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PSA-Wert nach OP

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Beitragvon Manfred Seitz am Do Feb 26, 2009 1:29 pm

Titel: PSA-Wert nach OP

Hallo,
meine OP liegt über 3 Monate zurück. Die erste PSA Untersuchung durch meinen Urologen hat den Wert 0,04 angezeigt. Mein Urologe sagte mir es
müßte 0,00 sein, da ja die Prostata völlig entfernt wurde und das Karzinom
noch in der Kapsel eingeschloßen war.
Als Kontroll-Untersuchnung ließ ich von meinen Hausarzt (Labor) den PSA-Wert
nochmal untersuchen. Dieses Ergebnis war dann 0,09.
Ich bin dadurch beunruhigt. Wer hat ähnliche Erfahrungen.
Gruß
Manfred Seitz
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Beitragvon Pepsi am Do Feb 26, 2009 10:10 pm

Titel: Re: PSA-Wert nach OP

Hallo Manfred,
deine PSA-Wert, den du mit 0,03 angegeben hast, kannst du vorerst als sehr gut bezeichnen.Es wird nach einem viertel Jahr, wiederum der PSA-test gemacht und siehe da es ist ein Wert von 0,09 .Frage mich eigentlich ob dieser beim gleichen Labor gemacht wurde oder vielleicht meiner Vermutung nach bei einem anderen Labor( die Auswertung ), denn hier sieht man grundsätzlich andere Werte.
Also mache dich nicht gleich verrückt, und lasse erst mal ein paarWochen ins Land ziehen.
Dies ist mein Rat, denn auch meine Werte waren erst besser nach einem 3/4 Jahr
Frage mich, da du ja bei einem Facharzt bist, warum dieser behauptet es muß unbedingt 0,00 sein.
Diese Meinung ist hirnverbrannt.
gruß
Pepsi :D
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Beitragvon Manfred Seitz am Sa Feb 28, 2009 3:14 pm

Titel: Re: PSA-Wert nach OP

Hallo Pepsi,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin jetzt etwas mehr beruhigt. Mein Urologe
wertet die PSA Untersuchungen selbst aus. Mein Hausarzt schickt diese in ein Labor ein. Daher wahrscheinlich der große Unterschied. Ich habe den Eindruck,
daß mit unserer Krankheit sehr viel Angst, auch von Seiten der Ärzte geschürt
wird. Angst machen belebt das Geschäft!!!!!
Mein Urologe sagte mir, die Prostata ist total entfernt - daher sollte der PSA
0,00 anzeigen, es kann ja kein PSA mehr produziert werden.

Gruß
Manfred
Manfred Seitz
 
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Beitragvon Pepsi am Sa Feb 28, 2009 6:45 pm

Titel: Re: PSA-Wert nach OP

Hallo Manfred,
dem ist nicht so, dein PSA-Wert kann wieder ansteigen-dies ist leider nicht auszuschließen. Durch deine OP kann - es muß aber nicht, Rückstände eines Ca. leider weiter im Körper sich befinden, d.h. es ist nicht ausgeschlossen- das vielleicht auch nachträglich eine bestrahlung stattfinden muß- aber dies ist zur Zeit nicht relevant. Freue dich des Lebens, und warte einmal ab. Hoffe für dich dass keine weiteren Schwierigkeiten auftauchen- also denk " positiv ". d.h. nehme deine Krankheit an und reagiere mit deinem Arzt deines Vertrauens.
Dies ist für alle Mitbetroffenen zu beachten- deine Familie ist jetzt wichtig und diese sind für dich auch da- versetze dich mal in Ihre Lage- den geliebten Menschen Mann , Vater, vielleicht großvater krank und unglücklich zu erleben.
Mache es wie ich, ich akzeptiere meine Krankheit und freue mich gerade jetzt endlich wieder nach 5 Monaten Winter endlich aus dem trüben Alltag ein paar Sonnenstrahlen und vielleicht auch Flora und Fauna neu zu erleben.
Wünsche dir das gleiche und glaube es lohnt sich neuen Lebensmut zu schöpfen
Herzlichst
Pepsi :lol:
Bin selbstbetroffener Prostata-Ca Patient ( rezidiv )
Kein Urologe aber das was ich über die Krankheit weiß, gebe ich gerne weiter.
Pepsi
 
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Beitragvon Manfred Seitz am So Mär 08, 2009 10:39 am

Titel: Re: PSA-Wert nach OP

Hallo Pepsi,
Deine Antworten haben mich wie schon mitgeteilt beruhigt. Ich habe inzwischen auch im Forum BPS nachgelesen und bin trotzdem etwas verunsichert. Da Du glaube ich, sehr kompetent mit dem Thema bist möchte ich Dir meine Histologie mitteielen. Bei meiner Entlassung aus der UKE hat mir
der Stationsarzt versichert ich werde wohl mein Lebenlang Ruhe in Sachen Protatakrebs haben. OP 04.11.08 Entlassung 09.11.08
Diagnose: Prostatkarzinom (C61)
Therapie: Radikale Lymphadenektomie und Rad. retrop. Prostataektomie (nerverhalt. links) (ICPM 5-604.12 bds)
Histologie: E28787/08:Tumorbefall beider Prostatalappen in 3 von 6 Entnahme-
orten. Gleason 4+3=7 (Gleason 4 am Apex=70%, Mitte rechts=95%),pT2c,pNO,RO. Tumorwachstum perineural. Kein Anhalt für extra-
prostatisches Tumorwachstum. Tumorlänge 17,3 mm. Meine PSA-Werte sind Dir ja bekannt. Gruß Manfred
Manfred Seitz
 
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Beitragvon Pepsi am Mi Mär 11, 2009 1:34 pm

Titel: Re: PSA-Wert nach OP

Hallo Manfred,
hier mein unmaßgeblicher Kommentar:

Bei meiner Entlassung aus der UKE hat mir
der Stationsarzt versichert ich werde wohl mein Lebenlang Ruhe in Sachen Protatakrebs haben.
+++++++++++++++++++++++++++++++
Wunschdenken; wäre schön, aber die Wirklichkeit hat uns gelehrt, dass das nur bei weniger als 30 Prozent der Fall ist.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
OP 04.11.08 Entlassung 09.11.08
Diagnose: Prostatkarzinom (C61)
++++++++++++++++++
C61 ist eine Abrechnungsziffer, sagt nichts über die Krankheit; Verdammt kurze Verweildauer. War das eine laparosk. OP?
++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Therapie: Radikale Lymphadenektomie und Rad. retrop. Prostataektomie (nerverhalt. links) (ICPM 5-604.12 bds)
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
1. Nerverhaltend heißt im allgemeinen ein um ca. 20 Prozent erhöhtes Rezidivrisiko
2. ICPM 5-604.12 bds ist eine internationale Klassifikationsbezeichnung der Therapie
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Histologie: E28787/08:Tumorbefall beider Prostatalappen in 3 von 6 Entnahme-
orten. Gleason 4+3=7 (Gleason 4 am Apex=70%, Mitte rechts=95%),pT2c,pNO,RO.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Du weißt selbst, dass ein Gleason 4+3 kritisch zu sehen ist. Helpap spricht von 7b und zählt diesen Gleasonscore nicht mehr zu den medianen sondern zu den high-grade Karzinomen. Da muß man auch den 95prozentigen Tumoranteil in der Mitte-Rechts in Betracht ziehen. Scheinbar war das kein kleiner Tumor. Allein hier kann ich die Aussage aus dem UKE nicht verstehen. Gut, dass kein LK-Befall. Und R0 ist eine vorteilhafte Aussage, die leider aber nichts darüber sagt, ob nicht schon Mikrometastasen irgendwo im Körper an einen warmen lauschigen Plätzchen auf den Weckruf (eines Tages) warten. Ich hoffe es nicht, ich weiß es auch nicht. Ich sehe nur bei vielen Betroffenen in vergleichbarer Situation war der weitere Verlauf nicht sehr günstig, weil das Rezidiv relativ bald nach 1,5 oder zwei Jahren auftrat. Aber wenn es der Arzt in Hamburg sagt, will ich schweigen. Ich bin ja nur Patient.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Tumorwachstum perineural.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Perineurales Pca-Wachstum ist mit einer weniger günstigen Prognose verbunden, insbesondere hinsichtlich des Rezidiv-Vorkommens.Es handelt sich dabei um ein zumeist örtlich begrenztes Eindringen eines Tumors in das Bindegewebe um einen Nerven herum. Die sogenannte perineurale Infiltration stellt eine für das ProstataCarzinom ortstypische Ausbreitung im Bindegewebe dar; der Nerv bleibt intakt. Bei größeren Tumoren ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Perineuralscheide auch befallen. Das hat einen anatomischen Grund: Die Nerven liegen innerhalb der Prostata und bilden die sogenannte Leitstruktur der Prostatakapsel. Weil entlang der Perineuralscheidenstränge der geringste Widerstand auftritt, erfolgt eine extrakapsuläre Infiltration/Kapselüberschreitung entlang der PNS. Eine Untersuchung an 438 Patienten bestätigt das. 238 ohne PNS-Befall, 200 (=45%) mit PNS-Befall.
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Kein Anhalt für extra-prostatisches Tumorwachstum. Tumorlänge 17,3 mm.
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Das wäre ja erfreulich!!!
+++++++++++++++++++++++++++++++++
:D
Herzlichst pepsi
Bin selbstbetroffener Prostata-Ca Patient ( rezidiv )
Kein Urologe aber das was ich über die Krankheit weiß, gebe ich gerne weiter.
Pepsi
 
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Beitragvon Manfred Seitz am Mi Mär 11, 2009 8:37 pm

Titel: Prostata OP

Grüß Dich Pepsi,
Du bist ja sehr gut informiert und kennst Dich mit dem Kauterwelsch und
Bezeichnungen sehr gut aus. Es ist gut das wir zusammen kumunizieren
können.
Vor der OP wurden etliche Untersuchungen gemacht, unter anderen auch ein
Knochenzintigramm ohne Auffälligkeiten in Bezug auf Metastasen. Mit meinen
Operateur bin ich übers Internet in Verbindung, (daher auch die Aussage).
Zu der kurzen Verweildauer im Krankenhaus, die OP wurde per Bauchschnitt
nicht zu kurz ausgeführt ca. 15 cm. Bei mir ist die Wundheilung sehr gut.
Meine Meinung zu dieser OP-Technik, der Operateur hat einen guten Einblick
in das Proplemfeld, durch den Schnellschnitt der während der OP gemacht wurde kann man feststellen ob Nerverhaltend oder nicht. Bei mir eben nur ein-
seitig Nerverhaltend. Ich bin zuversichtlich das alles schlechte weg ist , den
eins ist auch sicher wir wissen Alle nicht ob wir an unseren Prostatkarzinom
hätten sterben müßen. Es wird sehr viel Angst geschürt und Angst belebt das
Geschäft.
Gruß Manfred
Manfred Seitz
 
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Beitragvon Pepsi am Mi Mär 11, 2009 9:24 pm

Titel: Re: PSA-Wert nach OP

Hallo Manfred,
wollte kurz mich noch einmal kurz melden,
An was wir letzendlich sterben ist eine höhere Macht zuständig.
Meine Erfahrungen gebe ich gerne weiter und ich bilde mich ja auch noch weiter betreff meiner Erkrankung und ich hatte ja auch zu der letzteren Aussage einen Fachkompetenden Freund hinzugezogen der mir auch wie unter Freunden diese Offerte und weit viel mehr auf vereinfachter Basis hinraten kann und sein Fachwissen liegt weit über dem meinen- aber trotzdem freut es mich dir helfen zu können.
Der BPS ist sehr hilfreich und ich würde dir raten in HH oder Umgebung zu einer SHG ( Selbsthilfegruppe ) zu gehen betreff deiner Erkrankung- über den Bundesverband kannstdu sehr hilfreiche Gruppen in jedem Bundesland in D erhalten. Siehe unter Selbsthilfegruppen in Nord -Süd - West oder -Ost
Herzlichst
Pepsi
PS: Du schreibst ja auch über UKE dass es ja nur in HH gibt.
Ich weiß dies ganz genau und einer meiner Familienangehörigen wohnt in der unmittelbaren Nähe von HH.dies kann ich dir schreiben! :roll:
Bin selbstbetroffener Prostata-Ca Patient ( rezidiv )
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Beitragvon Manfred Seitz am Fr Mär 13, 2009 5:56 pm

Titel: Re: PSA-Wert nach OP

Grüß Dich Pepsi,
Danke für Deine Antwort.
Sind ab 14.03.09 für 1 Woche in Mallorca. Bin im BPS auch registriert. Kannst
mein Profil nachlesen. Muss mich in die Materie noch einarbeiten. Bin kein
Computermann sondern seit kurzen ein Seiteneinsteiger der sich alles mühsam
erarbeiten muß.

Melde mich wieder wie Du weißt habe ich große Propleme mit der Potenz und
viele Fragen dazu, vieleicht kannst Du mir helfen.

Schöne Zeit

Manfred
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Beitragvon Manfred Seitz am So Mai 24, 2009 10:09 am

Titel: Re: PSA-Wert nach OP

Hallo liebe Kollegen,
mein PSA ist nach der Untersuchung vom 11.02.09 - 0,05, wieder wenn auch leicht gestiegen 06.05.09 - 0,07 was soll ich tun ?????
Mein Urologe sagt abwarten bis zum nächsten Bluttest in 3 Monaten. Nach Rücksprache, sagte er mir alle anderen Blutwerte sind in Ordnung. Ich weiß nicht was das für Blutwerte sind, laße sie mir nächste Woche schriftlich geben und stelle sie ins Forum.
Für Antworten im voraus vielen Dank.

Gruß
Manfred
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