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Umgang mit der eigenen Mutter

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Beitragvon florimichelle am Mi Feb 09, 2011 2:23 pm

Titel: Umgang mit der eigenen Mutter

Hallo zusammen,

Als Hintergrund Info:
Meine Mutter 47 Jahre alt, COPD Stufe 4 und ich (29 j)haben eine nicht sehr gute Zeit hinter uns (Scheidungskind/ 4 jahre kein Kontakt) und leider nach Kontaktaufnahme nie wieder ein Inniges Verhältniss aufgebaut.
Jetzt habe ich schon 2 Jahre Therapie hinter mich gebracht und weiß das ich meine Mutter in den letzten Jahren sehr vermisst hab.


Jetzt seid gut 2 Jahren ist meine Mutter in der Stufe 4 der COPD und leider auch sehr kratzbürstig geworden...
Ich denke das sehr viel Angst dahinter steckt und viel Leid.

Problem ist eigentlich, dass ich ganz ganz schlecht mit Ihrer Krankheit umgehen kann und ich nicht weiß was ich machen soll....
Ich habe versucht das Thema mit Ihr zu besprechen aber auch Sie weiß garnicht wie Sie mir weiterhelfen soll.

Wir reden viel über die Krankheit, aber Problem auch hier, ich brauche Sie als Mutter auch, ich weiß viele werden jetzt denken, ohhhhh wie kann Sie jetzt Dinge verlangen, die der Mutter unmöglich sind, da Sie so krank ist...
Tja genau das ist das Problem... wir zicken uns ständig an und im Grunde könnte ich den ganzen Tag weinen weil ich meine Mutter nicht verlieren möchte bzw. Angst habe das sie stirbt.
Wo wir wieder bei dem vorigen Absatz wären, wie kann ich mit dieser Krankheit umgehen?

Ich mag noch nicht mal mehr zu meiner Mutter fahren, weil es sich eh wieder nur um Ihre Krankheit dreht und weil ich es nicht sehen kann, wie schlecht es ihr geht! Weil dann immer wieder die Angst hochkommt....

Ich würde gerne ein paar Tips haben, wie ich vielleicht besser damit umgehen kann.
florimichelle
 
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Beitragvon bjam82 am Do Feb 10, 2011 6:43 pm

Titel: Re: Umgang mit der eigenen Mutter

Hallo Florimichelle

ich fühle mich gerade ein bisschen angesprochen, weil ich in deinem alter bin und auch meine mutter die copd 4 hat.
unser verhältnis ist gut, vielleicht sogar zu eng...
wie du jetzt genau eure situation verbessern kannst, mmh, mal überlegen.
inwieweit ist sie denn eingeschränkt? kannst du noch irgendwo mit ihr hingehen/fahren?
wie wäre es denn wenn ihr einen mutter-tochter tag ohne krankheit plant? unternehmt etwas schönes, fahr sie irgendwo hin, wo sie nicht an die krankheit erinnert wird, einfach damit auch du ein anderes thema anfangen kannst.
ich finde es total wichtig über diese krankheit zu sprechen, habe auch gerade ganz viel angst vor mama's tod und setze mich seit tagen damit auseinander. aber wir weinen zusammen, reden darüber, über mich und meine ängste.
meine mama war trotz krankheit immer für mich da.

ich weiß nicht ob ich dir weiterhelfen konnte. schreib mir einfach ne pn, wenn ich noch was für dich tun kann. vielleicht müssen wir "küken" uns mal gegenseitig ein biscchen mut zu sprechen :-)

lg bjam
bjam82
 
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Beitragvon Missy1205 am Sa Feb 19, 2011 12:13 am

Titel: Re: Umgang mit der eigenen Mutter

Hallo ihr beiden.
Meine Mutter hat auch COPD aber Stufe 3. Die Diagnose kam bei ihr ca September 2009. Dienstag waren wir gemeinsam beim Lungenfacharzt. Ich war zum ersten Mal dabei, weil sie mir nie sagt, wie ihre Werte sind, oder was der Arzt gesagt hat. Das Ergebnis war erschreckend. :( Ihr Doc meinte, das sie jetzt noch 1,04Liter FEV hat und bei 1,0l FEV die "magische Grenze" erreicht wäre. Was im Klartext heisst Sauerstoff und von da an rapide Verschlechterung des Allgemeinzustands.

Bei meiner Mutter hat es aber leider noch immer nicht "Klick" gemacht. Sie raucht noch immer. Sie wollte aufhören. Hat auch den ganzen Mittowch nicht geraucht. Aber gestern hat sie sich dann wieder eine neue Schachtel geholt.
Ich weiss langsam echt nciht mehr, wie ich ihr das begreiflich machen kann, das sie dringend aufhören muss.
Durch die Erkrankung hat sie auch Depressionen, so das sie (wie sie mir Mittwoch sagte) manchmal gar keine Lust mehr hat.

Wie ist es bei euch? Rauchen eure Mütter noch (falls sie geraucht haben)? Und wenn nicht mehr, wann hat es bei ihnen "Klick" gemacht und vorallem wodurch?

Bin auch erst 26 und will meine Mutter nicht in 1-2 Jahren auf dem Friedhof besuchen müssen :(

Liebe Grüße,
Missy
Missy1205
 
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Beitragvon bibi51 am Sa Feb 19, 2011 9:24 am

Titel: Re: Umgang mit der eigenen Mutter

Hallo Missy,

also erst einmal ist der FEV1-Wert überhaupt nicht ausschlaggebend für eine Sauerstoffverordnung. Dafür muss eine Blutgasanalyse gemacht werden und nur der Sauerstoffpartialdruck ist maßgeblich, ob deine Mutter Sauerstoff bekommen muss oder nicht.
Bei FEV1 von 1l ging es mir noch ganz gut. Allerdings habe ich da schon etliche Jährchen nicht mehr geraucht.
Das ist das Allerwichtigste, das deine Mutter mit dem Rauchen aufhört, sonst geht es wirklich rapide bergab.
Aber offensichtlich geht es ihr noch nicht schlecht genug, sonst würde sie von selbt mal auf die Idee kommen.
Eine Reha würde deine Mutter wieder nach vorne bringen und dort könne sie auch Raucherentwöhnungskurse besuchen, die ihr beim Rauchverzicht helfen würden.

Die Depressionen sind eine ganz normale Bgleiterscheinugn dieser Erkrankung, man nennt es auch "reaktive Depression". d. h. ihre Psyche reagiert auf diese Erkrankung.
Aber auch da kommt sie wieder raus, wenn sie denn mal beginnt, sich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen.
Ich habe, seit ich die Diagnose 1997 bekam noch 12 relativ gute Jahre gehabt, weil ich an mir gearbeitet habe, bin zur Reha gefahren, habe Sport getrieben, soweit das im Rahmen dieser Erkrankung möglich ist.
Dadurch war ich auch in der Lage noch viel am aktiven Leben teilzunehmen.
Mittlerweile bin ich Doppellungentransplantiert und es geht mir gut.

Ach ja, ich habe mir das Buch von Allan Carr geholt, endlich Nichtraucher, und dann habe ich von heute auf morgen, von 40-60 Zigaretten runter auf 0 und nie wieder eine angefaßt, auch keine Entzugserscheinungen.
Liebe Grüße
Birgit
DLTX MHH 11.09
bibi51
 
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Beitragvon bjam82 am Sa Feb 19, 2011 12:18 pm

Titel: Re: Umgang mit der eigenen Mutter

Hallo Missy
das mit dem rauchen kenn ich ziemlich gut. bis zum letzten krankenhausbesuch mitte januar hat meine mama auch noch geraucht. da hat sie gar keine luft mehr bekommen und auch jetzt, ca 5 wochen danach gehts ihr noch nicht viel besser. wenn sie könnte, würde sie sofort wieder rauchen denk ich. auch bei ihr hat es noch nicht klick gemacht. als wir nach dem krankenhaus bei ihren lufa waren und die werte weiterhin schlecht waren (bei ihr ist es der CO2 der so schlecht ist), sagte sie, siehst du, auch ohne rauchen sind die werte schlecht.
irgendwann sagte sie mal, sie hätte ja sonst nix mehr, also könnte sie auch weiterrauchen...
ich glaube es ist schwer jemanden das rauchen abzugewöhnen, der vom kopf her nicht bereit dazu ist...
vielleicht muss erst was schlimmes passieren, eine verschlecheterung, damit es klick macht. aber wie du in meinem beispiel siehst, hilft das auch nicht immer.
vielleicht könnte der LUFA nochmal ein "machtwort" sprechen. ich denke wenn ein arzt sowas sagt, und damit mein ich nicht: liebe frau xy, sie müssen aufhören zu rauchen, sondern wenn sie nicht aufhören, verschlimmert sich ihre krankheit drastisch..., dann hilft das vielleicht eher als wenn alle anderen was dazu sagen...

die depressionen kenne ich auch. meine mama nimmt schon seit jahren antidepressiva. aber wahrscheinlich ist sie nicht richtig eingestellt, denn helfen tut's nicht wirklich.

ich denke ist schwer sich mit der krankheit auseinanderzusetzen und sie zu akzeptieren.

ich drück dir die daumen, dass es bei deiner mama klick macht :-)

lg bjam
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Beitragvon ohnenamen am Do Mär 10, 2011 5:07 pm

Titel: Re: Umgang mit der eigenen Mutter

Liebe florimichelle,
Deine Fragen haben mich sehr berührt. Meine Erfahrungen mit Raucherentwöhnung sind so positiv, daß ich davon berichten möchte.
Daß Rauchen bei Frauen viermal gefährlicher ist als bei Männern, ist wohl bekannt. Wer als Frau noch dazu die Pille nimmt, hat ein 20-faches Herzinfarktrisiko.
Also mich hat die Abhängigkeit von Nikotin mit der Zeit so genervt, daß ich unbedingt aufhören wollte. Die Gründe zum Aufhören bekommt man im Raucherentw.kurs erklärt, und es gibt viele davon. Beispiel: von dem ersparten Geld könnte man sich viele schöne Dinge oder Veranstaltungen leisten.
Wenn man den Ausstieg schafft, bekommt man viel mehr Selbstachtung und Selbstvertrauen, insgesamt sowieso viel mehr Lebensenergie. Vielleicht kannst Du Deine Mama an diesem Punkt "erwischen": daß Du den Respekt vor ihr verlierst, wenn sie sich weiter weigert, mit dem Rauchen aufzuhören.
Sie verpestet ja auch Deine Atemluft, und das ist nicht in Ordnung. Deshalb gibt es ja auf und in öffentlichen Plätzen und Räumen Rauchverbote. Du darfst Dir das nicht mehr gefallen lassen, daß sie in Deiner Anwesenheit raucht. Ich denke, dies sollte "hochwirksam" sein für Deine Mama.
Die Universität Tübingen hat einen Raucherentwöhnungskurs geschaffen bzw. gefunden, der hundertprozentig funktioniert bzw. wirkt, wenn man den Schritten darin genau folgt.
Und der Kurs ist so aufgebaut, daß die Entwöhnung funktioniert.
Was der Kurs nicht garantieren kann, ist , daß kein Rückfall passieren kann. Aber auch einen Rückfall kann man leicht verhindern, wenn man sich genau an die gelernten Regeln hält.

Es dreht sich also eigentlich nur um die Frage, ob Deine Angehörige noch irgendwo lernfähig ist und sich selbst und ihrer Umgebung willentlich Gutes tun möchte. Übrigens zahlt die Krankenkasse ca. die Hälfte der Kosten der Entwöhnung.
Die Krankenkasse kann Dir sagen, wo in Deiner Nähe ein solcher Kurs stattfindet.
ohnenamen
 
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Beitragvon spunk1 am Fr Mär 11, 2011 8:09 am

Titel: Re: Umgang mit der eigenen Mutter

Meine Mutter hat COPD in vierten Statium ich bin jetzt richtig ratlos am Mitwoch habe ich sie ins Krankenhaus gebracht also besser gesagt der Notarzt und Jetzt Liegt sie im künstlichen koma unsd die ganzen Schläuche ich hab alles getan ich selbst bin Raucher ich rauche jetzt noch mehr als vorher ich mache mir so viel Vorwürfe meine Mutter wollte nicht ins Krankenhaus gehn vor zwei Wochen am Sonntag habe ich dann die Nachtdienst stelle angerufen die schickten mir sofort einen Arzt der meiner Mutter eine Überweisung gab aber sie sagte nur ich habe nur Grippe sie qäualte sich volle drei Tage und dann gings schnell mit ihr Notarzt und jetzt liegt sie mit einen Tubus und denganzen Schläuchen drinen in Steyr im Krankenhaus die Ärzte sagen es kann sein das sie wieder aufwacht oda nicht ich mache mir sovile Vorwürfe ich bin erst 24 jahre wir wolten ein Haus kaufen ich vermisse dich so Mama bitte mach deine Augen auf und rede mit mir ich habe solche Angst sie zu verlieren ich hoffe ich hoffe ich bin nicht zu Imotional aber ich mache mir Große sorgen ich arbeite sehr viel und bin imma für sie da aber jetzt kann ich nicht für sie da sein nur ihr beim schlafen zu shen umd mich mit dem gedanken anfreunden das sie vieleicht nicht mehr heimkommt und stirbt. Ich überlege ernst haft das ich ihr einen Teil meiner Lunge gebe aber ich weiß nicht ob man das darf ich kenn mich einfach nicht so gut aus wir sind einen große Familie ich hoffe nur das sie bald die Augen auf macht ich habe einfach keine Nerven mehr ich bin ziemlich verzweifelt bitte kann mir jemand helfen sagen was ich tun kann soll bitte . :(
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