollte und wie ich z.b. bei einem schub am besten reagieren sollte?
viele grüße
redblue
 
Beiträge: 5
Registriert: Do Sep 10, 2009 7:16 am

Hallo

also, das finde ich echt gut, dass Du Dir Gedanken machst. Mir ging es nämlich gerade erst andersherum, ich habe mir die Frage gestellt: Wie sage ich es einem Mann, dass ich MS habe.
Du solltest Dich vielleicht darauf gefasst machen, dass deine Freundin wenn Sie einen Schub hat Angst bekommt, dass sich die Symptome nicht mehr zurückbilden und dass sie Folgeschäden behält. Wenn Du damit leben kannst und nur dann, dann solltest Du ihr das in Kriesen immer wieder sagen, dass Sie z.B. auch noch für Dich toll ist, wenn sie körperliche Einschränkungen hat. Ich weiß ja nicht, welchen Verlauf die MS bisher bei deiner Freundin hatte, aber du solltest die Augen nicht davor verschließen, dass eine MS im Rollstuhl enden kann. Auch dauernde Müdigkeit und bei Schüben mal schlechte Laune sind drin. Aber wenn Du die Frau liebst, dann nutzt die Zeit, schließlich könnte man auch jeden TAg vom Bus überfahren werden.
Gruß Lisa
lisa
 
Beiträge: 25
Registriert: Di Mai 26, 2009 4:32 pm

hallo lisa,

danke für deine antwort. die einstellung mit dem bus habe ich auch ;-) und dass ms im rollstuhl enden kann, ist mir bewußt. aber die gefühle sind so stark und ernst, dass das für mich kein problem ist. wenn man einander hat kann man viel schaffen. und schließlich könnte ja auch ich einen unfall haben oder sowas.
was ist aber z.b. mit der müdigkeitund schlechten laune, die du ansprichst? wei reagiere ich da am besten. klar, das ist sicher individuell und schlecht gelaunt ist jeder mal und reagiert dann auf außeneinwirkung unterschiedlich. aber ich meine, was ist eure erfahrung in einer solchen situation? hilft es, wenn man von anderen ein bisschen motiviert wird, z.b. wenn jemand versucht, euch in so einer müden phase "aus dem haus zu locken"? macht es das nur noch schlimmer oder hilft es vielleicht sogar? wie stark ist diese müdigkeit bei ms?
gruß
redblue
 
Beiträge: 5
Registriert: Do Sep 10, 2009 7:16 am

Hallo redblue

das ist denke ich bei jedem verschieden. Aber es ist nicht so gut, wenn Du deine Freundin zu einem spaziergang oder so überreden wills und sie ist total ko. dann geht es ihr hinterher nur noch schlechter. Zwar hat frische Luft noch niemadem geschadet aber wenn sie tatsächlich MS bedingte Müdigkeit als Syndrom hat, dann muss sie sich die Kräfte einteilen. Aber zusammen auf dem Sofa kuscheln ist bestimmt auch schön, oder? Ruhepausen sind auf jeden Fall wichtig bei der sogenannten Fatique. Das hat dann nix mit Faulheit zu tun wenn man dann den Partner einkaufens schickt weil man zu kaputt ist. Da musst Du dann durch.

Gruß lisa
lisa
 
Beiträge: 25
Registriert: Di Mai 26, 2009 4:32 pm

hallo,

vielen dank für die tipps. für meine partnerin einkaufen zu gehen - kein problem. auf dem sofa kuscheln - immer ;-)))

ich trau mich nicht so wirklich zu fragen, aber dafür ist das ja hier da ;-) :
was ist mit kindern? wir sind noch nicht so lange zusammen und auch abgesehen von der ms ist es sicher etwas früh, darüber nachzudenken, aber da wir beide in einem alter sind, wo man doch mal anfängt, darüber nachzudenken kommen eben solche gedanken auf. und in bezug auf die krankheit finde ich ist das ein noch sensibleres thema. soweit ich weiß ist bei ms nicht generell von kindern abzuraten, oder? meint ihr, ich soll das thema mal ansprechen oder lieber noch warten?
grüße
redblue
 
Beiträge: 5
Registriert: Do Sep 10, 2009 7:16 am

hey, bin seit langem mal wieder im Forum und gleich ein Thema, das mir bekannt vorkommt.

Also, es kann sein, dass die Therapie (je nachdem was sie bekommt) während der Schwangerschaft unterbrochen werden muss. Aber ansonsten spricht glaube ich nix gegen Kinder, wenn sich Deine Freundin kräftemäßig in der LAge dazu fühlt. Aber ich würde mir auf jeden Fall Meinungen von Ärzten einholen.
regenbogen
 
Beiträge: 19
Registriert: Di Apr 28, 2009 4:26 pm

hallo,

danke für die info. wie gesagt, so wirklich bei dem thema kinder sind wir noch nicht angelangt ;-) aber gut zu wissen, dass es generell o.k. ist.... was für medikamente sie nimmt, weiß ich nicht. habe mal was rumliegen sehen, mir den namen aber nicht gemerkt....kann es aber denn dann nicht zu problemen kommen. ich meine generell, wenn jemand, der auf medikamente angewiesen ist sie absetzt, dann muss das doch konsequenzen haben, oder?
viele grüße
redblue
 
Beiträge: 5
Registriert: Do Sep 10, 2009 7:16 am

schlimmer ist doch die Frage, wie die Medikamente das Kind im Bauch schädigen, wenn man sie nicht absetzt, oder?
regenbogen
 
Beiträge: 19
Registriert: Di Apr 28, 2009 4:26 pm

Also ich würde dann doch vorschlagen, den Arzt und Frauenarzt zu Rate zu ziehen. Einfach mal Termin machen und nachfragen.

Lisa
lisa
 
Beiträge: 25
Registriert: Di Mai 26, 2009 4:32 pm

Hallo ihr lieben ;-)

danke für eure vielen tipps.
ich hatte mit meiner freundin neulich ein gutes gespräch. sie will mir gegenüber offen sein und von ihren beschwerden berichten und mich dann aufklären, was so vorgeht. das mit den kindern wollen wir auf uns zukommen lassen. sie schließt es aber nicht aus ;-)
viele grüße
redblue
 
Beiträge: 5
Registriert: Do Sep 10, 2009 7:16 am

Hallo zusammen.Ich habe seit langem 2 gute Freunde die MS-erkrankt sind. Bisher war mir bekannt das Bewegungseinschränkungen und schlechte Laune zum Krankheitsbild gehören. Nun habe ich mich allerdings total verliebt und möchte meinem Freund bezüglich seiner Erkrankung natürlich entgegenkommen. Mir ist bewusst das die Möglichkeit das er im Rollstuhl endet besteht und das auch das Sexleben ein wenig eingeschränkter ist - das alles ist ok einfach weil ich ihn liebe und weil es mir reicht mit ihm zusammen zu sein. Was ich wissen möchte ist wie ich ihn im Alltag unterstützen kann wie ich dafür sorgen kann ihm das Leben / die Schmerzen zu erleichtern um evtl. den Krankheitsverlauf ein wenig aufzuschieben. Oft vergisst er seine täglichen Spritzen wohl auch weil es gelegentlich brennt und ziept ... ich weiss nicht genau um welches Medikament es sich handelt aber gut kann das doch nicht sein die Terapie selbst zu bestimmen... was meint ihr?
Os-Kati
 
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Registriert: Do Sep 30, 2010 11:11 am


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