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Wie kann man Alzheimerpatienten von Ausflügen abhalten?

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Ich bitte wirklich um Rat oder Tipps, da unsere Familie nervlich schon sehr am Ende ist.

Mein Opa (85J) ist Demenzkrank und wohnt seit ca. einem Jahr mit meiner Oma (84J) in einer Wohnung in der Nähe meiner Mutter. Davor haben die beiden im Winter in einer anderen Wohnung (das Haus wurde vor einem Jahr abgerissen) in der Stadt gewohnt und im Sommer in ihrem Haus am Land. Aufgrund des immer erhöhteren Pflegebedarfs hat meine Mutter nach dem Abriss des Hauses der alten Wohnung eine Wohnung in ihrer Nähe besorgt.

Laut Aussage der Beiden gefällt ihnen die Wohung sehr gut, einfache Haushaltstätigkeiten schafft meine Oma noch selbst, Essen usw. bekommen sie geliefert und ansonsten sieht meine Mutter nach dem Rechten.

Nun zum Problem: Mein Opa glaubt in letzter Zeit immer öfter, dass er Tätigkeiten in seinem Sommerhaus vergessen hat zu erledigen. Meistens geht es um Brennholz für Warmwasser ect.. Das Haus ist zur zeit unbewohnt. Vor ca einem Monat hat er sich im Baumarkt eine Kettensäge besorgt um das Holz um schneiden zu können und fuhr dann mit dem Zug 1 1/2h in die nächstgelegene Stadt des Hauses. Da er scheinbar mit dem Bus sehr überfordert dürfte er 7km lang durch den Wald gewandert sein. Wir haben ihn einen ganzen Tag lang gesucht. Zum Glück konnte ihn meine Tante die in der Nähe des Sommerhauses wohnt noch davon abhalten mit der Kettensäge Bäume umzuschneiden. Meine Mutter hat ihn dann mit dem Auto aus dem Haus wieder abgeholt. Danach gab es einige kleiner Zwischenfälle.

Vorgestern hat er wieder eine derartige Tour unternommen. Meine Oma wollte ihn, nach eigenen Aussagen noch davon abhalten, jedoch war es so stur und garstig, dass sie es nicht geschafft hat. Nach 9 Stunden haben wir ihn dann endlich in dem Sommerhaus telefonisch erreicht. Da das Auto meiner Mutter zu Zeit in der Werkstatt und meine Tante auf Urlaub war, wussten wir uns nicht zu helfen. Am nächsten Tag ist er dann bei meiner Mutter vor der Tür gestanden. Zum Glück war meine Schwester dort. Er hat vom Bahnhof den Weg in die neue Wohnung nicht mehr gefunden. Irgendwie ist er dann in ein Taxi gestiegen und wusste zum Glück noch die Adresse meiner Mutter.

Man muss dazusagen, dass mein Opa wahnsinnig stur und meist auch sehr ausfällig auf Mitmenschen reagiert, insbesondere wenn man ihm Hilfe anbieten will.

Da sich ähnliche Expeditionen immer mehr häufen, würde ich mich sehr freuen, wenn unserer Familie jemand helfen könnte, der ähnliches schon erlebt hat. Meine Oma ist auch schon ziemlich krank und schwer überfordert und ins Heim will ihn noch keiner von uns geben.

Vielen Dank

Nina
Schnecklein
 
Beiträge: 1
Registriert: Mo Okt 08, 2007 8:20 pm
Wohnort: Wien

Beitragvon Loiserl am Mi Okt 24, 2007 2:33 pm

Hallo Nina,

klingt ja wirklich krass und nervlich ganz schön belastend. Ganz davon abgesehen, dass diese Ausflüge, vor allem im Winter lebensgefährlich sind.

Selbst kann ich Dir keinen Rat geben aber die Alzheimer Gesellschaft bietet glaube ich Beratung an. Wende Dich doch mal an die, die können Dir sicher Tipps giben.

Alles Gute

Alois
Loiserl
 
Beiträge: 3
Registriert: Di Aug 07, 2007 9:44 am

Beitragvon Loiserl am Fr Nov 09, 2007 10:57 am

Und Schnecklein............hast Du Dir Beratung geholt?
Loiserl
 
Beiträge: 3
Registriert: Di Aug 07, 2007 9:44 am

Beitragvon Max am Do Dez 13, 2007 1:48 pm

Das mit den Ausflügen kommt mir bekannt vor,
die allein lebende Oma meiner Freundin, ebenfalls an Alzheimer erkrankt,
ist seit dem Tod ihres Gatten auch immer wieder mit dem zug
durch die Region gefahren, da sie alte Bekannte besuchen wollte, die
aber entweder nicht existierten, bereits gestorben waren, oder woanders wohnen.
Da diese Touren sowohl tagsüber, als auch spät Abends erfolgten, und somit nicht aufzuhalten waren, konnte die Oma nicht weiutehrin allein leben.
Sowohl Freundin als auch ihre Eltern sind berufstätig,
so dass nichts anderes übrig war, als der Oma das Altersheim nahe zu legen.
Erst fand sie sich unwohl in der ganzen Situation,
aber nach einem Monat fand sie anschluss im heim,
so dass sie jetzt selber sagt, dass sie keine lust mehr auf diese ausflüge hat.
Außerdem ist ihre Medikamentation (sie kriegt glaub ich Reminyl) geregelt,
ein Heim ist nicht gleichbedeutend mit "abschieben" und kann, wie in diesem Falle,durchaus Vorteile bringen.
Max
 
Beiträge: 2
Registriert: Mi Dez 12, 2007 3:54 pm

Howdy Nina,
sieht wirklich belästigen sowie Angst Gefühle sehr anspruchsvoll. Ganz abgesehen von der unbestreitbaren Tatsache, dass die meisten dieser Reisen, vor allem im Inneren Winter neigen riskant.
Auch ich bin in der Lage, die du nicht Führung auch geben, damit die Alzheimer Gesellschaft Moderne präsentiert Ich glaube wirklich, in der Beratung. Drehen in der Nähe einmal, um Personen, die Sie richtig Angesichts können Punkte.
Viel Erfolg.
Mr LionKing
lionking008
 
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Registriert: Do Okt 23, 2014 12:08 pm


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