Amila hat geschrieben:ich brauche rat unterstützung oder so was.. ich habe echt angst.
mein freund hatte am 29.03.08 u am 04.05.08 je einen epileptischen anfall (mal wieder)... gestern hat er mir gesagt dass er seitdem letzten anfall das gefühl hat, dass er seine fähigkeit sich gehoben zu artikulieren verliert. er hat seitdem gemerkt dass er irgednwie dümmer geworden ist!!!!
er brauch länger um zu antworten und kann sich dann nicht mehr so gewählt ausdrücken wie vorher! u kann nicht merh sprachlich parieren usw.. es dauere einfach alles länger!!!!!!!!!
er sagt er hat das richtig gemerkt. wollte mir aber nicht gleich etwas sagen weil er weiß dass ich mir solche sorgen mache.. NA TOLL
und jetzt mache ich mir keinen oder wie??? ich habe solche angst dass er verdummt! u ich denke er hat die selbe angst...
ich brauche infos, ich weiß auch nicht weiter. bin echt ein bisschen am verzweifeln.. ich liebe ihn doch .. ich will das alles nicht. er ist doch erst 21!!!!! was ist denn in 10 jahren??? oh gott... warum?
Hallo,
Ihr beide müsst lernen, damit zu leben.
Vielleicht klingt es blöd, aber die ganzen Sorgen und Ängste werden Dich mehr löchern und ihm seine Anfallshäufigkeit noch "verbessern".
Die Medikamente greifen das Langzeitgedächtnis bekanntlich an, aber deswegen muss er nicht jetzt Alzheimergefährdeter sein.
Was Ihr daraus macht, ist einzig und alleine Euere Sache.
Entweder Ihr geht beide miteinander durch's Feuer, oder Ihr müsst Euch eben trennen, weil Du Dich noch mehr zermürbst.
Erkundigt Euch, falls nicht bereits geschehen, ob eine OP möglich- oder erfolgreich sein könnte. - Auch hier müsst Ihr eben das Risiko eingehen, dass es eine Verschlimmerung gibt, aber es kann auch Besserung da sein. - Wenn es nichts werden sollte, dann hat man Alles versucht und sonst hat man einen zweiten Geburtstag zu feiern.
Mich hat die Sozialpädagogin in ER gefragt, warum ich so gut mit der Epi zu Recht komme und dass ich einer der Wenigen sei, der damit so gut umgehen könne.
Meine Antwort:
Ein perfekter Stall, in dem jeder zu dem Anderen hält und einen nicht andauernd bemitleiden muss (so blöde es vielleicht klingt und so unverständlich es für Viele sein wird, aber ich bin zu Behinderten eher noch häter wie zu Nichtbehinderten, sofern es Personen sind, die noch voll bei der Sache sein können - ich bin jedenfalls von keinem Behinderten verjagt worden, sondern kam- und komm noch besser mit ihnen zu Recht); ein Hobby, das einen richtig fordert und somit nicht an Anfälle denken lassen kann; Freunde, die zu einem stehen - einer, der noch mehr behindert (CF - mittlerweile selig und in noch besseren Händen) ist; der Blick in ein Behindertenheim, oder vielleicht mal eine intensive Visite in Murnau (falls Euch das was sagt), oder in das Blindenheim in meiner Nachbarortschaft oder in das dazugehörige Mutterhaus, wo die Extremfälle sind, rein schauen; Verständnis und Beherrschung gegenüber Alkohol, Drogen und Nikotin; ein fester Glauben noch dazu, was Euch vielleicht zum Schmunzeln bringen könnte, aber das ist so und man kann damit viel aushalten, wenngleich man nicht in der Kirche zu Hause sein muss, was ich auch bestimmt nicht bin und trotzdem einen guten Glauben habe.
Auch in der Freizeit sich nicht zu sehr einschränken und doch unter Kontrolle bleiben.
Dann ist es auch gut, wenn man einen präzisen Anfallskalender (kostet halt noch zusätzliche fünf Minuten am Tag!) führt. - Also nicht nur einen "Lottozettel" ausfüllen, sondern einen Rückblick auf den abgelaufenen Tag, vom Aufstehzeitpunkt über die Tabletteneinnahme, bis zum Zudecken hin. - So kann man vielleicht Auslösefaktoren erkennen können und entsprechend handeln. - Klar werdet Ihr nicht nach 14 Tagen eine Diagnose erkennen können.
So schnell wie möglich (am Besten sogar noch während) nach einem Anfall eine Blutabnahme machen, und wenn es in der Notaufnahme im Krankenhaus sein muss. - Jede Minute zählt da!
Vielleicht könnt Ihr mit diesen Fakten auch Einiges raus reißen, aber ich prophezeie hier keine Anfallsfreiheit!!. - Schlechter macht Ihr es jedenfalls damit bestimmt nicht.
Gruß
Matthias