Liebe Hanilo,
das hört sich alles nicht sehr gut an und man kann wirklich nur die Ruhe bewahren und Geduld mitbringen. Die Ärzte sollten eigentlich wissen, ob sie die Ursache herausfinden für diesen wirklich schlimmen Zustand.
Aber das dauert auch alles seine Zeit und hängt viel vom Eigenwillen des Patienten ab. Tief in seinem innern ist ein Automatismus angebracht, der ihm hilft zu überleben oder eben nicht. Wer einfach nicht mehr kann und will, dem ist sehr, sehr schwer zu helfen. Aber einer, der noch unter der Sauerstoffmaske mit zusammengekniffenen Zähnen lächelt und sagt, er kriegt das bestimmt wieder hin, der wird es auch schaffen.
Und wenn dann die Ärzte sehen, da kämpft jemand einen guten Kampf, dann wird auch geholfen. Auch die Unterstützung der Angehörigen ist ein großes Plus bei solchen Situationen. Eine Frau die völlig zusammenbricht am Bett des schwerkranken Mannes ist keine große Hilfe. Wenn sie aber Stärke ausstrahlt und Optimissmus kann sie wieder neuen Lebensmut wecken.
Erzähle deinem Mann von den Kindern, dass sie froh wären, bald ihren Vater wieder gesund zuhause zu haben. Erzähle ihm nicht, wie schlimm sie sich ängstigen und gar nicht damit umgehen können.
Auch du brauchst Hilfe und Unterstützung. Sprich mit den Ärzten darüber, auch wenn es etwas Zeit in Anspruch nimmt. Zeige, dass du wissen willst, was mit deinem Mann geschieht und welche Möglichkeiten er noch hat, wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen.
Manchmal haben die Ärzte nach 10 Tagen oder mehr in der Intensivstation einige Wunder erlebt und es ging dem Patienten von einer Stunde zur anderen besser.
Unterstürzung würdest du auch in einer Selbsthilfegruppe bekommen. Versuche es einmal, denn je mehr man Bescheid weiß umso eher kann man mit den Gegebenheiten umgehen.
Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke und Gottes Segen, dass dein Mann es schaffen kann.
Alles Gute
Tante B
Hier kann man sich anmelden und informieren:
http://www.lungenemphysem-copd.com/page ... dungen.php