von bibi51 am Sa Feb 05, 2011 8:05 pm
Hallo bjam 82,
ich kann dir dazu nnicht allzuviel sagen, außer das diese Patienten selten an einer Atemnot rsp. der COPD sterben, sondern iregenwann geben die Organe ihren Geist auf, weil sie unterversorgt sind. So wie es aussieht, könnte es sein, das deine Mutter in eine CO²-Narkose fällt, wenn der CO² nicht mehr in den Griff zu bekommen ist.
Zu deiner Frage Opiate bei COPD habe ich folgendes gefunden und auch schon bei Patienten im Einsatz erlebt:
Atemdepression
Die unerwünschte Atemdepression (als verminderte Ansprechbarkeit des Atemzentrums auf Atemantriebe) wird durch eine verminderte CO2-Empfindlichkeit des Atemzentrums über μ2-Rezeptoren ausgelöst. Sie ist direkt proportional zur analgetischen Potenz des Opioid. Indirekt hat sie durch eine Vasodilatation (Gefäßweitstellung) auch eine Erhöhung des intrakraniellen Drucks (Hirndruck) zur Folge. Als milde Verlaufsform tritt eine Hypoventilation (verminderte Atmung) mit nur wenigen Atemzügen pro Minute auf. Typisch für diese ist, dass der Betroffene einer Aufforderung zum aktiven Atmen nachkommt (sogenannte Kommandoatmung). Bei höherer Dosierung sisitiert die Atmung komplett (Atemstillstand). Durch den Einsatz des Antagonisten Naloxon ist eine Atemdepression aufhebbar.
Bei schmerzorientierter Gabe von Opioiden tritt in der Regel keine klinisch relevante Atemdepression auf, solange sich die Opioidgabe am Ausmaß der Schmerzredukton orientiert und eine Überdosierung vermieden wird. Schmerz ist bezüglich Atemdepression ein Opioidantagonist.[10] Opioide können gerade in der Behandlung einer Dyspnoe als Folge fortgeschrittener Erkrankungen wie einer COPD zumindest in Terminalstadien verabreicht werden, sofern die Symptomlinderung und nicht die Beschleunigung des Sterbeprozesses angestrebt wird. Darüber hinaus sind Opioide auch zur Linderung einer anderweitig nicht zu behandelnden Atemnot von COPD-Patienten außerhalb eines Terminalstadiums hilfreich.
Vielleicht hilft es dir ein bisschen weiter.
Hat deine Mutter schon mal eine gescheite Reha gemacht? Wo sie wieder aufgebaut wird, so das sie wieder am Leben teilhaben kann?
Das könnte man noch ins Auge fassen. Leider wird sie, wenn sie nichts mehr für sich tun kann, wie ein bisschen Therabandübungen oder etwas für die Ausdauer, immer mehr abbauen, die Mukskeln schwinden, wie Eis in der Sonne.
Ich sehe den CO²-Wert schon kritisch, aber es gibt Menschen, die auch damit leben können, genauso, wie es Menschen gibt, die sich mit einem niedrigen Sauerstoffgehalt arrangiert haben, bzw. deren Körper.
Kann man vielleicht irgendwie eruieren, warum der CO²-Gehalt auch mit einem Bipap-Gerät nicht gesenkt werden kann?
Ich wünsche dir und deiner Mutter alles Gute!
Liebe Grüße
Birgit
DLTX MHH 11.09