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Beitragvon Günni1954 am Mo Feb 22, 2010 7:50 pm

Titel: Möchte mich vorstellen

Habe jetzt nach langer Zeit den Weg in dieses Forum gefunden. Ich bin 55 Jahre alt und habe seit einigen Jahren eine Chronische Bronchitis. Rauche etwa 40 Jahre. Im Juli 2008 habe ich mir im Urlaub eine doppelseitige bakterielle Lungenentzündung eingefangen. Die Behandlung fand durch meinen Hausarzt statt. Diese hat mich viele Monate belastet. Man kann sagen das ich eigentlich nie wieder so richtig auf die Beine gekommen bin. Ich fühlte mich immer schlapp....Husten....röcheln....Auswurf.
Da mein Vater mit 55 an Lungenkrebs gestorben ist, habe ich den Weg zum Lungenfacharzt immer gemieden. Im September 2009 blieb mir jedoch keine andere Wahl da mich mein Hausarzt auf Grund meiner Beschwerden dazu gedrängt hat. Wie vermutet stellte der LUFA COPD fest.... mittel bis schwer....!!!
Habe diese Diagnose bis heute nicht wirklich gut verarbeitet. Mir geht es sehr häufig schlecht.....besonders morgens Früh nach dem aufstehen. Habe dann Luftprobleme und brauche ca. eine halbe Stunde bis es mir wieder besser geht.
Fühle mich häufig den ganzen Tag schlapp. Ab und an habe ich auch ein Engegefühl in der Brust....leichter Druckschmerz. Es gibt aber auch Tage da fühle ich mich richtig gut. Meine Frage an Betroffene : Ist es normal das man solche Schwankungen hat....???
Oder gehe ich vielleicht mit dieser Krankheit falsch um...???

Liebe Grüße

Günni
Günni1954
 
Beiträge: 1
Registriert: Mo Feb 22, 2010 5:33 pm

Beitragvon Evar am Mi Feb 24, 2010 1:45 pm

Titel: Re: Möchte mich vorstellen

Hallo Günni1954, hat Dir dein Lufa denn entsprechende Medikamente verschrieben?
Bei mir ist es auch so, dass ich Tage habe, an denen es mir gut geht und Tage, an denen es weniger gut geht. Das liegt im Moment auch mit am Wetter. Bei nebligen Wetter krieg ich ganz schlecht Luft, oder bei Wind.
Dieses Engegefühl in der Brust kenne ich sehr gut. Ich hatte das Gefühl, meine Lunge ist zubetoniert. Aber ich muss sagen, seit ich nicht mehr rauche, ich habe wie Du 40 Jahre stark geraucht, ist dieses Engegefühl weg. Die richtigen Medikamente tun ihr Übriges.
Also ganz wichtig, sofort aufhören zu rauchen. Das ist wirklich das Einzige, was hilft.
Und natürlich die Medikamente regelmäßig einnehmen.
Dann kannst Du auch mit COPD noch alt werden.


LG
Eva
Evar
 
Beiträge: 87
Registriert: Di Feb 03, 2009 11:16 am

Beitragvon °Jutta am Sa Feb 27, 2010 10:14 am

Titel: Re: Möchte mich vorstellen

Hallo Günni , melde Dich bei uns an und tausche Dich mit vielen Betroffenen aus.
http://www.lungenemphysem-copd.de
Luftige Grüße Jutta
http://www.lungenemphysem-copd.de/pages/oeffentlich/pages/anmeldungen/anmeldungen.php
°Jutta
 
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Beitragvon Marcel81er am Mo Mär 15, 2010 11:51 pm

Titel: Re: Möchte mich vorstellen

Hallo , dieser beitrag könnte etwas länger werden ich bitte im voraus um Entschuldigung.

Ich möchte mich auch gern Vorstellen, mein Name ist Marcel und ich bin 28, ich bin zwar nicht direkt von der COPD betroffen aber ich bin ein Angehöriger ... !

Vor ca. 10 Jahren bekam mein Vater eines morgens schlagartig keine Luft mehr, er machte sich trotz alle dem eine Zigarette an und rief irgendwann die letzte benutzte Nummer in seinem Handy an. Dies war eine Bekannte, ihr teilte er mit das er keine Luft mehr bekommen würde und Hilfe bräuchte. Sie rief den RTW und begab sich selber sofort auf den weg zu meinem Dad.

Im konnte an diesem Tag geholfen werden, und er hörte sofort auf mit Rauchen.
Seit diesem Ereignis änderte sich sein und auch mein Leben. Wir wohnten zusammen und ich konnte es mir nicht verzeihen das ich an diesem Tag nicht da war um ihm zu helfen.
Ich war der letzte der erfuhr was passierte und war der erste an seinem Bett im Krankenhaus, ich habe mir geschworen, und ihm versprochen ab sofort für Ihn da zu sein.

Im Laufe der Jahre gab es einige solcher Fälle wo er entweder von sich aus in die Klinik ist weil er gemerkt hat, es wird nichts mehr ohne Ärztliche Hilfe oder ich den RTW rufen musste.

Diesen Freitag also den 12.3.10 bin ich wie immer Morgens 7 Uhr mit unserem Hund Gassi gegangen, nach ca. 20 Minuten war ich von der Runde zurück, alles schien gut zu sein, nach einem ca. 5 minütigem Gespräch verabschiedete ich mich in mein Zimmer wo ich mich noch einmal auf die Couch legte und kurz darauf wieder einschlief.
Um ca. 8:15 Uhr wurde ich durch das klingeln meines Handys geweckt.
Kurz zur Erklärung, ich bin seit Geburt an Schwerhörig und höre nur auf einem Ohr und dort auch leider nur ca. 80% des normalen Hörwertes.
Als ich also aufgesprungen bin um an mein Handy zu gehen sah ich das mein Dad mich anrief und ich schon ein paar verpasste anrufe hatte. Im halbschlaff begriff mein Körper das etwas nicht stimmt und ich ins Wohnzimmer gehen sollte. Ich ging also und sah das elend. Mein Dad stand japsend vor der offenen Balkon Tür und versuchte vergebens ein bisschen Sauerstoff oder Luft zu bekommen. Mit dem Handy fest im Griff versuchte er mir etwas zu sagen doch er brachte nur ein jammern raus welches ich nie wieder in meinem Leben vergessen werde.

Ich rief den RTW und meldete einen COPD Patienten der mein Vater ist, in Not, Glücklicherweise dauerte es diesmal „nur“ 10 Minuten bis endlich jemand eintraf.

Nach der Erstversorgung nahm mich der Doc zur Seite und meinte das hätte schief gehen können.

Heute nun nach dem mein Dad so einiger maßen wieder auf dem Dampfer ist weiß ich das er ca. 40 min. versucht hat Hilfe zu rufen über mich, und ich habe dies nicht gehört. Dafür schäme ich mich ungemein auch wenn ich eigentlich nicht wirklich etwas dafür kann aber die vorwürfe bleiben.


Gruß Marcel
Marcel81er
 
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