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Rehabilitation nach Darmkrebs

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Beitragvon LunaLo am Mi Jun 23, 2010 8:39 am

Titel: Rehabilitation nach Darmkrebs

Hallo,

meine Mutter hat(te) Darmkrebs und wurde erfolgreich operiert. Sie ist noch in der Klinik. Damit wir nichts versäumen, möchte ich hier einmal in die Runde fragen, ob mir jemand sagen kann, was alles zu einer optimalen Reha gehört und welche Schritte von wem eingeleitet werden.

Freue mich auf alle hilfreichen Nachrichten (am liebsten schnell, damit wir gleich richtig vorgehen können).

Luna
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Beitragvon Babs am Mi Jun 23, 2010 6:26 pm

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

Hallo Luna,

die erste Reha läuft als AHB (= Anschlussheilbehandlung) und wird noch in der Klinik organisiert - vom Sozialdienst. Das gilt nicht nur für Darmkrebs, sondern auch für andere Krebsarten und auch für ein paar andere schwere Krankheiten. Vielleicht kommt ein(e) Sozialarbeiter(in) auch ohne Deine Nachfrage zu Deiner Mutter. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann frag im Krankenhaus nach dem Sozialdienst.

Viele Grüße
Babs
Wunder gibt es immer wieder. Man muss nur an sie glauben. Und das Wunderbarste an den Wundern ist, dass sie manchmal wirklich geschehen ...
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Beitragvon Bono1961 am Fr Jun 25, 2010 7:50 am

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

Hallo Luna,

ergänzend kann ich Dir noch sagen, dass die medizinische Rehabilitation im Rahmen einer AHB sowohl stationär als auch ambulant erfolgen kann. Das hängt immer davon ab, wie der Zustand des Patienten aussieht und ob es in sinnvoll erreichbarer Nähe zum Wohnort eine Klinik gibt, die die notwendigen Leistungen anbietet. Ist Deine Mutter gesetzlich versichert, dann kommt die Krankenkasse/der Rentenversicherungsträger für die Kosten auf. Infos gibts auf den Homepages der Kostenträger.

Auf jeden Fall ist es gut, so schnell wie möglich (noch in der Klinik) die AHB anzuleiern und alles klar zu machen, damit es keine "Versorgungslücke" gibt. Man kann auch eifnach die behandelnden Ärzte dort ansprechen. In der Reha bekommt man auch gute Tipps und Hiflestellungen, wie dann anschließend der Alltag zu Hause bewältigt werden kann und was zu beachten ist.

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Beitragvon LunaLo am Mo Jun 28, 2010 9:13 am

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für Eure Rückmeldung! Inzwischen haben wir mit den Sozialdienst gesprochen und den Rehaaufenthalt in einer Klinik (stationär) organisiert. Ambulant wäre doch zu umständlich und zu anstrengend gewesen. Jetzt stellt sich natürlich die nächste Frage: Ist die Versorgung in der Rehaklinik auch wirklich optimal? Nicht von allen Rehakliniken hört man Gutes. Woran erkenne ich denn, ob die Klinik gut ist und wer weiß, was alles zu einer optimalen medizinischen Rehabilitation nach Darmkrebs gehört?

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Beitragvon Babs am Mo Jun 28, 2010 5:45 pm

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

LunaLo hat geschrieben:Jetzt stellt sich natürlich die nächste Frage: Ist die Versorgung in der Rehaklinik auch wirklich optimal? Nicht von allen Rehakliniken hört man Gutes. Woran erkenne ich denn, ob die Klinik gut ist und wer weiß, was alles zu einer optimalen medizinischen Rehabilitation nach Darmkrebs gehört?


Hallo Luna,

die Fragen kann Dir niemand beantworten. Was gut und optimal ist, das ist IMMER subjektiv. Und auch umgekehrt: was nicht gut ist, das ist auch subjektiv. Was für den einen Patienten in Ordnung ist, ist für einen anderen nicht in Ordnung. So, wie jede Krankheit anders ist (Krebs ist nicht gleich Krebs, es gibt mehrere Krebsarten in verschiedenen Stadien), so ist auch jede Rehaklinik anders und so sind die Erwartungen einzelner Patienten auch anders. Patient A braucht z.B. psychoonkologische Unterstützung, Patient B nicht. Patient B braucht dagegen viel Krankengymnastik, was Patient A nicht unbedingt braucht. Und Patient C braucht vor allem Ernährungsberatung. Und so weiter.

Was Du selber machen kannst, ist: im Internet nach entsprechenden Rehakliniken zu suchen. Jede Rehaklinik hat ja eine eigene Webseite und dank Suchmaschinen findet man sehr viele Adressen. Du kannst danach suchen, was Deine Mutter KONKRET braucht (das weißt Du doch vom Arzt, oder?). Du kannst bei Rehakliniken auch anrufen und konkrete Fragen stellen. Du sollst aber auch die Entfernung beachten. Zur AHB werden Patienten eher "um die Ecke" geschickt (sprich bis 150-200 km) und nicht gerade in eine Wunschklinik, wenn sie 600 km entfernt ist.

Viel Erfolg bei der Suche.

Babs
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Beitragvon LunaLo am Di Jun 29, 2010 7:59 am

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

Liebe Babs,

vielen Dank für Deine Nachricht. Das hört sich vernünftig an. Allerdings ist es so, dass die Krankenkasse uns einige Möglichkeiten genannt hat, die infrage kommen. Die arbeiten ja nicht mit allen Häusern zusammen.

Ich werde es jetzt so machen, dass ich bei den infrage kommenden Kliniken anrufe und versuche, so viel wie möglich herauszufinden. Vielleicht hat man dann schon einen Eindruck. Und vielleicht gibt es ja auch im näheren oder ferneren Bekanntenkreis jemanden, der in der betreffenden Klinik schon war oder etwas darüber gehört hat. Natürlich möchten wir auch nicht, dass unsere Mutter so ganz weit weg kommt, weil wir sie ja auch mal besuchen wollen ...

Und zum Thema "was ist medizinisch notwendig bzw. am besten in der Rehabilitation nach Darmkrebs?" frage ich dann nochmal den Arzt genauer, wenn das wirklich individuell so unterschiedlich ist. Ich war davon ausgegangen, dass es da allgemeingültige Punkte gibt.

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Beitragvon Bono1961 am Do Jul 01, 2010 8:11 am

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

LunaLo hat geschrieben:Liebe Babs,

vielen Dank für Deine Nachricht. Das hört sich vernünftig an. Allerdings ist es so, dass die Krankenkasse uns einige Möglichkeiten genannt hat, die infrage kommen. Die arbeiten ja nicht mit allen Häusern zusammen.

Ich werde es jetzt so machen, dass ich bei den infrage kommenden Kliniken anrufe und versuche, so viel wie möglich herauszufinden. Vielleicht hat man dann schon einen Eindruck. Und vielleicht gibt es ja auch im näheren oder ferneren Bekanntenkreis jemanden, der in der betreffenden Klinik schon war oder etwas darüber gehört hat. Natürlich möchten wir auch nicht, dass unsere Mutter so ganz weit weg kommt, weil wir sie ja auch mal besuchen wollen ...

Und zum Thema "was ist medizinisch notwendig bzw. am besten in der Rehabilitation nach Darmkrebs?" frage ich dann nochmal den Arzt genauer, wenn das wirklich individuell so unterschiedlich ist. Ich war davon ausgegangen, dass es da allgemeingültige Punkte gibt.

Luna



Hallo Luna,

natürlich gibt es allemeine Aspekte, die eine Rehab erfüllen sollte. Prinzipiell geht es darum, die nach dem Krebs/der OP noch vorhandenen Schwierigkeiten zu beseitigen. Dabei geht es bei Darmkrebspatienten natürlich speziell um die körperlichen Funktionen, die man in den Griff kriegen muss, je nachdem, wie operiert wurde und ob der Patient z. B. ein Stoma angelegt bekommen hat etc. In der Rehabilitationsmaßnahme sollen aber auch die psychischen Probleme und die Schwierigkeiten im sozialen Umfeld aufgearbeitet werden, damit der Patient zu Hause dann gut zurecht kommt. - Wichtig ist es gerade für Frauen, die ja meist auch zu Hause für viele Dinge zuständig sind, dass sie nochmal eine "Auszeit" bekommen und sich mit den neuen körperlichen Zuständen vertraut machen können (Stomaberatung, Ernährung etc.). In der Regel besteht die Reha aus einem Maßnahmenbündel aus Beratung, psychologischer Betreuung, Physiotherapie etc., ganz auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt. - Daran kannst Du vielleicht auch erkennen, ob Deine Mutter in guten Händen ist: Es sollte eben kein Standardprogramm gefahren werden, sondern Deine Mutter sollte sehr gut untersucht und befragt werden, damit genau ermittelt werden kann, welche Unterstützung/Förderung sie braucht. Darauf aufbauend werden dann die einzelnen Maßnahmen geplant. So hatte das, vermutet ich, auch Babs gemeint.

Hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter.

Bono
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Beitragvon LunaLo am Fr Jul 02, 2010 8:28 am

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

Lieber Bono,

vielen Dank für Deine Erläuterungen. Jetzt sehe ich schon etwas klarer. Habe inzwischen mit der von der Krankenkasse vorgeschlagenen Rehaklinik telefoniert und einen ganz guten Eindruck gewonnen. Die zucken auch bei kritischen Fragen nicht und geben zu allem ausführlich Auskunft. Ich habe jetzt ein ganz gutes Gefühl, wenn meine Mutter dorthin geht. Die bieten da sogar auch Beratung für Angehörige an! Ich werde dann mal berichten, wie es in der Reha gelaufen ist, wenn Euch das interessiert.

Viele liebe Grüße

Luna
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Beitragvon Bono1961 am Mo Jul 05, 2010 7:45 am

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

Hallo Luna,

natürlich interessiert uns das! Wichtig ist halt für Deine Mutter auch, dass sie auch aktiv alles anspricht, was ihr auffällt - an sich und an der Reha (;-)

Alles Gute!

Bono
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Beitragvon LunaLo am Di Sep 28, 2010 1:46 pm

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

Hallo zusammen!

wie versprochen, will ich mich mit Infos zur Reha meiner Mutter zurückmelden. Ich darf sagen: Es sind gute Nachrichten! Die Klinik war topp und meine Mutter hat sich dort sehr gut aufgehoben gefühlt. Nicht alles wurde aktiv an uns herangetragen, aber schließlich hat man als Patient/Angehöriger auch eine gewisse "Holschuld", oder? Wir sind aktiv auf Ärzte/Pflegende zugegangen und haben alles bekommen, was wir brauchten. Meine Mutter ist sehr gestärkt (an Körper und Seele) aus der Reha zurückgekommen. An ihr neues Leben mit Stoma hat sie sich gut gewöhnt ("Hauptsache ich leben!!") und kann auch gut damit umgehen. Ihr neuer Partner hat gottseidank auch keine Berührungsängste .... ich wünsche allen hier ähnlich gute Erfahrungen.

Danke für Eure Unterstützung!

Luna
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Beitragvon Bono1961 am Do Sep 30, 2010 8:47 am

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

Liebe Luna,

das sind doch mal gute Nachrichten! Schön, dass Du darüber hier berichtest. Es ist ja leider meistens so, dass die Leute, sobald es ihnen besser geht, hier auch wieder verschwinden (bis auf einige rühmliche Ausnahmen: Bibbi, Babs, Tommes ... (:-)). Das ist schade, weil es doch gerade für die, denen es nicht so gut geht, wichtig ist, zu hören, dass man aus dem "Jammertal" auch wieder herauskommen kann. Ich wünsche Deiner Mutter weiterhin alles Gute. Vielleicht hat sie Lust, uns hier auch mal selbst zu berichten, wie man mit einem Stoma lebt etc. Sicher wäre das sehr interessant für viele, die das noch vor sich haben oder die nicht so gut damit zurechtkommen.

Viele Grüße

Bono
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Beitragvon LunaLo am Mo Okt 04, 2010 8:41 am

Titel: Re: Rehabilitation nach Darmkrebs

Hallo Bono,

meine Mutter ist nicht so firm in Sachen Internet. Ich habe sie gefragt und sie sagt, sie will mal etwas schreiben zum Thema Stoma und Ihren Erfahrungen damit. - Sobald es etwas gibt, werde ich es in ihrem Namen einstellen. Ich glaube, das ist eine gute Lösung.

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