von Michael68 am Mo Apr 28, 2008 2:20 pm
Hallo Bettina,
Natürlich darfst Du fragen! Wir sind ja zum Meinungsaustausch hier. Und soviel Gemeinsamkeiten es gibt, so unterschiedlich sind die Menschen...
Also, zuerst: ich bin jetzt 40. Zur Zeit des schlaganfalles war ich also 38.
Mit "atypischem" Schlaganfall meine ich, dass ich kein klassisches Bild abgegeben habe mit Verschlüssen von Blutgefäße, Trombosen o.ä.. Bezogen auf diese "Klassiker" hatte ich auch keinerlei Risikofaktoren. Auslöser des Infarktes war bei mir eine Dissektion der Halsschlagader (Arteria Carotis Interna). Wodurch diese ausgelöst wurde weiss bis heute kein Mensch.
Was war noch? Ach ja, das "Einschleifen" der Medis: das ging bei mir verhältnismäßig schnell (obwohl mich die erneute Aufnahme auf Station tierisch genervt hat), innerhalb von 4 Tagen in der Klinik mit täglichem Blutspiegel usw. war's schon vorbei. Warum's das richtige Medikament war, bzw. warum die Ärzte sich da sicher waren, weiss ich allerdings nicht. Vielleicht war's ja nur Glück?
Jedenfalls hatte ich keine Grand Mals mehr... Und die Nebenwirkungen laut Verpackung hatte/habe ich zum Teil auch, was meinen Neurologen aber bestärkt hat, dass es das richtige Medikament ist. (Er sagt in der Abwägung wird es immer "ungewollte Wirkungen geben, die aber am Ende nicht ausschlaggebend sind, solange man damit noch irgendwie umgehen kann.)
Das mit den Vernarbungen hat mir mein Neurologe auch als Erklärungsmuster gegeben. Zu den Entwicklungsschüben kann ich so nichts sagen, außer vielleicht, dass meiner Erfahrung nach die Ärzte bei weitem nicht so nah dran sind am Patient, wie z.B. Familie oder Therapeuten. Ich denke da gibt's vieles, was die Schulmedizin noch nicht entdeckt hat...
Meine Folgen nach dem Insult waren v.a. die Hemiparese, und in der Folge Depressionen und eben die Epilepsie. Erstere lies sich zm Glück recht schnell (6-10 Wochen) in den Griff kriegen, die Depris dauerten entsprechend länger und mit der Diagnose "Epilepsie" kann ich unter der Medikation recht gut leben.
So, wünsch' Euch noch alles Gute und Deinem Vater natürlich noch viele Schritte nach vorn, damir er den Mut nicht verliert.
Ciao, Michael.