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Mein alleinstehender Papa hat COPD

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Beitragvon KleinesN am Do Jan 21, 2010 4:02 pm

Titel: Mein alleinstehender Papa hat COPD

Hallo zusammen,

ich weiß nicht mehr weiter!!!!! Ich bin 25 Jahre alt und mein Vater hat die schlimmste Stadium von COPD. Meine Mama ist vor einigen Jahren plötzlich verstorben und er wohnt alleine. Er tut nichts, um die Erkrankung zu verlangsamen - er raucht weiter... Ich wohne zwar mit meinem Freund direkt nebenan, aber irgendwie kriege ich meinen Papa nicht motiviert. COPD wurde vor 7 Jahren bei ihm festgestellt. Seit einem Jahr hat er die Sauerstofftherapie. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, aber er lässt sich immer mehr hängen. Manchmal sitzt er wochenlang zu Hause rum. Egal was ich ihm vorschlage - er lehnt es ab. Natürlich schleichen sich langsam weitere Auswirkungen ein - ein stark vergrößertes Herz und so...
Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich habe leider auch keine Geschwister, mit denen ich mich zusammenschließen könnte.....
KleinesN
 
Beiträge: 2
Registriert: Do Jan 21, 2010 3:50 pm

Hallo , vielleicht fühlt Dein Vater sich in einer Gemeinschaft mit ebenfalls Betroffenen wohl. Versuch es mal hier:
http://www.lungenemphysem-copd.de/index.php
Luftige Grüße Jutta
http://www.lungenemphysem-copd.de/pages/oeffentlich/pages/anmeldungen/anmeldungen.php
°Jutta
 
Beiträge: 11
Registriert: Sa Jul 25, 2009 10:00 am

Ja das habe ich mir auch schon angesehen. Momentan liegt er im Krankenhaus. Solch ein Treffen gibt es sogar in unserer Stadt. Ich werde versuchen ihn zum nächsten Treffen Ende Februar zu bewegen....
KleinesN
 
Beiträge: 2
Registriert: Do Jan 21, 2010 3:50 pm

Hallo,
das größte Problem wäre erst einmal, dass er nicht Bescheid weiß über seine Erkrankung. Es gibt zwar viele Broschüren und Ratgeber für COPD, aber alleine so etwas durchzulesen und zu verstehen ist den meisten Erkrankten einfach nicht möglich. Da braucht man Anleitung und Beratung von Leuten, die sich auskennen. In unserer Selbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD Deutschland könnt ihr euch in der Mailingliste eintragen und dann am Erfahrungsaustausch teilnehmen. Nur alleine durch das Mitlesen der vielen Fragen und Antworten von Betroffenen lernt man eine ganze Menge. Es geht dabei um Fragen von richtiger Medikamenteneinahme, Arztwahl, Umgang mit Krankenkassen und Ämtern und Behörden, Behandlungsmöglichkeiten, Therapievorschläge, Rehamaßnahmen, Lungensport, Bewegungstherapie angepasst auf die Atmung. Dies alles und noch viel mehr wird besprochen. In den SHG's vor Ort bekommt man dann Broschüren und Ratgeber, die so geschrieben sind, dass man es als normaler Mensch auch versteht. In der Gruppe wird die Kommunikation gepflegt und es geht ein reger Austausch von statten. Jutta hat dir ja schon den Tipp gegeben, einmal die Seite anzuschauen. Es ist kostenlos und du kannst da genauso profitieren, denn auch die Angehörigen sollten wissen, was im Notfall zu tun ist. Das nimmt dann auch die Angst davor.

Hier der Link zur Anmeldung bei der Mailingliste:
http://www.lungenemphysem-copd.com/page ... dungen.php
Viele Grüße
TanteB

Barbara Eyrich
Selbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD Deutschland
Region Rhein-Main, Standort Langen
Treffen jeden 3. Samstag um 14 Uhr
weiteres auf Anfrage: 06105-406839
TanteBarbara
 
Beiträge: 10
Registriert: Mi Jan 13, 2010 2:45 pm

Hallo,
als alleinstehender Person ist meines Erachtens das soziale Umfeld der wichtigtse Faktor um mit der Krankheit leben zu können/müssen. Alle Vorsorgen und Medikamenten helfen zwar den körperlichen Situation zu verbessern, wenn aber mit der "Freizeit" nicht umgegangen werden kann und soziale Komponenten immer mehr fehlen, dann kann es sehr schnell zur Resignation kommen.
Zudem kommen noch Tatsachen hinzu wie Flugverbot, sehr begrenzte Reisemöglichkeiten, 16 bis 24 Stunden Sauerstoffeinnahme und das Wetter.

Alleinstehenden Personen sollten deshalb sich täglich ein paar Stunden außerhalb der eigenen vier Wänden bewegen und sich unter den Menschen aufhalten.

Nebenbei bemerkt hat mich am meisten gestört, dass 2 Hausärzte, 1 Lungenarzt und 2 Lungenärzte in verschiedene Krankenhäuser es nicht für nötig hielten mich überhaupt über meine Krankheit zu informieren. Sie haben COPD.....basta!

Es grüßt
Andy
andy_breisig
 
Beiträge: 1
Registriert: Mi Mär 10, 2010 11:20 am


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