Hallo Manfred,
hier mein unmaßgeblicher Kommentar:
Bei meiner Entlassung aus der UKE hat mir
der Stationsarzt versichert ich werde wohl mein Lebenlang Ruhe in Sachen Protatakrebs haben.
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Wunschdenken; wäre schön, aber die Wirklichkeit hat uns gelehrt, dass das nur bei weniger als 30 Prozent der Fall ist.
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OP 04.11.08 Entlassung 09.11.08
Diagnose: Prostatkarzinom (C61)
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C61 ist eine Abrechnungsziffer, sagt nichts über die Krankheit; Verdammt kurze Verweildauer. War das eine laparosk. OP?
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Therapie: Radikale Lymphadenektomie und Rad. retrop. Prostataektomie (nerverhalt. links) (ICPM 5-604.12 bds)
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1. Nerverhaltend heißt im allgemeinen ein um ca. 20 Prozent erhöhtes Rezidivrisiko
2. ICPM 5-604.12 bds ist eine internationale Klassifikationsbezeichnung der Therapie
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Histologie: E28787/08:Tumorbefall beider Prostatalappen in 3 von 6 Entnahme-
orten. Gleason 4+3=7 (Gleason 4 am Apex=70%, Mitte rechts=95%),pT2c,pNO,RO.
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Du weißt selbst, dass ein Gleason 4+3 kritisch zu sehen ist. Helpap spricht von 7b und zählt diesen Gleasonscore nicht mehr zu den medianen sondern zu den high-grade Karzinomen. Da muß man auch den 95prozentigen Tumoranteil in der Mitte-Rechts in Betracht ziehen. Scheinbar war das kein kleiner Tumor. Allein hier kann ich die Aussage aus dem UKE nicht verstehen. Gut, dass kein LK-Befall. Und R0 ist eine vorteilhafte Aussage, die leider aber nichts darüber sagt, ob nicht schon Mikrometastasen irgendwo im Körper an einen warmen lauschigen Plätzchen auf den Weckruf (eines Tages) warten. Ich hoffe es nicht, ich weiß es auch nicht. Ich sehe nur bei vielen Betroffenen in vergleichbarer Situation war der weitere Verlauf nicht sehr günstig, weil das Rezidiv relativ bald nach 1,5 oder zwei Jahren auftrat. Aber wenn es der Arzt in Hamburg sagt, will ich schweigen. Ich bin ja nur Patient.
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Tumorwachstum perineural.
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Perineurales Pca-Wachstum ist mit einer weniger günstigen Prognose verbunden, insbesondere hinsichtlich des Rezidiv-Vorkommens.Es handelt sich dabei um ein zumeist örtlich begrenztes Eindringen eines Tumors in das Bindegewebe um einen Nerven herum. Die sogenannte perineurale Infiltration stellt eine für das ProstataCarzinom ortstypische Ausbreitung im Bindegewebe dar; der Nerv bleibt intakt. Bei größeren Tumoren ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Perineuralscheide auch befallen. Das hat einen anatomischen Grund: Die Nerven liegen innerhalb der Prostata und bilden die sogenannte Leitstruktur der Prostatakapsel. Weil entlang der Perineuralscheidenstränge der geringste Widerstand auftritt, erfolgt eine extrakapsuläre Infiltration/Kapselüberschreitung entlang der PNS. Eine Untersuchung an 438 Patienten bestätigt das. 238 ohne PNS-Befall, 200 (=45%) mit PNS-Befall.
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Kein Anhalt für extra-prostatisches Tumorwachstum. Tumorlänge 17,3 mm.
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Das wäre ja erfreulich!!!
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Herzlichst pepsi