von Richard Friedel am Mi Jul 07, 2010 7:57 pm
Überlegungen und Erfahrung mit Yoga und Asthma.
Beim Yoga soll die Bhastrika- bzw. Blasebalgübung mit kräftiger Brustatmung heilend wirken. In der westlichen Medizin wird die mehr oder weniger verzweifelte Brustatmung im Asthmaanfall als pathologisch eingestuft, die nichts mit einer Selbstheilung zu tun hat.
Extreme Brustatmung ist aber Teil des Repertoires der natürlichen Atmungsformen.
Die Bhastrikaatmung könnte konsequenterweise zur Weisheit des Leibes gehören, zumal die westliche Medizin fundamental und exklusiv auf Medikamente als Therapie beharrt. Eine Therapie kann aber nicht als EBM, als „Evidence-basiert“ gelt, wenn trotz guter Datenlage in der Arzneimittelforschung einem Grundsatz die Plausibilität fehlt.
Durch Forschung von Gwen Skloot in der Mount Sinai School of Medicine, New York, und andere ist bewiesen, dass ein Asthmatiker nicht so einatmet, dass die Bronchien entspannt werden. Ein gesunder Mensch aber reagiert mit Bronchienverengung, wenn im Provokationstest, er nicht durchatmet.
Dies spricht für die Bhastrikaatmung unter fachmännische Anleitung als Hoffungsträger.
Ich selber bin so verfahren, d.h. habe auf einem Crosstrainer im Fitness-Studio 20 Minuten lang mit Puls 130 und mit Betonung der Brustatmung regelmäßig trainiert. Soweit ich beurteilen kann, ist der Körper dann nicht mehr hilflos Allergenen wie Blütenstaub ausgeliefert. Kräftige Atmung stellt die Kontrolle wieder her. Mit der Zeit wird das Durchatmen normal und erfrischend und führt es nicht zu Kurzatmigkeit. Richard Friedel