Hallo Evelyn,
zuerst muss ich Dir sagen, dass ich selber nicht an Darmkrebs, sondern an Brustkrebs erkrankt bin, einige allgemeine Informationen sind aber tumorübergreifend.
Ob bei Deinem Vater diagnostisch und therapeutisch alles nach dem neuesten Wissensstand der Medizin gemacht wird, kann man nicht sagen, ohne das Krankenhaus und die Ärzte zu kennen, ohne die genaue Diagnose und die Therapie-Vorschläge zu kennen (TNM, G usw.). Brustzentren gibt es inzwischen überall, Darmzentren sich noch relativ neu, es werden aber auch immer mehr. Dort sind die Ärzte meistens auf dem neuesten Stand. Wenn Dein Vater nicht in einem Darmzentrum ist, sollte er in ein größeres Krankenhaus gehen, eine Uni-Klinik wäre nicht schlecht, kurz gesagt, er soll sich dort behandeln lassen, wo die Ärzte tatsächlich Erfahrung haben und das sind meistens größere Kliniken in größeren Städten.
Krebs ist aber nicht gleich Krebs. Darmkrebs beim Patient A und Darmkrebs beim Patient B sind meistens zwei verschiedene Krankheiten und werden deshalb auch anders behandelt. Zu jedem Krebs gibt es aber konkrete Leitlinien, wie er behandelt werden soll: OP? Chemo? Bestrahlungen? Antikörper?
Nach der Biopsie muss Dein Vater eine detaillierte Diagnose bekommen. Wichtig sind hier die TNM-Klassifikation, Grading, Stadium - die Therapie hängt davon ab. Und dann bekommt er auch einen Therapievorschlag.
Übrigens, Forschung/Studien gibt es zu jeder Krebsart, auch zu Darmkrebs, ob Dein Vater sich für irgendeine Studie qualifiziert, hängt von der detaillierten Diagnose, von der vorgeschlagenen Therapie und auch davon, ob das Krankenhaus daran teilnimmt (das ist nicht automatisch).
Wenn Du mal Zeit hast, kannst Du die einzelnen Themen zu Darmkrebs lesen, hier kannst Du viele nützliche Informationen finden.
Viele Grüße
Babs
Wunder gibt es immer wieder. Man muss nur an sie glauben. Und das Wunderbarste an den Wundern ist, dass sie manchmal wirklich geschehen ...