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Soziale Fragen bei Darmkrebs

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Beitragvon AbigaleXXX am Di Apr 12, 2011 8:02 am

Titel: Soziale Fragen bei Darmkrebs

Ich wüßte gerne, an wen ich mich wenden kann mit sozialen Fragen rund um eine Darmkrebserkrankung: Beruf, Familie, Freunde, sozialrechtliche Fragen, Kostenträger etc.

Freue mich auf Nachricht: Abby
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Beitragvon Babs am Di Apr 12, 2011 8:02 pm

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

Zum Thema Krebs (also nicht nur Darmkrebs): Sozialarbeiter im Krankenhaus. Außerdem die Krankenkasse (je nachdem, was für Fragen). Zum Teil auch Ärzte. Auch die Schwerbehindertenvertretung in der Firma. Das Integrationsamt.

Speziell zum Darmkrebs: Mitarbeiter im Darmzentrum, würde ich sagen.

Gruß
Babs
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Beitragvon Bono1961 am Mi Apr 13, 2011 7:24 am

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

Auch mal reinschauen bei http://www.darmkrebs.de/ unter "Sorgen und Soziales", da gibts nützliche Hinweise. Am Ende wirst Du nicht darum herumkommen, Dir aus unterschiedlichen Quellen die Infos zu holen, die Du brauchst. Aber die Hinweise von Babs und auf der Homepage der Felix Burda Stiftung "erschlagen" schonmal das Wichtigste.

Was sind denn Deine konkreten Fragen?

Bono
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Beitragvon Babs am Mi Apr 13, 2011 10:48 am

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

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Beitragvon AbigaleXXX am Do Apr 14, 2011 7:37 am

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

DANKE!!! Das hilft mir schon sehr viel weiter. Ich werde das erstmal alles durchforsten. Die meisten Fragen klären sich dann vielleicht schon.

Abby
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Beitragvon AbigaleXXX am Fr Apr 15, 2011 7:46 am

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

Ja, konkret hätte mich zum Beispiel interessiert, wie es mit dem Kündigungsschutz aussieht und ob man z. B. gezwungen ist, dem Arbeitgeber mitzuteilen, dass man Darmkrebs hat.

Abby
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Beitragvon Babs am Fr Apr 15, 2011 6:43 pm

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

AbigaleXXX hat geschrieben:konkret hätte mich zum Beispiel interessiert, wie es mit dem Kündigungsschutz aussieht und ob man z. B. gezwungen ist, dem Arbeitgeber mitzuteilen, dass man Darmkrebs hat.

Hallo Abby,

"Kündigungsschutz" & "Mitteilung an Arbeitgeber, dass man Krebs hat" (gilt nicht nur für Darmkrebs, sondern genauso für andere Krebsarten) - das sind zwei verschiedene Probleme.

Zum Kündigungsschutz: Arbeitnehmer genießen keinen Kündigungsschutz "nur" deshalb, weil sie Krebs haben. Um Kündigungsschutz zu haben, muss man zuerst einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen. Aber Krebskranke bekommen die Schwerbehinderung eigentlich immer anerkannt, ab 50 GdB bekommt man Schwerbehindertenausweis. Hat man weniger als 50 GdB, aber mindestens 30, kann man (oder besser gesagt: sollte man) eine sog. Gleichstellung beantragen (da ist die AfA zuständig). Also, hast Du schon Schwerbehindertenausweis oder bist Du gleichgestellt, dann hast Du Kündigungsschutz. Das bedeutet nicht, dass der AG Dich nicht kündigen kann. Das kann er, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen (sprich: es ist nicht so einfach, einen Schwerbehinderten zu kündigen). Du musst aber den AG informieren, dass Du Ausweis hast (= Kopie vom Ausweis sollte an die Personalleute gehen). Der AG muss wissen, dass Du schwerbehindert bist. Dann hast Du auch Zusatzurlaub. :wink:

Mitteilung an Arbeitgeber, dass man Krebs hat: Nein, Deine Gesundheit ist Deine Sache. Ein kranker Arbeitnehmer muss seinen Arbeitgeber nicht informieren. Und im Schwerbehindertenausweis steht die Krankheit nicht.

Bei bestimmten Krankheiten ist es vielleicht besser, wenn zumindest ein paar Kollegen Bescheid wissen (nicht unbedingt der "große" Chef :!: ), um ggf. im Notfall helfen zu können, z.B. bei Diabetes (wg. Unterzuckerung). Aber - wem Du sagst, dass Du krank bist, das ist Deine - freiwillige - Entscheidung.

Viele Grüße
Babs
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Beitragvon AbigaleXXX am Mo Apr 18, 2011 9:16 am

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

Das klingt kompliziert ... Sollte man sich eher entscheiden, den Schwerbehindertenausweis zu beantragen und riskieren, dass man - weil man absehbar die erforderliche Leistung evtl. bald nicht mehr bringt - aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen gekündigt wird? Oder sollte man besser alles verheimlichen und versuchen, alles so auf die Reihe zu kriegen, quasi keine "schlafenden Hunde wecken"? Aber das geht wohl kaum ...

Mit vielen Fragezeichen ...

Abby
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Beitragvon Babs am Mo Apr 18, 2011 5:53 pm

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

Hallo Abby,

was ist für Dich so kompliziert? Ich finde hier nichts kompliziert. Im Gegenteil.

Du hast nach Kündigungsschutz gefragt und da habe ich Dir eine umfassende (schätze ich) Antwort gegeben. Wenn Du denkst, Du hast automatisch Kündigungsschutz, weil Du Krebs hast, dann irrst Du Dich. So etwas gibt es nicht. Der Schwerbehindertenausweis bedeutet dagegen sehr wohl guten Kündigungsschutz - egal, aus welchen Gründen der Ausweis auch ausgestellt wurde (nicht nur Krebskranke sind schwerbehindert, es gibt viele andere Krankheiten, die zu einer Behinderung führen). Wie gesagt, für die Firma ist es nicht so einfach, einen schwerbehinderten Mitarbeiter loszuwerden. Und das wolltest Du doch wissen, oder? Der Arbeitgeber kann einen schwerbehinderten Mitarbeiter nicht "aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen" kündigen. Er muss die Zustimmung vom Integrationsamt bekommen und die bekommt er nicht so einfach.

Mit Schwerbehindertenausweis hat man auch andere Vorteile, z.B. eine Woche Zusatzurlaub, außerdem steuerliche Vorteile und außerhalb der Berufswelt ermäßigten Eintritt bei vielen Kulturveranstaltungen usw.

Selbstverständlich kannst Du auch den Ausweis beantragen und Deinen Arbeitgeber NICHT informieren. Dann giltst Du aber in der Firma weiterhin als nichtschwerbehindert und hast genauso viel bzw. wenig Kündigungsschutz wie Deine gesunden Kollegen / Kolleginnen.

Was ist für Dich noch unklar?

Ob man besser alles verheimlichen sollte und dann versuchen, alles "so" auf die Reihe zu kriegen, das kann man nicht pauschal sagen. Vieles hängt von der Firma ab, ob groß oder Kleinbetrieb, ob private Wirtschaft oder ÖD, auch von der Art von der Tätigkeit, von Vorgesetzten, von der ganzen Atmosphäre usw.

Viele Grüße
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Beitragvon AbigaleXXX am Di Apr 19, 2011 7:42 am

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

o.k. o.k. o.k. ....

es ist halt am Anfang alles ein bisschen viel. Das ist doch klar, oder? Ich denke, ein Schwerbehindertenausweis und ein offenes Wort mit der Chefin sind vielleicht doch das Beste.

Welche Hilfen und Unterstützungen (finanzielle, aber auch Beratung etc.) kann und sollte man denn in Anspruch nehmen als Darmkrebspatient?

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Beitragvon Babs am Di Apr 19, 2011 9:42 am

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

AbigaleXXX hat geschrieben:Welche Hilfen und Unterstützungen (finanzielle, aber auch Beratung etc.) kann und sollte man denn in Anspruch nehmen als Darmkrebspatient?

Hallo Abby,

alle Fragen beantworten in erster Linie Sozialarbeiter im Krankenhaus / Darmzentrum - dort, wo Du behandelt wurdest oder noch wirst. Gerade, wenn man am Anfang steht ("frische" Diagnose), ist das die erste Adresse. Dort bekommst Du auch weitere Adressen, die speziell für Dich, Deine Diagnose und Deine Therapie wichtig sind. Außerdem, so im Allgemeinen - wie gesagt - die Krankenkasse, zum Teil auch niedergelassene Ärzte und das Integrationsamt (zum Thema Schwerbehinderung).

Vielleicht sagt Bono noch was Konkretes dazu (ich komme aus der "Kategorie" Brustkrebs, deshalb kann ich nicht so genau sagen, was man ganz speziell als Darmkrebspatient bekommen sollte).

Viele Grüße
Babs
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Beitragvon Babs am Di Apr 19, 2011 9:47 am

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

Hallo Abby,
noch etwas. Hast Du Dich damit schon befasst?
Bono1961 hat geschrieben:Auch mal reinschauen bei http://www.darmkrebs.de/ unter "Sorgen und Soziales", da gibts nützliche Hinweise. Am Ende wirst Du nicht darum herumkommen, Dir aus unterschiedlichen Quellen die Infos zu holen, die Du brauchst. Aber die Hinweise von Babs und auf der Homepage der Felix Burda Stiftung "erschlagen" schonmal das Wichtigste.

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Beitragvon AbigaleXXX am Mi Apr 20, 2011 7:49 am

Titel: Re: Soziale Fragen bei Darmkrebs

Ja, muchas gracias!! Habe überall schonmal reingesehen. Werde mir die wichtigsten Sachen ausdrucken und dann alles "in Ruhe" (soweit man davon sprechen kann) über Ostern durchlesen und dann gezielt Fragen an die Leute stellen. Habe gehört, es gibt auch mindestens eine Selbsthilfegruppe bei mir am Ort.

Schöne Ostertage,

Abby
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