von Hans42 am Fr Nov 20, 2009 3:04 pm
Das gibt Mut in die Zukunft zu schauen
Ende Okt 2009 war ich im techn. Museum in Wien. Hier
fand gerade eine Ausstellung über den menschlichen
Körper statt. Unter anderem ein Spiel endeckt, bei
welchem man mit den Gedanken über elektr. Impulse eine
Kugel bewegen konnte. Dabei wurden die Hirnströme
gemessen und in elektr. Energie an einen
Elektromagneten weitergeleitet, welcher dann die Kugel
bewegte.
Da meine Frau schon 15 Jahre Yoga-Kurse besucht , bin ich
davon ausgegangen, das ich dieses Spiel auf jeden Fall
verliere.
Das Gegenteil war der Fall . Ich habe 2 mal gewonnen
Da kam mir der Gedanke, dass ich mit meinen Kopf auch
meinen Parkinson bekämpfen kann.
Ich fing an mich auf meine Hände und Füße zu
konzentrieren- und siehe da binnen weniger tage konnte
ich die rechte oder die linke hand so steuern, dass ich
ein Wärmegefühl in der jeweiligen Hand hatte.
Es ging also irgendwas.
Ich fand dann einen Arzt ( Dr. Busch ) in Hanau,
welcher mit Feldenkrais arbeitet.
In einem Gespräch habe ich ihm meine Situation
geschildert ( 8 Jahre Parkinson )
Und wir fingen dann mit den Übungen an . Beim
Feldenkrais muss der Kopf jede Bewegung bewusst
registrieren.
Nach einer halben Stunde habe ich mich in den Stuhl
gesetzt und bin wie ein Gesunder aufgestanden. Das
konnte ich seit 5 Jahren nicht mehr.
Mein nächstes Problem war, dass ich mich im Bett nicht
mehr drehen konnte. Nach weiteren 2 Stunden war ich
soweit, dass ich mich auf der Liege ohne Anstrengung
problemlos drehen konnte.
Nächsten Tag spielte ich gegen gesunde Männer Tennis
und siehe da ich habe gewonnen.
Leider hat dieser Zustand nur 4 Tage angehalten Ich
muss noch viel daran arbeiten mit meinem Kopf das
Ergebnis zu erreichen.
Nach meiner 2.Feldenkrais Sitzung hatte ich
anschließend einen Termin bei meinem Parkinsonarzt ( PD
Dr. Baas ).
Ich konnte mich wieder sehr gut bewegen. Am Ende der
Untersuchung sagte mir Her Dr. Bass, dass fasst keine
typischen Parkinsonbewegungen erkennen konnte.
Ist das nicht ein Erfolg.
Ich muss sicherlich noch viel daran arbeiten dieses
Ergebnis ohne fremde Hilfe zu erreichen aber der
Anfangserfolg gibt mit viel Mut.
Tabletten werden noch nicht reduziert, vielleicht
später aber dann nur mit Zustimmung des Facharztes.
Es lohnt sich darüber nachzudenken.
Hans Hiesberger