Hallo Sabine,
habe gerade Deine Nachricht gelesen und hoffe, daß ich Dir weiterhelfen kann.
Ich bin 1 Tag vor OP gegen 11 Uhr in Gerresheim angekommen. Zuerst bekam ich viele Papiere zum ausfüllen, Blut abgenommen, BH- und Miedergröße vermessen, EKG geschrieben, Gespräch mit dem Anesthesiearzt, dann Gespräch mit dem OP-Arzt (Dr. Köppe) sowie Anzeichnen und Fotos. Abends muss man noch die Rasur vornehmen und kann noch mal duschen.
Am nächsten Morgen kannst Du auch noch duschen, Hemdchen an, dann Scheiß-egal-Pille und ab in den OP. Das herübersteigen auf den OP-Tisch weiß ich noch, danach nichts mehr.
Bin erst wieder auf der Intensivstation aufgewacht, wo mir stündlich die Brust mittels eines Dopplers gemessen wurde, soll prüfen, ob die Durchblutung der Brust ok ist. Die Nacht war halt unruhig, aber man bekommt Schmerzmittel nach Bedarf.
Den nächsten Morgen bekam ich schon einen Kaffee - welch Freude und dann kam ich zurück auf´s Zimmer, durfte frühstücken, war aber noch sehr müde und habe viel geschlafen. Dann wurde mir noch das Mieder und der Sport-BH angezogen.
Den 2. Tag wurde ich den Katheder los und mußte somit ja aufstehen. Man ist also recht schnell wieder auf den Beinen. Bis auf die lästigen Wundwasserflaschen, die man ja überall mit hinnehmen muß ist man doch recht beweglich.
Ja, mit dem duschen ist das so eine Sache, die Ärzte sehen es nicht so gerne - eher waschen - Einmalwaschlappen u. feuchtes WC-Papier sind nicht schlecht! Haare waschen hab ich mich so am 5. Tag getraut, das ging.
Kleidung vorn zu knöpfen ist bei den vielen Untersuchungen am Anfang praktischer, bei der Visite schneller und ein T-Shirt über den Kopf zu ziehen geht nicht so gut.
Unter der Kleidung trägst Du einen Sport-BH, ein Mieder, einen Slip und die sexy Kompressionsstrümpfe!
Mit dem Schlafen kam ich sehr gut zurecht, allerdings die ganze Zeit auf dem Rücken, wo ich eigentlich immer auf dem Bauch schlafe. Das Bett läßt sich an Kopf- und Fußteil gut verstellen. Meine Zimmergenossin war nicht so zufrieden, sie hatte ein anderes Bett und ständig Rückenschmerzen.
Aber man hangelt sich von Tag zu Tag, es wird alles besser, immer ein Fläschchen weniger am Körper und auch nette Frauen, die man kennen lernt, vertreiben die Zeit. Nach 7 Tagen wollte ich am Liebsten schon Nachhause, fühlte mich fit genug, bin dann aber doch erst am 10. gegangen.
Heute geht es mir gut, habe zwar wenn ich aufstehe öfter das Gefühl ein wenig kurz zu sein - die Bauchhaut muß sich erst dehnen, aber keinerlei Schmerzen! Nur so ein Gefühl wie blaue Flecken und wund. Das Mieder nervt ein wenig, aber 4 Wochen sind doch auch schnell um.
So, liebe Sabine ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiter helfen und wünsche Dir für den 6. alles Gute, Kopf hoch, Du schaffst das..... GlG Kati