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Depressionen nach OP

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Beitragvon susannfreude am Mo Okt 01, 2007 7:40 pm

Titel: Depressionen nach OP

Hallo!
Mein Vater (58) hatte letztes Jahr Prostatakrebs und die OP's gut überstanden
Die Kontrolluntersuchungen sind auch immer i.o.!
Er hat sich jetzt einen Bruch zugezogen weil er zu zeitig wieder arbeiten gegangen ist.
Jetzt haben meine Schwester und ich festgestellt das er immer depressiver wird.
Wir wissen nicht mehr weiter.
Er hält das Wasser und dank V. klappt es auch ganz gut.
Also hat er doch eigentlich keine Gründe depressiv zu sein!!!!!!!!
Nun hören wir aber immer nur schlechtes.
Alle Prostatapatienten die ich ( und mein Vater) kennen, haben nach 2 bis 3 Jahren andere Krebserkrankungen bekommen und das zieht ihn runter.
Kann mir jemand weiter helfen.
Gibt es irgendwelche Medikamente oder vielleicht auch nur positive Beiträge die meinem Vater wieder aus seinem seelischen Tief raus holen?

Ich würde mich über Antworten freuen!
Grüße aus Torgau
susannfreude
 
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Beitragvon Netiba am Mo Okt 01, 2007 11:22 pm

Hallo Susann,

also was die Depressionen angeht, sollte dein Vater sich professionelle Hilfe holen. Ich bin Brustkrebspatientin und kann das bestens nachvollziehen. Hab mir Hilfe geholt und gute Strategien zur Bewältigung meiner Erkrankung entwickelt.

Es gibt als Patientenorganisation den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe, da gibt es ganz viele Männer, denen es gut geht. Vielleicht gibt es ja auch eine Gruppe in eurer Nähe. Es gibt nichts, das mehr Mut macht, als das lebendige Beispiel.

Dir und deinem Vater wünsche ich alles Gute
Netiba
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Beitragvon Quintus am Do Nov 22, 2007 11:26 pm

Hallo Susann,
ich denke dein Vater sollte sich in eine SHG begeben. Dort sind auch Männer, die die ganze Sache sehrgut überstanden haben und auch schon vor vielen Jahren.
Um da aber eine etwas ehrliche Meinung sagen zu können, müsste man den OP-Befund kennen. Welche Werte hatte denn dein Vater vor der OP nach der OP ?
Natürlich gibt es auch Fälle -leider zu viele- bei denen nach der OP mit einem Rezidiv zu rechnen ist. es kommt aber nur bei den Männern vor, die eben zu spät zur Vorsorge gingen, die schlechte Voraussetzungen haben. Dennoch, auch Rezidive sind in den Griff zu bekommen. Lebensangst muss dein Vater nicht haben. Schick ihn unter Leute, unter Gleich-betroffene und er wird sich sicher wieder fangen.
Melde dich wieder, ich versuche dir zu helfen unter dem Motto, jeden Tag eine gute Tat zu machen und heute bist du dran. OK?
Gruß
Quintus
Quintus
 
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Beitragvon Pepsi am Sa Dez 29, 2007 12:33 pm

Titel: Re: Depressionen nach OP

susannfreude hat geschrieben:Hallo!
Mein Vater (58) hatte letztes Jahr Prostatakrebs und die OP's gut überstanden
Die Kontrolluntersuchungen sind auch immer i.o.!
Er hat sich jetzt einen Bruch zugezogen weil er zu zeitig wieder arbeiten gegangen ist.
Jetzt haben meine Schwester und ich festgestellt das er immer depressiver wird.
Wir wissen nicht mehr weiter.
Er hält das Wasser und dank V. klappt es auch ganz gut.
Also hat er doch eigentlich keine Gründe depressiv zu sein!!!!!!!!
Nun hören wir aber immer nur schlechtes.
Alle Prostatapatienten die ich ( und mein Vater) kennen, haben nach 2 bis 3 Jahren andere Krebserkrankungen bekommen und das zieht ihn runter.
Kann mir jemand weiter helfen.
Gibt es irgendwelche Medikamente oder vielleicht auch nur positive Beiträge die meinem Vater wieder aus seinem seelischen Tief raus holen?

Ich würde mich über Antworten freuen!
Grüße aus Torgau


Hallo Susannfreude,

bin mit 57 an Prostata-ca. operiert worden vor 2 Jahren ,mir geht es soweit gut aber alles wieder rezidiv. Ein wohlgemeinter Ratschlag von mir, dein Vater sollte sich an seinen Hausarzt wenden ( Onkologen / Urologen ) und Ihn bitten, dass er eine Nachsorge erhält in einer psychischen Behandlung die er in seinem Wohnort über die Krankenkasse erfährt. Die Enstehenden Kosten für diese Behandlung übernimmt immer seine Krankenkasse.
Ein weiterer Vorschlag von meiner Seite aus- er sollte sich einmal in Verbindung setzen mit einer Selbsthilfegruppe Prostatakrebs in seiner Nähe. Es wird bei diesen Gruppen keine grossen Fragestellungen geben, sondern er ist unter gleichbetroffenen. Es gibt wie hier schon beschrieben den Bundesverband Prostatakrebs in Gehrden / Hannover bei dem man ab dem neuen Jahr Rat und Tat holen kann . Ein expertenteam von Betroffenen kann man tellefonisch um Rat fragen .
Also, nur keine Depressionen haben und immr wieder Vorwärts schauen so habe ich mein Leben neu geordenet. Was die Bruchoperation anbetrifft , die ist heute in 4 Tagen erledigt- denn ich hatte im Juni eine Gallenoperation und lebe heute noch. Also Kopf hoch- auch wenn der Hals schmutzig ist
Herzliche Grüsse
Pepsi

Anrufen wenn es notwendig erscheint !!!!!!!!!!!!
Bin selbstbetroffener Prostata-Ca Patient ( rezidiv )
Kein Urologe aber das was ich über die Krankheit weiß, gebe ich gerne weiter.
Pepsi
 
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Beitragvon Robertmu am Di Mai 12, 2009 9:49 am

Titel: Re: Depressionen nach OP

Ich glaube, dass der Beistand der Familie in solchen Fällen am wichtigsten ist. Natürlich liegt es an jedem Einzelnen wie er sein weiteres Leben handhaben will, allerdings hilft es ab un zu, wenn man an die Gründe erinnert wird, wofür es sich lohnt weiterzukämpfen. Allerdings muss er sich dessen bewusst sein, dass Prostatacarcinom kein gewöhnliches Carcinom ist. Damit meine ich, dass Krebs nicht gleich Krebs ist. Viele Prostata-Patienten leiden an post-OP Depressionen, da sie mit den Gedanken leben, dass sie an Krebs operiert wurden und dass ihre weitere Lebenserwartung sehr gering sei. Jedoch ist es im Falle des Prostatacarcinom ganz und gar nicht so. Falls diese Erkrankung im Frühstadium erkannt wurde und sie richtig operiert wurde, ist der Prozentsatz einer vollkommenen Genesung sehr hoch. An erster Stelle, ist da die ärztliche Beratung sehr wichtig. Es gibt heutzutage sehr viele Verfahren wie man eine weitere Rezidive stoppen kann, sowie auch wie man die Schmerzen handhaben kann, falls welche vorhanden. Prostata-OP ist heutzutage schon ein sehr gut erforschtes Gebiet, indem man gute Heilungschancen hat.
Robertmu
 
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