Schlaganfall mit 40

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Beitragvon gerner am Do Jun 21, 2007 8:24 am

Titel: Schlaganfall mit 40

im Moment ist es noch nicht so einfach für mich über meinen Schlaganfall zu sprechen. Ich bin jetzt 40 Jahre alt und hatte vor vier Wochen mehrere Schlaganfälle. Ich habe mir eingeredet, dass sei der Stress, als dann aber die Diagnose kam war das für mich wie ein Leberhaken. In meinem Alter?! Irgendwie komme ich damit nicht klar. Dann die Rennerei von einem Arzt zum andern. Trotzdem konnte mir bis jetzt keiner sagen wo das her kommt. Ich habe zwei Kinder. Was soll aus denen werden, wenn ich ein Pflegefall bin?

Schon vor dem Schlag lief es in meiner Ehe nicht rund aber jetzt .............


Ich suche Menschen denen es ähnlich geht und mit denen ich mich austauschen kann.
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Beitragvon Mama51 am Do Jun 21, 2007 8:29 am

Gemessen an der Tatsache, dass auch schon Kinder einen Schlaganfall bekommen können bist Du gar nicht so jung wie ich meine.

Lass den Kopf nicht hängen. Klar ist es hart, wenn man sich in Deinem Alter mit dem Tod oder einer drohenden Behinderung auseinandersetzen muss, aber was nützt es sich hängen zu lassen.

Ich habe schon von einigen Beziehungen gehört, die durch Krankheiten kaputt gegangen sind, meist weil der Charakter der Kranken sich verändert. Versuch positiv zu denken.
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Beitragvon Heribert am Do Jun 21, 2007 3:10 pm

Hallo gerner,

mir erging es vor 10 Jahren ähnlich. Hatte viel Stress auf der Arbeit und rappzapp hat es mich erwischt. Mein Arzt (den ich allerdings auch ungern und selten aufgesucht hatte) hatte mich zwar schon gewarnt, aber wenn man die Karriereleiter erklettert will man sowas ja nicht hören.
Was Du jetzt auf jeden Fall machen musst ist Dich mit dem Thema ausseinandersetzen und bloß nicht in alten Stress verfasllen, sonst hauts Dich direkt wieder um, wenn nicht schlimmeres.
Und versuch vor allem Deiner Frau die Problematik klarzumachen, denn die Unterstützung Deiner Familie ist besonders wichtig. Ohne meine Frau und meine Kinder hätte ich das glaube ich auch nicht geschafft.

Alles Gute
Heribert
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Beitragvon mosella am So Jul 22, 2007 11:34 am

Hallo gerner,
ich kann dich gut verstehen -
als ich vor 16 Jahren mit 42 eine Gehirnblutung mit rechtsseitiger Lähmung hatte, habe ich kaum eine Zukunft für mich gesehen, zumal der Arzt beim ersten CT gesagt hat "ob das noch mal was wird, weiß ich echt nicht" -
heute bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden, fühle mich wohl und habe neue Aufgaben für mich gefunden -
all das ging aber nicht von heute auf morgen, es ist ein (Lern-)Prozess, der sehr viel Geduld, eisernen Willen und eigenes Engagement erfordert -
wenn du magst, kannst du mich gern auch privat kontakten . . .
Grüßle
Mosella
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Beitragvon anna am Mi Aug 29, 2007 10:12 pm

Hallo Gerner
ich bin 36 und hatte im Juli dieses Jahres einen Schlaganfall. Ursachenforschung blieb erfolglos; ich treibe viel Sport, Ernährung ist ausgewogen bla bla; also wieso sollte mir so etwas passieren - aber anscheinend hilft manchmal alles nix.
Mir geht es ähnlich wie dir, dass es mir verdammt schwer fällt über das Geschehene zu sprechen - schreiben hier geht eher. Hast Du dann irgendwelche Folgen vom Schlaganfall? Bei mir ist es der Gesichtsfeldausfall links, naja und vor allem die Angst es könnte wieder passieren.
Hast Du schon Erfahrungen gesammelt in Sachen Prävention etc?
viele Grüße erst mal
anna
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Beitragvon Hajo am Do Aug 30, 2007 2:15 pm

Hallo Gerner,
dass alles ist bei dir ja noch ganz frisch. Lass den Kopf nicht hängen, es braucht halt alles seine Zeit. bei mir ist es 2 Jahre her und ich wundere mich selbst, was ich heute alles machen kann und wie wenig es war vor 2 Jahren.

Erst müsstest du auch mal in Reha gehen und dann muss das Leben neu geordnet werden. Man muss dann auch akzeptieren, dass man manche Sachen nicht mehr so kann. Leider verliert man auch manche Freunde, weil man nicht mehr so ist wie früher.

Verstehen können es nur die Menschen, die selbst betroffen sind oder die nächsten Angehörigen.

Im Arbeitsalltag ist es dadurch manchmal sehr anstrengend. Und heute wird leider oft keine Rücksicht genommen.

Prävention ist wichtigund ich müsste mehr machen, aber wenn ich nach 12 Stunden von deer Arbeit wieder zu hause bin, dann bin ich platt. Das Wochenende brauche ich dann zum Relaxen.

Alles Gute, hajo
Ein Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen.
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Beitragvon ewa am Sa Sep 01, 2007 4:17 pm

Vor ein Paar Tage hatte ich Schlaganfall. Bin heute aus dem Krankenhaus raus und habe Angst wie es weiter gehen soll :?: Bin erst 32 und im 3 Wochen bekomme ich ein Baby. Ewa
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Beitragvon peter am Mi Sep 12, 2007 2:29 pm

Hallo Gerner
Ich habe vor 5 Jahre der erste schlaganfall mit 58. Nach einem jahr war ich wieder an arbeiten. Vor einem jahr der zweite und jetzt kann ich die Arbeit vergessen. Jetzt bin ich mitglied einer selbsthilf gruppe in Hückelhoven(Kreis Heinsberg) und es tut mir gut gedanken aus zu tauschen und um fest zu stellen wie nach einige zeit kleine verbesserungen statt finden, aber das kommt nicht von alleine, mann muss dafür schon etwas tun, dass heisst regelmäsig physio-therapie und auch zu hause selber üben.
Gute besserung und es wir schon wieder.
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Beitragvon kiraluna am Fr Sep 14, 2007 1:43 pm

hallo,
ich hatte meinen sa mit 15 jahren,kommplett linksseitig gelähmt.
heute bin ich mutter von 3 eigenen kindern....... wenn man will geht alles........
euch allen viel kraft für die zukunft und einen lieben partner an eurer seite....
kiraluna
 
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Beitragvon halvar am Mi Sep 19, 2007 9:26 pm

Hey,ich bin neu hier und kann dir nur sagen,meine Schwester hatte in der vergangenen Woche einen Schlaganfall im Stammhirn.Sie ist mit 42 Jahren im Moment gelähmt von der nase an.Sie kann nicht sprechen,schlucken geschweige denn sich bewegen.Sie kommuniziert mit den Augen weil sie alles versteht.Es ist schrecklich zu sehen wie dieser mensch leidet.In unserer Familie sind keine Personen mit Schlaganfallsymphome bekannt.Das einzige Laster war ihr rauchen. Ich stand heute am Bett und dachte ich müsste etwas tun um sie nicht mehr so leiden zu sehen. :oops: :?: Halvar
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Beitragvon margy am Di Jan 22, 2008 2:05 pm

hallo,
ich hatte mit 41 eine hirnblutung, mit 42 wurden mir die hüftköpfe entfernt, jetzt bin ich 45 und bereite mich langsam auf mein neues leben vor. ich sitze im rollstuhl und habe mich von meiner frau getrennt. mein sohn ist 18 und ineiner anderen stadt. ich habe die erfahrung gemacht, es geht weiter, mit höhen und tiefen. ich begreife es als chance für einen neuanfang.

margy hat seine geschichte aufgeschrienen unter http://www.margy-plauen.de[url][/url]
margy hat seine geschichte und mehr in seiner website und blg beschrieben. www.margy-plauen.de
margy
 
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Beitragvon Uwe am Di Jan 29, 2008 7:09 pm

Hallo Gerner,auch mich hatte es letztes Jahr im Mai getroffen mit 49 ich kann dir sehr gut nachfühlen Meine Erfahrung nach 20 Wochen Reha Du kannst es schaffen aber es muss aus deinem Innersten kommen nimm Motivation als Medizin u. für mich noch einen Löffel mehr ja es ist schwer die Welt bricht um einen herum zusammen aber vielleicht bekommst du von deiner Familie doch die Unterstützung die du gerade jetzt brauchst
Gruß Uwe
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Beitragvon Michael68 am Do Apr 24, 2008 2:04 pm

@gerner:

Hallo, ich bin jetzt auch 40 und hatte meinen Infarkt vor 2 Jahren. Auch ohne jegliche Risikofaktoren etc. Bei mir war's eine Dissektion der Halsschlagader...
In der Klinik waren lauter sog."jugendliche Schlaganfälle" um mich herum und ich habe schon viele gehört, denen es ähnlich erging wie Dir.
Heute, mit einigem Abstand, neuem Job und einer "Therapiekarriere" hinter mir, sind die Ängste immer noch nicht ganz weg, dafür lebt man aber bewußter und lernt (hoffentlich), was einem wirklich wichtig ist.
Im Grunde geht's halt doch immer weiter, auch wenn's manchmal viel schwerer fällt sich den Dingen zu stellen als vorher.

Gruß, Michael.
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