von credibility am Mi Sep 12, 2007 5:11 pm
Hi @ all
ich möchte euch kurz erzählen was bei mir entdeckt wurde & weshalb ich jetzt in enem MS-Forum gelandet bin.
Im Mai diesen Jahres hatte ich einen Reitunfall, stürzte und bekam ziemlich einen gegen die Birne. Sicherheitshalber brachten mich die Sanitäter in ein Krankenhaus in welchem gleich ein CT gemacht wurde um Schädelverletzungen aus zu schließen bzw. zu entdecken. An diesem Sonntag wurde auf dem CT ein Schatten entdeckt, von dem der Arzt vermutete dieser kommt vom Sturz. Sicherheitshalber behielte mich das Krankenhaus eine Nacht dort. Am nächsten tag wurde ein Kontroll-CT gemacht, der Schatten war unverändert. Um genaueren Einblic zu bekommen machten die Ärzte einen Kernspint.
Die Chirugie überwies mich sofort in die Neurologie, da auf dem Kernspint mehrere Schatten entdeckt wurden die aufgrund ihres verhaltens und ihrer Lageposition als MS typisch gelten. 2 der Schatten waren entzündlich, nahmen Kontrastmittel an. Die anderen (insgesamt 9 oder so) befinden sich zwischen den Hirnhälften in dieser Rinne, hab vergessen wie der Fachmann diese nennt.
In der Neurologie wurden allerlei test mit mir gemacht. Hirnwasser entnahme, Elektro-schläge (mann was eine Folter!) weitere kernspint von der Wirbelsäule, hirnströme messungen und einfach eneurologische finger-an-die-nase geschichten.
Ich passe laut Radiologen & Neurologen genau in das MS-Patienten bild. Weiblich, 23 Jahre alt.
Alles deutet auf MS hin. - Aber zwei wichtige Faktoren fehlen den Ärzten. 1. ich habe in meinem ganzen Leben nie irgendwelche Symptome gehabt. Nichtmal annähernd. Nichts!
2. In meinen Hinwasser fehlen diese Banden, die auf eine chronische Entzündung deuten. Multiglobale Banden oder so ähnlich.
Also haben mich die Herren ohne Therapie o. ä. gehen lassen, mir geht es ja auch ausgesprochen gut.
Nach 3 Monaten wurde ein Kontrollbild gemacht. Die 2 entzündlichen Schatten sind kleiner geworden und vernarben allmählich, aber es ist ein neuer kleiner aktiver Schatten dazu gekommen.
Ich habe nächsten Dienstag meinen Besprechungsermin mit einem neurologen.
Aber laut bisheriger Diagnosen bin ich ein medizinisches wunder, so voller Schatten und doch nciht krank.
Ich lasse mich von dieser Diagnose auch nciht sonderlich erschrecken, ich bin jeden Tag so gut gelaunt wie ich kann und scher mich nciht um das eventuell und was-ist-wenn.
Also es ist nicht so das ich nun panisch nach beruhigenden antworten suche oder so. Wenn ich MS hab, hab ich das eben und da bin ich auch nicht die einzige und so dramatisch ist das ja nicht.
Aber weshalb ich hier schriebe ist, weil ich nicht glauben kann das ich so wundersam bin, war das bei jemandem von euch vielleicht auch so? schatten vor den symptomen? Oder was meint ihr dazu?
lg, c.
Und wenn ich Dich lieb hab, was geht Dich das an?