Aktuelle Infos zum Thema COPD und Lungenemphysem

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Künstliches Koma! Was nun??? Hab solche Angst!

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Hallo,

ich bin neu hier. Ich heiße Nadine bin 30 Jahre alt, komme aus NRW und bin eine Angehörige. Das heißt meine Mama (sie wird am Donnerstag 53 Jahre alt) ist schwer an COPD erkrankt. Sie hat Stufe IV Gold. Erst vor 2 Jahren wurde die Diagnose gestellt. Der Auslöser für die Erkrankung war eine Tuberkulose an der Sie erkrankte. Als Sie diese besiegt hatte, ging es ihr leider trotzdem immer schlechter, somit hieß es dann irgendwann das Sie COPD hat. Sie wurde sofort mit 80 % Schwerbehinderung eingestuft und somit auch zur Rentnerin.
Bisher war ihr Krankeitsverlauf immer ein auf und ab. Ihre Erholungsphasen wurden nach jedem zusammenbruch immer länger. Vor 1 Woche fing es dann wieder an. Sie wurde krank. Eine Grippe. Ihr wurden sofort starke Antibiotiker verordnet. Aber sie wurde trotzdem immer schwächer. Letzten Freitag ließ sie einen Notarzt kommen. Der gab ihr eine Spritze und das wars. Samstag ging es ihr dann noch schlechter. Und dann klingelte nachts das Telefon. Sie hauchte nur noch ins Telefon "schnell, schnell"! Ich rannte sofort zu ihr rüber. (Wir haben 2 Häuser nebeneinander) Ich sollte 112 rufen. Das habe ich auch sofort getan. Sie hatte solche Angst. Sie saß da zusammmen gekauert und sagte immer "Mama, mama ich hab Angst". Ich habe versucht sie zu beruhigen bis der Krankenwagen kahm.
Im Krankenhaus stellte man fest das Sie eine Kohlendioxidvergiftung hat. Sie hat zu viel Sauerstoff ein- und zu wenig wieder ausgeatmet. Es ging ihr zusehenst immer schlechter. Ein Tag später haben sie Sie auf die Intensivstation verlegt. Sie mußten Sie in ein künstliches Koma versetzen und Sie Intubieren (künstlich Beatmen). Das war ein riesen Schock für mich, ich konnte nicht mal zu Ihr, da ich selbst gerade eine schwere Grippe hatte. Nach 2 Tagen haben sie Sie wieder aufgeweckt und versucht sie nur mit einer Sauerstoffmaske zu beatmen. Aber Ihr Körper ist einfach zu schwach und es ist immernoch viel zu viel Kohlendioxid in Ihrem Körper. Sie hat es nicht geschafft ausreichend selbst zu atmen. Sie haben Sie dann heute wieder ins künstliche Koma versetzt und intubiert. Ich konnte dann heute auch endlich das erste Mal wieder zu Ihr. Der Anblick war ein absoluter Schock für mich. So viele Aparate, Schläuche, Sie sah so anders aus, ganz grau, und am Körper total aufgeschwemmt. Man kahm nicht mal richtig an Sie ran.
Und dann kahm noch ein riesen Schock, der Arzt meinte Sie können nichts mehr für Sie tun. Sie wissen nicht weiter. Er will morgen früh mit dem Oberarzt über eine Verlegung in eine Lungenspezialklinik reden. Ich bete zu Gott, dass sie Ihr da helfen können. Es muß doch noch irgendwas geben was man machen kann!!!! Vielleicht eine OP? Habt Ihr schonmal von so schlimmen Fällen gehört? Könnt Ihr mir sagen wie es weiter gehen wird?

Ich brauche Sie doch sooooo sehr! Man ist so unendlich hilflos!

Liebe Grüße
Nadine
Nadine2626
 
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Hallo Nadine, das mit Deiner Mutter tut mir leid.

Ich denke, dass niemand so genau weiß, wie diese Krankheit verläuft. Aber ich denke auch, dass eine Verlegung in eine Spezialklinik eine gute Idee ist. Dort wird man ihr sicher helfen können. Ist sie denn inzwischen schon verlegt worden? Gibt es denn eine solche Spezialklinik in Eurer Nähe?
Du selbst wird sicher nicht viel für sie tun können, aber die Ärzte werden bestimmt alles versuchen, damit es ihr besser geht.

Ich wünsche Dir alles Liebe

Eva
Evar
 
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Beitragvon Moderator COPD am Di Jul 28, 2009 1:13 pm

Titel: Re: Künstliches Koma! Was nun??? Hab solche Angst!

Hallo, der Zustand deiner Mutter ist natürlich schon beängstigend und kommt nicht selten zustande bei mehr oder weniger unkontrollierter O²-Gabe. Folge ist Dass der Patient beatmet werden muss mit wenig Chancen, ihn von der Beatmung
mit Intubation wieder weg zubekommen. Das geht nur mit einer Atemhilfe ohne Intubation. Die Klinik die sich mit dieser "hyperkapnischen Insuffizienz" beschäftigt und viele Patienten wieder von der Intubationsbeatmung entwöhnt hat. ist das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft in 57392 Schmallenberg.
Ich hoffe, das Krankenhaus hat selbst bereits dahin verlegt, da sicher Gefahr im Verzug ist.
Mod
Moderator COPD
 

Beitragvon Nadine2626 am Di Jul 28, 2009 10:09 pm

Titel: Re: Noch nicht verlegt!

Erstmal Danke für die Antworten!

Meine Mutter liegt nach wie vor im künstlichen Koma und ist intubiert.
Gestern haben sie festgestellt, dass Sie einen Infekt hat. Sie wird jetzt mit Antibiotika behandelt und sobald der Infekt weg ist, wollen Sie einen Lufröhrenschnitt machen. Mit der Begründung das die Intubation auf Dauer nicht gut für die Stimmbänder und die Infektanfälligkeit ist.
Seit heute ist Ihr Kreislauf selbstständig ohne ein bestimmtes Medikament (dessen Name ich nicht kenne) stabil. Ich Puls war vorher bei ca 80. Jetzt ist er selbstständig auf 120 stabil.
Sie wollen sich in den nächsten Tagen mit einer Spezialklinik in Verbindung setzen. Keine Ahnung warum Sie das so raus zögern?! Welche Klinik das sein soll, weiß ich auch nicht. Werde aber mal die vom Moderator vorschlagen! Vielen Dank für den Tip! Naja, jedenfalls meinten die Ärzte das diese Spezialkliniken meist ausgebucht sind und man abwarten muss, wann ein Platz frei wird.

Habe große Sorge das das Alles viel zu lange dauert, und auch das mit dem Luftröhrenschnitt macht mir Angst. Wissen die Ärzte da wirklich was Sie tun? Ist das Alles richtig so wie es bisher läuft?

Liebe Grüße
Nadine
Nadine2626
 
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Beitragvon Moderator COPD am Di Jul 28, 2009 10:52 pm

Titel: Re: Künstliches Koma! Was nun??? Hab solche Angst!

Hallo Nadine, wenn man es nicht versucht hat, soll man nicht sagen, die haben sowieso keine Betten. Versuch es selbst :Tel. 02972-79100.
Gruß MOD
Moderator COPD
 

Tausend Dank für die Nummer! Werde es gleich morgen versuchen! Die Klinik wäre ca 200 km von uns entfernt. Hoffe sie ist auch transportfähig.

Liebe Grüße und nochmal Danke!

Nadine
Nadine2626
 
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Hallo Nadine,

wie ist es mit deiner Mama weiter gegangen?
Mein Bruder hat ebenfalls COPD ist 63 Jahre und wurde ebenfalls ins künstliche Koma
gelegt.

Liebe Grüße
Schwester 1
 
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Registriert: So Jul 24, 2011 5:31 pm

Hallo,

das tut mir leid, das Dein Bruder auch an COPD leidet. Meine Mama hat sich nach dem Koma wieder richtig gut erholt. (In eine Spezialklinik wurde Sie allerdings nie verlegt! Verstehe ich bis heute nicht.) Dann hatte Sie plötzlich Schimmel in der Lunge. Sie musste ca 3 Monate lang sehr starke Medikamente dafür nehmen. Hat den Schimmel aber besiegt. Und im Herbst letzten Jahres fing es an, dass sich Ihre Krankenhausaufenthalte häuften. 2 Wochen zu Hause, 2 Wochen KH, 2 Wochen zu Hause, 2 Wochen KH, usw. So ging das bis Anfang diesen Jahres ........
Am 25.02.2011 wurde Sie wieder aus dem KH entlassen und kahm nach Hause. Sie war für Ihre Verhältnisse richtig fit. (Lief ohne Pause vom Wohnzimmer in die Küche) Aber am nächsten Morgen war es das ganze Gegenteil! Es ging ihr sehr schlecht. Sie war Schweiß gebadet, atmete gegen die Maske, hatte Schmerzen in der Brust. Wir riefen 112. Der Arzt meinte es wäre nur die Psyche, Sie hätte nur Panik. Sie sollte noch eine Lorezepam nehmen und sich beruhigen. Dann war er wieder weg. Wir waren total verwirrt, konnten nicht verstehen, das er Sie nicht ins KH gebracht hat. Kurze Zeit später schrie meine Mama nur noch "Ich kann nicht mehr! Ruft 112!" Was wir auch sofort taten. Es kam ein anderer Arzt. Der hat Sie sofort ins KH gebracht, wo Sie auf der Intensivstation landete. Abends, gegen 19 Uhr geschah es dann! Lungenembolie! Sie ist gestorben! Mit gerade Mal 54 Jahren! Ich kann es immer noch nicht realisieren. Habe immer das Gefühl das Sie doch endlich wieder aus dem KH zurück kommen muss .....! Aber Sie kommt nicht! Ich bin so unendlich traurig und vermisse meine Mama soooooo sehr!!!!

Ich hoffe das es Deinem Bruder besser ergeht und Ihr noch ein paar schöne Jahr miteinander habt. Und das er bessere Ärzte hat! Denn das ist das Wichtigste! Nutze jede freie Minute mit Ihm!

Ich wünsche Euch alles Gute!

LG
Nadine
Nadine2626
 
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Registriert: So Jul 19, 2009 8:18 pm

Hallo Nadine,

tut mir sehr leid, dass Deine Mama gestorben ist....
Ich bin durch Zufall auf das Forum gestossen und habe Deine Beiträge gelesen und fühlte mich sofort an meine eigene Situation erinnert. Meine Mama ist vor drei Tagen mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht worden, mit Verdacht COPD mit akuter Lungenentzündung. Über Nacht hat sich die Situation extrem verschlechtert, sie liegt auf der Intensivstatiom im künstl. Koma und wird beatmet. Die Prognose ist schlecht. Ich bin total schockiert und hätte nie erwartet, dass es so schnell so schlimm werden könnte....
Ich hoffe, Du kommst über Deinen Verlust hinweg,

LG Dirk
Dirk1109
 
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Registriert: So Jul 31, 2011 11:56 am

hallo
habe immer gedacht, daß es meinem Mann besonders schlecht ging bzw. geht.
Aber was ich da lese ist ja noch viel übler.

Kurz unsere Geschichte:

Mein Mann kam vor ca. 7 Jahren mit dem Notarztwagen in die Klinik, weil er zu
Hause umgefallen war und bewußtlos war. Wir wußten damals schon, daß er eine
Copd hatte. Ich wußte allerdings nicht was alles auf uns zukommt.

Im Krankenhaus wurde auch eine Lungenembolie festgestellt. Ihm ging es so derart schlecht, daß mir von den Ärzten geraten wurde im Krankenhaus zu übernachten und
bei ihm zu wachen, weil es scheinbar zu Ende gehen wird.

Ich blieb eine Woche bei ihm und siehe da, er rappelte sich wieder hoch und ich
konnte ihn nach ca. 3 Wochen wieder nach Hause holen. Es ging ihm immer besser,
wir konnten sogar noch zweimal in den Urlaub auf die Kanaren fliegen.

Ca. 3 Jahre später kam er wieder ins Krankenhaus, weil es ihm wieder schlechter
ging. 2 Tage nach der Einlieferung wurde ich zuhause angerufen, ich sollte doch
ganz schnell in die Klinik kommen, mein Mann müßte auf die Intensivstation, weil er keine Luft mehr bekam. Ich war schon unterwegs zu der Lungenklinik und
mußte sehen, wie er auf die Intensivstation geschoben wurde ganz grau im
Gesicht. Da wurde er dann intubiert und künstlich beantatmet und auch ins künstliche Komma gelegt. Die ärzte empfahlen mir einen Luftröhrenschnitt zu machen, wozu
ich auch zustimmte. Ihm gings hinterher trotz allem sehr schlecht. Nach 3 wochen wurde er entlassen, beatmet, künstlich ernährt mit allem drum und dran. Unser Wohnzimmer sah aus wie eine kleine Intensivstation. Die Ärzte gaben ihm keine Chance mehr.
Nun kurz, das ist jetzt etwa 6 Jahre her. Inzwischen ist die Beatmung weg, die
Magensonde er kann wieder essen und auch ein paar Schritte laufen. Sprechen kann
er durch eine Sprechkanüle auch wieder.
Ich hoffe, daß ich durch meine Geschichte anderen Mut machen kann.
Inzwischen haben wir zwar ein eingeschränktes aber gutes Leben.
viel Grüße un allen Betroffenen alles Gute Peterle
peterle
 
Beiträge: 8
Registriert: So Dez 14, 2008 1:42 pm

Hallo Zusammen,

es ist schon erschreckend, wie viel Leid es auf der ganzen Welt gibt! Nadine, als ich Deine Zeilen las, wurde mir ganz mulmig zumute, alles, wirklich alles erinnerte mich an meine Mum. Nur, dass meine Mum seit Juli 2010 über einen Luftröhrenschnitt beatmet wird. Sie hat zu ihrer COPD IV noch ein schweres Lungenemphysem und das schon seit etlichen Jahren. Sie wurde am Samstag 58. Jahre alt, sie kämpft schon seit ca .15 Jahren
mit dieser Krankheit, es wurde jährlich schlimmer. Im Dezember 2010 wurde sie nach sieben Monaten Krankenhausaufenthalt nach Hause entlassen, in ein völlig neues, anderes Leben. In ein Leben mit einer Beatmungsmaschine und mit einem 24.Std. Pflegepersonal, falls die Maschine mal ausfällt...! Ich dachte bis vor kurzem noch, dass sie mit dieser Situation zurecht kommt, wie gesagt, ich dachte es und hoffte es natürlich!!! Was leider überhaupt nicht der Fall ist!!!

Es gibt seit einiger Zeit eine neue OP-Methode, es werden sogenannte Ventile in die Lunge gesetzt, die Luft aus der aufgeblähten Lunge kann entweichen und dem Patienten soll es wieder deutlich besser gehen. Was da genau passiert kann ich jetzt auch nicht so erklären, bin ein Laie und habe es nur vom Hörensagen. Dss Problem ist; dass es bisher nur Studien über unbeatmete Patienten gibt, bei einem beatmeten Patienten wurde es bisher nie angewandt. Die Gefahr ist, dass die Lunge, die zur Zeit nur sehr schlecht belüftet wird, zusammenfallen kann, das würde das Ende bedeuten...

Es kann aber auch gut gehen und dann wäre es ein riesen Schritt in die Zukunft und Hoffnung für alle anderen beatmeten Patienten! Nun, meine Mum will unbedingt diese Methode wählen, mit allen Risiken und allen Konsequenzen! Sie hat mir versucht zu erklären, wie sie sich fühlt und das sie mit diesem Leben nicht mehr zurecht kommt. Sie möchte und kann so nicht weiter machen. Sie bittet mich um Verständnis und sie hofft natürlich sehr, dass es gut geht.

Als ich zum ersten Mal von ihrer Entscheidung hörte, da brach ich regelrecht zusammen. Dieses Risiko einzugehen, konnte ich absolut nicht nachvollziehen..., aber es ist auch meine Mum, die mir alles, wirklich alles bedeutet! Ich machte mir was vor, wenn ich dachte, so kann sie doch auch "gut" leben...

Wir fuhren Cafe trinken, wir fuhren spazieren (mit ihrem E-Rolli), wir lachten Tränen und wir führten ernste Gespräche, warum sollte das nun alles vorbei sein, warum kommt sie plötzlich nicht mehr mit diesem Leben klar?

Es war mein Wunschdenken und sie gibt auch zu, dass sie es versucht hat, aber sie will es nicht mehr und sie kann es auch nicht mehr. Sie hofft so sehr, dass es funktioniert, aber falls nicht, dann würde sie auch nichts mehr mitbekommen...

Ich stelle mir nun die Frage, was wird schlimmer werden? Wenn die OP gelingt, ohne dass ihre Lunge zusammenfällt, aber sie trotzdem weiter beamtet werden muss oder ihre Lunge fällt zusammen und sie wird nicht mehr da sein?

Ich habe keine Antwort darauf und ich will es mir auch gar nicht vorstellen, es ist meine Mum und ich wünschte, ich wünschte aus tiefstem Herzen, dass alle ihre Wünsche in Erfüllung gehen und sie wieder ganz gesund wird! Sie soll wieder glücklich sein und sich nicht quälen müssen. Ich habe sehr, sehr große Angst vor dem Tag!!!

Es wird jedoch noch eine Voruntersuchung geben und erst dann wird endgültig entschieden, ob sie operieren, oder nicht. Selbst das wäre fatal, wenn sie eine negative Entscheidung treffen, denn dann fällt ihr Kartenhaus zusammen und dann wird es keine Hoffnung mehr für sie geben....

Ich habe geschworen, sie in allen Entscheidungen zu unterstützen und ich will nicht, dass sie sich weiter quält, aber es tut auch verdammt weh, sich mit dem Gedanken zu beschäftigen, was werden kann....

Sie leidet trotz der Beatmung unter Luftnot, mal mehr, mal weniger. Es macht ihr viel Mühe sich zu bewegen, weil ihr dann die Luft fehlt. Sie sagt, jede Bewegung ist eine Qual...

Ich wünschte, alles wird gut werden!!! :cry:

LG Nicky
Nicky000
 
Beiträge: 1
Registriert: Mo Sep 19, 2011 11:33 am

Hallo Nicky000, es tut mir wirklich leid, dass es Deiner Mutter so schlecht geht.
Deine Mutter ist bestimmt froh, daß sie Dich hat.
Zu den Ventilen kann ich Dir leider nichts sagen, ich habe keine Erfahrung damit, auch nur einiges darüber gelesen.
Vielleicht magst Du uns auf dem Laufenden halten.

Alles Gute für Euch.

Liebe Grüße
evar
Evar
 
Beiträge: 87
Registriert: Di Feb 03, 2009 11:16 am

hallo, alles was ich hier lese erinnert mich sehr an meine mama,die am 5.2.2011 nach langer krankheit im krankenhaus verstarb.meine mama hatte ein lungenemphysem.
2001 wurde diese krankheit festgestellt da konnte sie noch relativ alles machen ohne sauerstoff,2004 kam sie das erste mal ins krankenhaus auf die intensivstation, ihr rechter lungenflügel fiel zusammen,5 wochen künstliches koma,danach 3 wochen aufenthalt auf normaler station,danach konnte sie das krankenhaus wieder verlassen ,aber musste mindestens 3 stunden am tag ans sauerstoffgerät ,2 liter.
2008 kam sie wieder ins krankenhaus in die intensivstation ihr lungenflügel fiel wieder zusammen,da sich schon mehrere grössere bläschen sich gebildet hatten,und welche zerblatzt sind,sie musste in eine lungenklinik verlegt werden da das normale krankenhaus nicht mehr weiter wusste, sie kam nach homburg saar in die uniklinik.da lag sie dann 1 woche im künstl. und schon wieder überall diese schläuche damit die lunge nicht wieder zusammenfällt, nach 5 wochen krankenhaus aufenthalt kam sie dann wieder nach hause, aber der zustand verschlechterte sich immer mehr nach dem krankenhaus aufenthalt, sie musste 24 stunden lang flüssigsauerstoff einatmen,5 liter!!!dann 2011 im januar musste sie wieder ins krankenhaus, lungenflügel fiel wieder zusammen,sie mussten sie wieder ins künstliche koma versetzen,nach 2 tagen koma haben sie versucht sie wieder wach zu machen , als sie wach wurde hat sie sich so aufgeregt das sie ,sie wieder ins koma legen mussten, da die lunge noch nicht richtig aufgefaltet war,ein tag später bekam sie noch ein hautemphysem dazu,durch die drainagen die sie am körper hatte ,hat sich luft gebildet,hab meine mutter fast gar nicht mehr erkannt so schlimm war die haut aufgeblaen,am ganzen körper,dazu kam dann noch etwa 6 tage später ,das ihr herz stehen blieb,an diesem tag wurde sie 3 mal reanimiert,der zustand war sehr sehr kritisch.2tage später holten sie meine mutter wieder aus dem koma heraus,leider konnte meine mama nicht mit mir reden da sie ja eiinen luftröhrenschnitt bekam, und dadurch beatmet wurde.dann plötzlich sagten die ärzte das sich die leber und nieren werte sehr verschlechtert haben und das es gar nicht gut für sie aussah,das es eigentlich schon ein wunder wäre das sie noch lebt, weil dazu kam noch das sie an die dialyse musste wegen der niere, durch das reanimieren hat sich das alles verschlechter.nach paar tagen haben sich die leber und nieren werte sehr schnell verbessert,die ärzte konnten es schon kaum glauben.dann kam der vorletzte tag an dem ich meine mutter lebend sah, so langsam erkannte sie mich wieder und sie lächelte auch,weil durch das ganze nakose mittel und die ganzen anderen medikamente erkannte sie mich nicht mehr richtig.als ich an diesem tage nach hause gefahren bin mit meinem vater ,winkte sie uns zu, und jetzt kommts, meine mama war eigentlich gar nich fähig mehr zu winken, und sich zu bewegen, da sie ja schon so lange nur da rum lag,an dem tag dachte ich das alles wieder besser wird.am nächsten tag kam dann der anruf,die andere lungenseite ist zusammengefallen,bläschen sind wieder geblatz,sie musste zur not op,aber leider hat das nichts mehr genutzt,sie mussten sie wieder 3 mal reanimieren und das hat der körper nicht mehr mit gemacht,sie verstarb.ach ja ,2008 kam sie auf die liste für eine spenderlunge,sie hat leider keine 2.te chance bekommen,hätte gern noch so viel mit méiner mama unternommen, bin erst 21 und schon keine mama mehr.
ich kann nur jedem raten der ein familienmitglied hat der so schwer krank ist,viel zeit mit den jenigen zu verbringen.ich weiss es ist sehr schwer jemanden so leiden zu sehn,ich wünsche euch viel kraft und viel glück für eure angehörigen
nadine112
 
Beiträge: 1
Registriert: Mi Okt 05, 2011 11:36 pm

Hallo ihr lieben,

Ich versteh nur zu gut wie es euch allen geht. Meine Mutz (mama), hatte auch diese tiefs und wieder hochs.einmal gut dann wieder schlecht,zu hause,krankenhaus wieder zu hause und immer wieder das selbe spiel. Bis sie nach dem letzten krankenhausaufenthalt nicht mehr nach hause kam. Meine liebe Mutz ist am 1.12.2011 unter morphium eingeschlafen und für immer von uns gegangen.meine schwester blieb bis zum letzten atemzug an ihrer seite,ich musste das zimmer leider kurz vorher verlassen. Ich blieb auf station im flur und betete zu gott das es schnell geht,sie sich nicht quält und wunderschöne große flügel bekommt die sie in eine bessere welt tragen. Dort hin wo es keine schmerzen,qualen oder luftnot gibt. Er hat sie mitgenommen und obwohl meine welt und mein leben jetzt so leer erscheint ohne sie,weiss ich doch,dass sie es jetzt viel besser hat. Ich liebe sie und es wird kein tag vergehen an dem ich nicht an sie denke. Sie war die beste,sie war meine Mutz.

Liebe grüße und unendlich viel kraft an alle erkrankten und angehörige.
es ist nur schwer für den der hinterbleibt, für den kranken ist es eine erlösung und frieden.
Jenny
jenny28
 
Beiträge: 1
Registriert: Di Nov 29, 2011 10:21 am

ich würde hier auch gerne meinen Fall schildern.
ich bin 42 Jahre alt, meine Mutter, sie ist 63 Jahre alt, hat seit ca. 6 Jahren COPD, ist jetzt in der vierten Stufe.
Ich weiß nicht warum, suche nach Erklärungen aber bei meiner Mutter ging es jetzt so schnell bergab.
Am Montag 20.02.2012 war sie noch mit meiner Schwester Einkaufen, am Freitagmorgen fing es dann an. Sie konnte nicht mehr richtig laufen hatte massive Probleme beim Atmen war sehr vergesslich und hat nichts mehr gegessen und nur unter guten zureden etwas getrunken.
Am Samstag wurde es dann noch schlimmer. Ihre Hände, die Füsse und Ihre Lippen waren blau angelaufen, sie hatte Halluzinationen, konnte kaum richtig sprechen und schlief nicht mehr.
Sie wollte alle Familienangehörigen sehen.( sie ahnte wohl schon das etwas passieren würde)
Wir riefen den Notarzt, aber meine Mutter bekam nur Antibiotika (dessen Name ich nicht kenne) und Tropfen ( Promethazin Neuraxpharm) die sie bei Bedarf nehmen sollte wenn die Halluzinationen nicht verschwinden, warum Er sie nicht direkt ins Krankenhaus eingewiesen hatte verstehe ich nicht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben wir den Notarzt nochmal angerufen weil es nicht besser wurde, aber er kam nicht, er meinte es würde sich nicht lohnen sie am Tropf zu hängen, mit einem wäre es nicht getan, so eine Sauerei ... ER KAM NICHT.
Heute Morgen (Sonntag) ganz früh haben wir dann nochmal angerufen, es kam dann ein anderer Arzt, er hat sie sofort in die Klinik gebracht.
Es wurde festgestellt, daß sie eine Herzinsuffizienz, und eine Kohlendioxidvergiftung hat, dazu hatte sie noch zwei verschiedene Infekte, das linke Zwerchfell ist gelähmt, ihr Herz ist zu groß und rundherum mit Muskelmasse versehen.
Auf der Intensivstation, bekam sie eine Maske auf wurde an den Tropf gelegt.
Ihre Werte verbesserten sich auch, meine Geschwister (wir sind 4) und ich, durften dann endlich zu Ihr, immer in zweier Gruppen, als wir dann wieder gehen mussten, fiel meine Mutter ins Koma, ihr Werte verschlechterten sich rapide. Der Arzt setzte Sie dann noch etwas tiefer ins Koma, Intubierte Sie und überall sind Schläuche angebracht.
Ich weiß nicht genau wie ich mit dieser Situation umgehen soll, viel Hoffnung haben wir nicht, da meine Mutter alleine ins Koma gefallen ist und halluzinierte, hoffen wir das sie keine Gehirnschäden davon getragen hat.
Die Ärzte meinten auch nur, daß wir abwarten müssen, sie bleibt wohl solange im Koma bis die Infekte abgeklungen sind.
Ich hoffe so sehr das sie wieder wach wird, dieser schmerz sie zu verlieren ist unbeschreiblich.
Chriss
 
Beiträge: 1
Registriert: So Feb 26, 2012 5:16 pm


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