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Epilepsie nach Schlaganfall

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Beitragvon sasisa am So Jan 27, 2008 3:09 pm

Titel: Epilepsie nach Schlaganfall

Hallo,
mein Vater hatte vor 1 Jahr einen schweren Schlaganfall. Vor einem halben Jahr dann das erste Mal einen epileptischen Anfall/Krampfanfall. Nun trotz Einnahme von Gabapentin bereits innerhalb von 17 Tagen 2 weitere Anfälle. Da er Marcoumar nimmt, haben wir riesen Angst vor Stürzen und der damit verbundenen Gefahr von Hirnbluten... Hat jemand Tips für uns, oder ist das wegen der Vorerkrankung eine ganz andere Schiene? Bin dankbar für jeden Hinweis.
sasisa
 
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Beitragvon Ted D. am Mi Feb 06, 2008 4:39 pm

Hallo,
bei dem Bruder meiner Oma ist jetzt das gleiche aufgetreten. Schlaganfall vor ca. einem Jahr, dann kam Weihnachten der erste Anfall. Seine Medikamente kenne ich jezt nicht, frage aber mal nach. Auch weitere Anfälle bisher noch nicht.

bis dahin,
Ted D.
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Beitragvon sasisa am Do Feb 07, 2008 12:21 pm

Titel: Hallo

gehe davon aus, daß es sowieso bei jedem anders verläuft, wahrscheinlich gibt es auch kein Schema. Mich würde aber vor allen Dingen interessieren, wie lange das "Einstellen" mit Medikamenten bei anderen so gedauert hat...
Danke! Grüße - Bettina
sasisa
 
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Beitragvon Michael68 am Do Apr 24, 2008 1:53 pm

@sasisa:

Hallo,
Ich hatte dasselbe Problem wie Dein Vater: erst einen Schlaganfall und dann ca. 6 Monate später einen epileptischen Anfall. Die Mediziner gehen davon aus, das beides zusammenhängt, mir wurde jedoch gesagt, dass ein so großer Abstand zwischen den Ereignissen eher untypisch ist. (Direkt nach einem Schlaganfall ist das Risiko für epileptische Anfälle sehr hoch: 20-25%) Mich wundert ein wenig, dass Dein Vater noch Marcumar nimmt. Das wurde bei mir nach dem epileptischen Anfall umgehend als zu risikobehaftet abgesetzt. Allerdings muß ich dazu sagen, dass mein Infarkt atypisch war (Dissektion), so dass das Marcumar eher ein Feigenblatt als effektive Therapie war. Das kann bei Deinem Vater natürlich anders sein..
Seitdem bekomme ich nichts mehr zur Blutverdünnung, sondern nur noch Trileptal (900mg) (Wirkstoff: Oxcarbazepin) zur Unterdrückung von epileptischen Anfällen. Das geht jetzt etwa 15 Monate schon so und ich bin zum Glück anfallfrei geblieben und darf inzwischen unter Medikation auch schon wieder Autofahren usw.

Die Medikation ist nicht ganz ohne Nebenwirkungen, aber im Großen und Ganzen erträglich, so dass ich wieder ein normales Leben führen kann.
Als Tipp kann ich eigentlich nur mitgeben sich einem guten Neurologen anzuvertrauen und bei einem Medikament zu bleiben, wenn es seine Wirkung hat, auch wenn eventuell andere Wirkungen hinzukommen....
(Wenigstens hat man das beruhigende Gefühl, dass es etwas bewirkt, also hoffentlich auch das, was es soll, was bei mir der Fall zu sein scheint.)

Ciao und Kopf hoch, man kann sich von so etwas auch erholen, auch wenn's zunächst schlimm ausschaut...
Michael.
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Beitragvon sasisa am Fr Apr 25, 2008 5:48 pm

Titel: Danke für die Info

Hallo Michael,
vielen Dank für Deine Info..
seit meinem Eintrag hat sich einiges ergeben, allerdings stehen wir auch etwas vor einem Rätsel.
also mein Vater hatte im August 07 den ersten Anfal (Grand Mal), dann bekam er Gabapentin und zwar 3 x tgl. 600. Dann hatte er Ende Dez. den 2. Anfall und die Dosis wurde auf 4 x tgl. erhöht - als dann im Januar der 3. Anfall kam, setzten sie ihn im Krankenhaus auf 4x tgl. 900 (Höchstdosis). Wir haben uns dann relativ sicher gefühlt.... Jetzt hatte er vor 2 Wochen wieder einen Anfall und bei der Blutuntersuchung wurde festgestellt, dass der Wirkstoff nicht aufgenommen wurde??? Haben alle Tabletten wie Plan genommen und in der Apotheke auch extra prüfen lassen zwecks Wechselwirkung. Jetzt wird er gerade umgestellt auf "Kepra" , aber ein großes Gefühl der Unsicherheit begleitet uns tgl. - eben auch wegen des Marcumar. Die Anfälle 1-3 kamen Gott sei Dank im Liegen, so dass das größte Übel die Zungenbiss waren und natürlich die Schmerzen danach.. Nun hat es ihn aber umgehauen - allerdings blieb der Sturz ohne "Einblutung".
Wie lange hat das "Einstellen" bei Dir gedauert? Und wie genau wurde getestet /festgestellt, dass es das für Dich richtige Medikament ist gegen die Anfälle? Beim Neurolgen waren wir ja auch und die Untersuchungen ergaben jedesmal keine Anzeichen für Krampfneigung! Sorry, dass ich so doof frage, aber was bedeutet atypischer Infarkt? Mein Vater hat Herzrythmusstörungen und diese haben eine Embolie ausgelöst, die dann die Arteria Cerebri Media dichtgemacht hat (Sprachzentrum = 0 ).. Um weiteren Embolien vorzubeugen ist wohl das Marcumar von Nöten.
Darf ich noch fragen wie alt Du bist? Hoffe es ist nicht zu unverschämt..
Im Übrigen ist der lange Abstand zwischen Schlaganfall und 1. Krampf auch bei meinem Vater nicht typisch (lt. Arzt) - allerdings hängt es mit dem relativ großen "Narbengewebe" zusammen, das die Hirnströme am Fließen hindert - wir hatten paradoxerweise immer das Gefühl, als wenn nach einem Krampf - nach der Erholung - eine Art "Entwicklungsschub" kam.. Ärzte verneinen dies, allerdings sehen einige unserer Therapeuten es ähnlich, wie ist das bei Dir gewesen, oder hattest Du nicht so schwere Folgen nach dem Insult? Also ich würde mich sehr freuen, wenn Du Dir meinen "Roman" durchliest und etwas Zeit für meine vielen Fragen findest! Vorab schon mal vielen Dank und "toi-toi-toi" dass es Dir weiterhin so gut geht! Grüße - Bettina
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Beitragvon Michael68 am Mo Apr 28, 2008 2:20 pm

Hallo Bettina,

Natürlich darfst Du fragen! Wir sind ja zum Meinungsaustausch hier. Und soviel Gemeinsamkeiten es gibt, so unterschiedlich sind die Menschen...
Also, zuerst: ich bin jetzt 40. Zur Zeit des schlaganfalles war ich also 38.
Mit "atypischem" Schlaganfall meine ich, dass ich kein klassisches Bild abgegeben habe mit Verschlüssen von Blutgefäße, Trombosen o.ä.. Bezogen auf diese "Klassiker" hatte ich auch keinerlei Risikofaktoren. Auslöser des Infarktes war bei mir eine Dissektion der Halsschlagader (Arteria Carotis Interna). Wodurch diese ausgelöst wurde weiss bis heute kein Mensch.
Was war noch? Ach ja, das "Einschleifen" der Medis: das ging bei mir verhältnismäßig schnell (obwohl mich die erneute Aufnahme auf Station tierisch genervt hat), innerhalb von 4 Tagen in der Klinik mit täglichem Blutspiegel usw. war's schon vorbei. Warum's das richtige Medikament war, bzw. warum die Ärzte sich da sicher waren, weiss ich allerdings nicht. Vielleicht war's ja nur Glück?
Jedenfalls hatte ich keine Grand Mals mehr... Und die Nebenwirkungen laut Verpackung hatte/habe ich zum Teil auch, was meinen Neurologen aber bestärkt hat, dass es das richtige Medikament ist. (Er sagt in der Abwägung wird es immer "ungewollte Wirkungen geben, die aber am Ende nicht ausschlaggebend sind, solange man damit noch irgendwie umgehen kann.)

Das mit den Vernarbungen hat mir mein Neurologe auch als Erklärungsmuster gegeben. Zu den Entwicklungsschüben kann ich so nichts sagen, außer vielleicht, dass meiner Erfahrung nach die Ärzte bei weitem nicht so nah dran sind am Patient, wie z.B. Familie oder Therapeuten. Ich denke da gibt's vieles, was die Schulmedizin noch nicht entdeckt hat...

Meine Folgen nach dem Insult waren v.a. die Hemiparese, und in der Folge Depressionen und eben die Epilepsie. Erstere lies sich zm Glück recht schnell (6-10 Wochen) in den Griff kriegen, die Depris dauerten entsprechend länger und mit der Diagnose "Epilepsie" kann ich unter der Medikation recht gut leben.

So, wünsch' Euch noch alles Gute und Deinem Vater natürlich noch viele Schritte nach vorn, damir er den Mut nicht verliert.
Ciao, Michael.
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Beitragvon sasisa am Mo Apr 28, 2008 5:25 pm

Titel: Danke

Danke für Deine Antworten - auch Dir weiterhin alles Gute! Grüße - Bettina
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Beitragvon JuliaBrandes am Di Jun 24, 2008 1:53 pm

hallo:),

Epilepsie bedeutet übersetzt Fallsucht und wird umgangssprachlich häufig als Krampfleiden bezeichnet. Es handelt sich um eine Fehlfunktion des Gehirns, ausgelöst durch Nervenzellen, die unkontrolliert Impulse abfeuern (siehe Ursachen der Epilepsie). Epilepsien gehören zu den häufigsten Funktionsstörungen des Gehirns.Für die Einordnung der epileptischen Anfällen ist die Beurteilung des Anfallsbildes sehr wichtig. Daher sind in diesem Zusammenhang Angaben von dritten Personen, die den Anfall beobachtet haben, wichtig. Ausserdem muss die Epilepsie von anderen, mitunter ähnlich erscheinenden Erkrankungen wie Bewusstseinsstörungen anderer Ursache, Krämpfen bei Stoffwechselentgleisungen oder psychisch bedingten Anfällen abgegrenzt werden. Zusätzlich muss nach einer möglichen Ursache einer symptomatischen Epilepsie, beispielsweise nach einem Hirntumor, gesucht werden. Auch hier kannst du mehrere infos zum thema finden.: http://www.gotorio.de/group/topics/show ... -epilepsie
Alles Gute,JUlia
JuliaBrandes
 
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Beitragvon SusanDusan am Fr Jun 27, 2008 3:17 pm

Titel: hy

hallo :):):)


Ich habe mir die seite die du Julia angegeben hast angekuckt,ich fand sie ganz toll,denn ich habe dort so viele interessante infos gefunden.ich hatte mehrere Fragen bezüglich Gesundhiet und so.. die "ichgebnieaufegalwiesinnlos" seite hat sie mir gelöst :)



Alles Gute,SusaN 8)
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Beitragvon schneeflocke12 am Sa Apr 14, 2012 11:30 pm

Titel: Re: Epilepsie nach Schlaganfall

Hi Michael68,
Ich bin gerade durch Zufall auf diese Seite gestoßen.
Meinem Vater ging es ähnlich wie Ihnen. Er hatte mit 54 Jahren einen Schlaganfall ausgelöst durch eine Dissektion einer Hauptaterie.
Er hatte kurz nach dem Schlaganfall einen epileptischen Anfall im Krankenhaus. Seitdem muss er Trileptal nehmen. Die Nebenwirkungen waren jedoch so stark, dass ihn der Arzt nun auf Levetiracetam UCB 1000mg (er muss davon 2 Tabletten pro Tag nehmen) umgestellt hat. Seitdem er dieses neue Medikament nimmt, ist der total teilnahmslos und absolut motivationslos und hat noch stärkere Depressionen bekommen.
Der Arzt meint, dass er sein Leben lang Epilepsiemedikamente nehmen muss, wegen der Vernarbung im Gehirn von dem einen Anfall den er hatte.
Ich würde mich gern mit Ihnen mal unterhalten, wenn das möglich wäre.
Danke und viele Grüße!
schneeflocke12
 
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