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Erfahrungen Neurodermitis

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Beitragvon Pippi-Lotta am Mi Sep 13, 2006 11:01 am

Titel: Erfahrungen Neurodermitis

Hallo alle Neuro-Geplagten!

Ich dachte mir ein kurzer positiver Bericht ist bestimmt ein guter Einstieg für ein neues Forum! Also:
Ich habe Allergien seit ich auf der Welt bin, so ziemlich gegen alle Gräser, Pollen u.v.m. Als Kind hatte ich schlimme Ausschläge bzw. Neurodermitis, das hat nie jemand so bezeichnet, aber meine Ma hat mich nächtelang mit Kortison eingerieben. Mit fünf Jahren wurde dann eine Hyposensibilisierung gemacht. Leider wirkte sie nicht so erfolgreich wie bei vielen anderen: Die Ausschläge wurden etwas besser, dafür schlugen die Allergien auf die Atemwege. In der Pubertät wandelte sich das ganze dann wieder in Ausschläge und endete mit 19 in einer heftigen Neurodermitis. Da ich schon viel ausprobiert hatte, habe ich es zuerst einfach ignoriert. Leider gin es davon auch nicht weg, also habe ich meine Nahrung umgestellt, kein Alkohol, keine Konsevierungs-, Geschmacksstoffe usw. Dazu habe ich Vitamin B Komplex als Kapseln eingenommen, neutrale Hautpflege benutzt und täglich Molke getrunken. Zusätzlich habe ich eine Psychotherapie gemacht, dafür gab es andere Gründe, aber es tat gut. Ich wurde entspannter und die Symptome wurden besser. Heute habe ich keine Neuro mehr, seit 2 Jahren bin ich beschwerdefrei. Ich glaube die Ursachen liegen im Darm und werden -klar- auch von anderen Dingen wie Stress und so beeinflusst. Aber die Ernährung ist das A und O. Ich habe immer noch Pollenallergien und niese und schnuddle seit Wochen, aber wer Neuro hatte, weiß, damit kann man leben!

Liebe Grüße an alle, ich hoffe, ich konnte euch Hoffnung geben!

Pippi-Lotta
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Beitragvon Björn25 am Di Mai 29, 2007 11:14 am

Hallo Pippi-Lotta,

freut mich echt mal zu hören, dass jemand die Neuro klein gekriegt hat. Ich kann Deine Erfahrung nur bestätigen.

Weiter so.

Björn
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Beitragvon hotzenplotz am Mi Jun 20, 2007 2:44 pm

Tag zusammen,
meine Schwester hatte als kleines Kind auch ganz schlimme Neuro an den üblichen Stellen. Es war eine wahre Qual, dem kleinen Würmchen nicht helfen zu können. An ihr wurde dann auch ziemlich viel ausprobiert. Was ihr dann tatsächlich geholfen hat, war schlicht der Umstand, dass sie in die Pubertät kam. Keine wirkliche Ahnung, warum das dann besser wurde bzw. heute fast ganz weg ist. Nur bei heißen Wetterlagen hat sie noch Probleme, dann muss sie noch cremen.

Wollte auch damit nur sagen, dass sich die Neuro tatsächlich auch von heute auf morgen verbessern kann bzw. fast ganz verschwindet. Soviel also als kleine Aufmunterung für Betroffene!!

Servus,
Hotzi
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Beitragvon Engelfee am Fr Jul 06, 2007 3:21 pm

Titel: Erfahrungsbericht mit Neurodermitis

Hallo liebe Leidensgenossen! :wink:

Wie so viele von euch, habe ich auch bereits seit meiner Kindheit mit der Neurodermitis zu kämpfen gehabt, was sich zum Glück im Laufe der Jahre verbessert hat.
Nun dachte ich mir, könnte ich vielleicht auch mal einen Beitrag leisten, und euch berichten, was mir meiner Erfahrung nach geholfen hat, mittlerweile ganz gut mit meiner empfindlichen Haut zu leben.

Dazu möchte ich gerne etwas weiter ausholen, und erstmal berichten, wie alles bei mir begann:
Ich hatte wohl schon als Baby den berühmten Milchschorf, und auch als kleines Kind eine empfindliche Haut, doch erst mit ca. 9 Jahren, brach die Neurodermitis so richtig bei mir aus. Erstmal bekam ich starken Ausschlag an den Händen und in den Armbeugen, wo ich aber noch gar nicht wußte, was es genau ist. Daraufhin folgten logischerweise viele Arztbesuche, um erstmal herauszufinden, was mit der Haut nicht stimmt, und natülich um Hilfe zu bekommen.
Das Schlimmste war auch für mich, wie für viele andere, der quälende Juckreiz, der mich besonders des Nachts heimsuchte, und mich unruhig schlafen ließ. :cry:
Aber auch die eigene Unwissenheit, was mit dem Körper nicht stimmt, und warum die Haut mit so einem Ausschlag reagiert, war fast unerträglich.
Auch unangenehm war natürlich die Scham und die eigene Machtlosigkeit, sowie Niedergeschlagenheit, die man am liebsten vor der Welt verbergen wollte, weshalb ich mich auch gerne so oft es ging in meinem Zimmer verkroch, und mit meinen Schüben eine nette Entschuldigung hatte, mich vor unangenehmen oder stressigen Situationen zu verstecken.

Was die Jahre darauf folgte waren immer wieder verschiedene Therapieversuche, wobei ich wohl auch alles ausprobiert habe, was schulmedizinisch möglich war:
als erstes natürlich die berühmten Kortisonsalben, Bäder, Bestrahlungen, Cremes und Lotionen, Tinkturen, 4 Kuren, Totes Meersalz, Allergietests, Umschläge mit schwarzem Tee, Zinkpasten, Entspannungstechniken.
Einige Dinge haben auch gut geholfen, doch bei vielen Methoden ist ja bekannt, dass sie nur vorübergehend Linderung verschaffen.
So merkte ich relativ schnell, dass mir die Schulmedizin auf Dauer alleine nicht weiterhelfen kann, und so begann ich, mich nach alternativen Möglichkeiten umzusehen.
Als Teenager fing ich noch zusätzlich an, mich intensiv mit Ernährung zu beschäftigen, und nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch aus ethisch/moralischen Überlegungen wurde ich zur Vegetarierin. Im Nachhinein denke ich, dass durch den Fleischverzicht schon auch meine Neurodermitis-Schübe abgeschwächt wurden, und der Juckreiz sich verminderte - ein schöner Nebeneffekt!

Im alternativen Sektor versuchte ich zunächst auch Verschiedenes aus, was wohl zu unserem Schicksal gehört: viel zu experementieren, und individuell herauszufinden, was uns gut tut, und was nicht. Natürlich will ich nicht alles aus der Schulmedizin schlechtreden, denn viele Ratschläge sind schon wertvoll. So lasse ich auch bestimmte Nahrungsmittel weg, weil ich weiß, dass ich sie nicht vertrage, und verzichte lieber auf den kurzen Genuß, mit unangenehmen Folgen, und habe gelernt, die wenigen Nahrungsmittel zu genießen und miteinander zu kombinieren, die mir gut bekommen.

Meine alternativen Experimente umfassten: Homöopathie, Kinesologie, Bioresonanztherapie, symbolische Familienaufstellung, Naturheilverfahren, Bachblüten und Psychotherapie.

Und hier komme ich nun zu einem mir wichtigen Punkt, der hier im Forum, und auch sonst kaum irgendwo im Zusammenhang mit Neurodermitis benannt wird: nämlich der eigenen Psyche, der Seele, die sich doch wie man so schön sagt, auf der Haut spiegelt.
Die Haut ist ja das größte Organ unseres Körpers, und die äußere Grenze zur Außenwelt, also unsere Kontaktstelle. Sie stellt also die Kommunikation zwischen unserem Ich und dem Du her. Und da unsere Haut gestört, also irritiert ist, stimmt auf seelisch, emotionaler Ebene etwas mit unserer Kontaktfähigkeit nicht. :!:

Aus eigener Erfahrung kann ich nur betonen, wie wichtig auch die Arbeit an sich selber ist, und dass besonders mich die Hautkrankheit sehr dazu animiert hat, mich intensiv mit mir selbst auseinanderzusetzen (gezwungenermaßen).
Im Nachhinein, wenn ich an meine Jugend zurückdenke, die noch nicht allzu lange zurückliegt, fällt mir doch auf, dass ich mich ziemlich oft selbst isoliert habe, oft indirekt durch die Krankheit.
Und oft waren diese Ausbrüche des Juckreizes, die offenen Wunden und diese Zurschaustellung der Entstellung der Haut vielleicht auch ein unbewußter Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit, Zuwendung, Nähe und Liebe, die wir alle wohl nicht in dem Maße bekommen haben, wie wir uns sie gewünscht haben.
Damit möchte ich unseren Eltern keine Schuld zuschreiben, denn hierin liegt nämlich auch die Gefahr.
Ich denke, dass wir „Hautgeschädigten“ erst einmal lernen müssen, „richtig“ zu kommunizieren, d.h. wir müssen lernen, unsere inneren Bedürfnisse auch nach außen hin zu kommunizieren, ohne aber gleich eine Befriedigung zu erwarten, oder diese zu erzwingen.
Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass es uns Neurodermitikern schwer fällt, unsere eigenen Gefühle wahrzunehmen, weil wir oftmals sehr sensibel sind (was ja auch für die empfindliche Haut spricht), aber umso genauer können wir unsere Außenwelt wahrnehmen und reagieren sehr stark auf diese, die uns unbewußt auch stark beeinflußt.
Kommt es nun zu sehr vielen Reizen, die auf uns einströmen, beruflich wie privat, und sind wir nur noch damit beschäftigt auf unsere Umwelt zu reagieren, ohne an uns selbst zu denken, kommt es leicht zu einer Reizüberflutung, die uns stresst, und die wir irgendwann nicht mehr kompensieren können.
Das sind dann häufig Momente, in der die Haut dann sehr stark reagiert, weil wir uns zu wenig Ruhe gönnen, Dinge, die geschehen, nicht ausreichend verarbeiten, uns selbst verleugnen, und unsere Gefühle unterdrücken, zum Wohle der anderen, oder aber einer übergeordnen Aufgabe, die wir erfüllen wollen.

Mittlerweile bin ich 25 Jahre alt, und kann heute mit Glück sagen, dass ich meine Neurodermitis mehr oder weniger ganz gut im Griff habe. Zwar habe ich die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, und würde mich auch nicht wirklich als geheilt bezeichnen, doch bin ich zumindest froh, dass der quälende Juckreiz schon seit Jahren nicht mehr aufgetaucht ist, und auch der Ausschlag ist immer schwächer und weniger geworden. Jeder Neurodermitiker, der sich schon mal blutig gekratzt hat, so wie ich auch oft, würde sich wohl genauso freuen, wenn seine Beschwerden endlich abklingen. Aber auch ich muß natürlich noch viel lernen, und versuche jeden Tag aufs Neue, ein gesundes und glückliches Leben zu führen, was mir mal mehr, mal weniger gelingt.


Aus meinen vielen Erfahrungen kann ich nur noch mal abschließend zusammenfassen, was mir am besten geholfen hat: :idea:

- eine bewußte Ernährung, die Lebensmittel vermeidet, die einem nicht gut tun. Das beeinhaltet aber nicht nur die klassischen „Citrusfrüchte“ und andere allergische Produkte, sondern speziell die individuellen unverträglichen Nahrungsmittel, die man am besten nur selber ausprobieren kann, ob man darauf reagiert oder nicht. Ich verzichte z.B. auch auf Lebensmittel, die ich nicht gut verdauen kann, weil ich dann Magenprobleme bekomme, wie z.B. Kohl, Zwiebeln, bestimmte Rohkost, Bohnen usw.

- dann das Tragen von verträglichen Stoffen, wie überwiegend Baumwolle, und kratzfreie Textilien. Keine Kunststofffasern, Polyester usw.

- das Verwenden von Hautpflegeprodukten, die speziell für empfindliche Haut geeignet sind. Dabei müssen es noch nicht einmal teure Kosmetikprodukte sein - gute Salben und Cremes gibt es mittlerweile auch schon in günstigen Drogeriemärkten.
Dabei sollte man wirklich auch wieder auf die individuell beste Verträglichkeit achten, und auf gewisse Zusatzstoffe verzichten, wie z.B. Paraffin (ist oft zu fettig, und kleistert die Haut zu, lässt sie nicht atmen), Parfüm in manchen Fällen, Alkohol (brennt unangenehm).


- dann ist es schon auch besser so gut es geht, die Allergene, auf die man reagiert, zu vermeiden.
Z.B. auch auf Haustiere zu verzichten, wenn man weiß, dass man gegen Tierhaare allergisch ist.
Ich hatte selbst auch jahrelang immer irgendwelche Haustiere, die ich sehr liebte, zuletzt ein süßes Zwergkaninchen. Doch muß ich zugeben, dass es mir gesundheitlich doch besser geht, seit ich keine Haustiere mehr habe - so traurig das auch manchmal ist, dass man niemanden mehr zum Knuddeln hat. (Nehmt lieber ein Kuscheltier - das macht auch nicht so viel Dreck :wink: )


- ganz wichtig finde ich aber auch die Auseinandersetzung mit sich selber, denn schließlich ist es unser Körper der krank ist, und unsere eigene Haut, die sich unwohl fühlt.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass es sich lohnt, mal tief in die eigene Seele zu blicken, um herauszufinden, was sie so traurig oder wütend macht.
Die Haut als Spiegelbild der Seele will uns doch nur einen Hinweis geben, was mit uns nicht in Ordnung ist. Etwas in uns ist in ein Ungleichgewicht gekommen, was wir wieder in Harmonie bringen müssen, damit es uns wieder besser geht. Und das ist die Kunst.
Wichtig ist auch sich liebevoll anzunehmen, positiv zu denken, und sich gut um sich selbst zu kümmern.


An dieser Stelle würde mich mal von euch interessieren, ob ihr vielleicht auch irgendwelche einschneidende Erlebnisse hattet, als es mit eurer Neurodermits ganz schlimm wurde? :?:

Oft hängen solche Schübe ja auch mit unangenehmen, emotionalen Begebenheiten zusammen, die man vielleicht in diesem Moment, oder sogar bis jetzt noch nicht richtig verarbeitet hat.
Bei mir hing mein erstes bewußtes Erlebnis mit der Krankheit sehr eng auch mit meinem Glauben zusammen, der zu der Zeit auf die Probe gestellt wurde, und mich teilweise richtig ins Zweifeln stürzte, so dass ich gar nicht mehr wußte, was für mich wirklich der Sinn des Lebens ist, und wie das Leben nun funktioniert. Dieses Erlebnis animierte mich dann, viele Jahre später noch nach dem richtigen Glauben für mich zu suchen, und mir eine eigene Weltordnung, eine eigene Philosophie zu gestalten, in der ich gut leben konnte.

- wichtig ist weiterhin, da es primär um den Körper geht, sich mal wieder intensiv zu spüren, was man ja indirekt durch das Kratzen auf eine äußerst unangenehme Weise tut. Eine positive Umsetzung wäre z.B. mit bewußten Körperwahrnehmungen zu arbeiten, also Entspannungsmethoden, wie z.B. die Muskelentspannung nach Jacobsen, Yoga usw., aber auch Sport, der einem Spaß macht, und den eigenen Körper wieder intensiver spüren läßt.
Doch nicht nur körperlich sollten wir uns wieder mehr spüren lernen, sondern auch emotional. Also uns vielleicht mal öfter fragen, wie es uns so geht, in einer bestimmten Situation.


Fühlen wir uns wohl, oder ist uns etwas unangenehm? Und dann, wie können wir uns besser fühlen? :?:

- ausreichend Ruhe, Entspannung, und bewußte Erholung ist ebenfalls wichtig, um wieder neue Kräfte zu sammeln. Ich selber gönne mir auch oft zuwenig davon, und deshalb weiß ich, wie schwer es wohl den meisten fällt, mal abzuschalten.
Am besten man geht in diesem Fall wohl sehr diszipliniert vor, und legt sich feste Zeiten fest, in denen mal dann eine Pause macht. Vor allem auch geistig sollte man sich öfter mal eine Auszeit gönnen, denn wie heißt die Krankheit so schön Neuro = Nerven dermitis = Haut. Es ist also eine nervöse Hautkrankheit, und so bermerke ich auch am eigenen Leibe oft eine gewisse Unruhe und Rastlosigkeit, die häufig die Nervosität auslöst, die sich dann auf die Haut niederschlägt.


Ich hoffe, ich konnte euch vielleicht einige Anregungen geben, besser mit der Krankheit Neurodermitis umzugehen, denn die Haut wird wohl immer unsere Schwachstelle sein, aber wenn man lernt damit umzugehen, läßt es sich auch beschwerdefrei leben, wie es bei mir seit einiger Zeit glücklicherweise der Fall ist.

Alles Liebe, und gute Gesundheit! :D
Engelfee
 
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Beitragvon Pippi-Lotta am Fr Jul 20, 2007 1:52 pm

:lol:
Hallo Engelfee,

danke für deinen ausführlichen Bericht. Vieles was du schreibst, kenne ich auch aus eigener Erfahrung und kann es nachvollziehen. Bei mir war die Neuro auch in einer Lebensphase ganz schlimm, als ich phsychische Probleme hatte und auch eine Therapie gemacht habe. Allerdings finde ich, dass es oft viel zu stark darauf gemünzt wird, denn viele psychische Probleme kommen auch durch die Neuro. Wenn dich Leute in der Bahn ansprechen - wie es mir früher mehrfach passiert ist - und dich fragen, was du da ansteckendes hast oder sich sogar wegsetzen, dann ist das bestimmt nicht gut für die Seele. Aber bei mir war die Neuro tatsächlich fast zwei Jahre weg und ist seit Dezember wieder da. ich glaube an einen starken Zusammenhang mit den Allergenen, bei mir Pollen, denn die flogen aufgrund des milden Winters seit Dezember.

Ich mache seit Kindheit autogenes Training, Yoga seit sieben Jahren und versuche viel, mir selber Zeit für mich zu nehmen. Da hast du auf jeden Fall Recht, ich bin vom Typ her auch eher der hibbelige. Und Kratzen ist nicht nur Auseinandersetzen mit dem Körper, sondern auf eine Art auch Aufmerksamkeit erregen, sei es von den Eltern, vom Partner oder von wem auch immer. Ich glaube insgesamt, dass da ganz e Menge Komponenten zusammenkommen und sich auswirken, aber die Allergien spielen doch eine wichtige Rolle.

Auf Ernährung achte ich übrigens stark, versuche nur reizarme Dinge zu essen, wenig Alkohol usw. Und mit der Pflege sehe ich es auch wie du: Es gibt gute Produkte ohne Zusatzstoffe inzwischen für kleines Geld. Das war früher anders.

Würde mich freuen, von dir zu hören.

Schöne Grüße

Pippi-Lotta :lol:
Pippi-Lotta
 
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Beitragvon Fränzchen am Fr Sep 14, 2007 12:58 pm

Angefangen hat es vor paar Jahren mit einem Pickel am großen Zeh. Ich dachte im Schuh durch Schweiß aufgescheuert, heilte auch, kam aber in großen Abständen wieder.
Dieses Jahr im Mai fing das wieder an. Ging zum Hausarzt bekam Salbe die nicht half. 4 Wochen später bekam ich kleine Pickelchen an den Fingern, ging dann zum Hausarzt der Neurodermitis feststellte. Bekam dann Taunolactlotion und Soderm und sollte in ca. 6 Wochen wiederkommen. Solange dauerte es gar nicht. Nachts wachte ich auf, es war als hätte ich glühende Kohlen in der Hand und sah das beide Handflächen voller Wasserblasen waren, es war nicht auszuhalten. Ich konnte mich in dem Moment auch nicht beherrschen und kratzte mir die Haut blutig. Fuhr am nächsten Tag zum Hautarzt bekam Kortisontabletten, durch diese heilte es auch wieder schnell bis zum nächsten Mal. An den Füßen hat sich das an allen Zehen ausgebreitet, es heilt auch schlechter, ich bekam Fuchsin (=rote Tinktur). Der allgemeine Allergietest ergab das ich gegen Birke und Hausstaubmilben allergisch reagiere. Ein 3tägiger Test wird erst im Oktober gemacht, keine Ahnung was da alles geprüft wird. Vom Hautarzt wurde mir empfohlen so wenig wie möglich mit Wasser in Berührung zu kommen, was natürlich schwierig ist, nicht baden, keine Kartoffeln schälen etc. Ich dachte Neurodermitis bekommt man im Kindesalter, habe mich wohl geirrt, denn ich bin 41 Jahre alt und hatte nie Probleme mit der Haut.
Manche Tage könnte ich nur heilen, wenn ich meine Hände sehe oder nachts nicht zur Ruhe komme, weil man sich alles aufkratzen möchte. Das Neurodermitis stressbedingt sein kann ist mir klar. Ich arbeite als Verkäuferin und schäme mich von der Kundschaft das Geld anzunehmen.
Sollte man es vielleicht mal mit Eigenurin probieren?
Ich brauche unbedingt einen Ratschlag, damit ich die Krankheit so einigermaßen in den Griff bekomme!
Fränzchen
 
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Beitragvon annika87 am Fr Sep 21, 2007 5:09 pm

hey du!
Schön, dass du deine Neuro in den Griff gekriegt hast! ich habs auch schon seit mehreren Jahren, vor allem an den Händen ist es zur Zeit ziemlich schlimm und hab auch schon einiges ausprobiert. jetzt hab ich grad mit Symbioflor angefangen, was dir ja vielleicht auch ein Begriff ist ?! Außerdem achte ich jetzt auch mehr auf meine Ernährung, was mir aber nicht immer so gelingt....
Eigentlich wollte ich dich fragen, wie lange du das mit der Ernährungsumstellung durchgehalten hast, bevor du eine Besserung festgestellt hast bzw. ob du immer noch genauso darauf achtest, obwohl du jetzt keine Beschwerden mehr hast? kannst du mir vielleicht noch irgendwelche Tipps geben, auf was du alles verzichtet hast?
Danke schon mal im Voraus, Annika
annika87
 
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Beitragvon Sanny am Di Nov 13, 2007 6:00 pm

Ich finde es sehr interessant, dass du durch eine Ernährungsumstellung solche Erfolge erzielen konntest! Das würde ich auch gerne ausprobieren, da ich schon seit Jahren mit Neurodermitis zu kämpfen habe und auch schon so endlos viele Cremes ausprobiert habe. Und Kortison unterdrückt das ganze ja immer nur.
Könntest du mir mal schreiben, wie dein Ernährungsplan so ungefähr aussah..was du gemieden hast und was du überhaupt noch essen konntest?
Das würde mir sehr helfen, denn ich denke auch, dass viele Ursachen in der Ernährung und dem Darm liegen.
Ich würde mich sehr über eine Antwort von dir freuen!
Bis dahin! Sanny
Sanny
 
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Beitragvon Regine Oberhuber am Mo Jan 07, 2008 8:04 pm

Titel: Hilfe am toten Meer

Ich hoffe, Ihr verzeiht, dass ich mich als Psoriatikerin hier einmische- aber Eure Diskussion ist sehr anregend! Ich hatte auch ein Schlüsselerlebnis, von dem ich Euch gerne erzählen möchte, da es für Neurodermitispatienten genauso wirksam sein soll: Ich bin von einer Kur am toten Meer in Israel erscheinungsfrei wiedergekehrt und seitdem körperlich wie seelisch wie neugeboren! Fragt mal Euren Arzt!
Regine Oberhuber
 
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Beitragvon Abyssaria am Do Feb 21, 2008 3:59 pm

alóa
also ich hatte seit meiner geburt neurodermitis und zwar extremst ausgeprägt. als kleinkind wär ich 2 mal fast daran gestorben und egal was man mit mir angestellt hat:Nix hat geholfe, zumindest nicht auf dauer. lange zeit konnte ich kaum etwas anderes essen als kartoffeln, da ich auf alles andere mit einem extremen neuroschub reagiert hab.
ich war 3 mal in bad salzschlirf zur kur...brachte nichts.
dann war ich mit 5 jahren für 6 wochen am toten meer in israel,und auch davon hatte ich nix außer neue quälereien wegen der hitze. in das wasser durfte ich nicht, da ich die schmerzen an den offenen stellen nicht ausgehalten hätte.
hab natürlich über jahre diäten gemacht,bis endlich mal ein arzt meiner mutter sagte sie soll mir ruhig alles zu essen geben was ich möchte, eben nur in ganz kleinen portionen. da war es dann für mich das größte wenn ich einmal in der woche eine weintraube essen durfte:)
dann hab ich noch vor ein paar jahren eine schlangengifttherapie gemacht von der ich mir viel versprochen hatte,aber auch das hat nix gebracht.genauso wie eine "tolle neue lichtherapie" von der ich im fernsehen etwas gesehen hatte. ich hab es dann irgendwann aufgegeben und mich mit der juckerei abgefunden. mal war es etwas besser,mal etwas schlecht,kam immer auf meine derzeitige verfassung und das wetter an. ich glaub so mit 12 bin ich an einen arzt geraten der mir eine echt tolle salbe zusammengemischt hat,ein cortisonersatz. die hat mir immer über nacht geholfen wenn ich es ganz akut hatte. meine mutter und ich nannten die salbe immer "zaubersalbe" ;)
ansonsten ging es mir immer nur in südtirol gut. so nach 2 woche hatte ich dann da auch nichts mehr und oft hielt das auch zuhause noch einige zeit an. mir tat das trocken warme hochalpine klima sehr gut.
wenn ich zurückblicke waren die zeiten wenn ich extreme schübe hatte eine echte qual,vor allem auch für meine eltern. wenn ich keine einzige nacht durchgeschlafen hab...dann hat die eine hälfte der nacht meine mama gestreichelt und die andere hälfte war dann mein papa dran.
ich bin jetzt 21 und man sagt ja alle 7 jahre verändert sich die haut. ich weiß nicht ob es daran liegt oder , was ich eher vermute, an dem umzug in eine andere wohnung, seit genau einem jahr habe ich NICHTS mehr. es juckt nicht,meine haut ist völlig erholt, natürlich sieht man narben aber ansonsten ist es als hätte ich nie neuro gehabt. und trotz stress (und den hatte ich wirklich letztes jahr) hat sich nix mehr gezeigt. nun hoffe ich natürlich dass das so bleibt und dass ich wirklich "geheilt" bin.
ich hab echt nicht mehr damit gerechnet dass es jemals besser wird oder sogar ganz weggeht aber ich sag euch: gebt die hoffnung nicht auf:)
Abyssaria
 
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Beitragvon helene am Sa Mär 22, 2008 9:59 am

Hallo ND`s.

Vielleicht kann ich euch ein bisschen helfen. Bei der täglichen Arbeit als Hebamme bin ich auf eine tolle Sache gestossen, die nicht mal teuer ist. Für eine Wanne voll braucht man gerade mal 5ml Öl. Es gibt da einen Duschkopf, mit dem man Wasser und Öl mischen kann, ohne dass ein Emulgatoren dazugemischt werden muss . Geht nicht sagt ihr. Geht doch. Meine Babys baden ja darin. Es ist nicht rutschig und du hast keinen schmierigen Rand an der Wanne. Wer keine Wanne hat, kann es auch als Duschbad verwenden. Meine Freundin macht seither ein Salz-Öl-Bad und ist wie ich begeistert. Ob es bei allen Formen von ND hilft weiss ich nicht. Aber Linderung ist immer drin. Angucken kostet nichts. www.seccu.eu.
Ich wünsche euch alles Gute, vielleicht erleichtert es euer Leben!!!!!!!!

Helene :D
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