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COPD und Opiate???

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Beitragvon bjam82 am Sa Feb 05, 2011 5:25 am

Titel: COPD und Opiate???

Hallo Zusammen

Ich (28) bin heute Nacht auf dieses Forum gestoßen, weil ich gezielt nach Erfahrungen gesucht habe.

Meine Mutter, gerade 60 Jahre alt geworden, leidet seit mehreren Jahren an COPD GOLD IV und erholt sich nach einem kleinem Infekt vor 3 Wochen nur sehr langsam. 24 h Sauerstoff hat sie bereits seit 2006, zur Zeit bei 2 Liter. Sie hat Pflegestufe 1, Antrag auf Pflegestufe 2 ist gestellt.
Die Werte werden stetig schlechter, auch unter ihrer Heimbeatmung NIV wird es nicht besser. Am Dienstag sagte uns ihr Lungenfacharzt, das medizinisch alles erschöpft wäre.
Ihre Blutgasanalyse war sehr schlecht, CO2 bei 71%.
Obwohl ich aus der Pflege komme, gibt es mittlerweile doch Fragen, die ich mir nicht beantworten kann.
Sie kann mittlerweile noch nicht mal mehr selbst zur Toilette gehen, hat jetzt einen Toilettenstuhl.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit Opiaten, wie z.B Morphium bei COPD?

Ich möchte ihr die restliche Zeit, die sie noch hat, so angenehm wie möglich gestalten. Aber da sie immer mehr Panik und Ängste hat, ist es schweirig, ohne angepasste Medikamente zu reagieren.
Sie lagert immer mehr Wasser an den Beinen und Füssen ein, hat eine koronare Herzerkrankung und noch einiges mehr, was belastend hinzukommt.

Ich habe Angst vor ihrem Tod. Wird sie noch viel leiden müssen, wird sie einschlafen? wie ist der Verlauf? Wie viel Zeit hat sie noch?

Ich weiß, dass mir niemand eine genaue Antwort darauf geben kann, aber vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, die mir in meiner Situation weiterhelfen können.

Vielen Dank im Voraus.
bjam82
Zuletzt geändert von bjam82 am So Feb 06, 2011 3:31 am, insgesamt 1-mal geändert.
bjam82
 
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Beitragvon aikan am Sa Feb 05, 2011 7:47 pm

Titel: Re: COPD und Opiate???

hi bjam 82, wenn du aus der pflege kommst, ist dir sicher klar, wie es deiner mutter geht, auch wenn du es nicht wahrhaben willst. COPD und Morphium haben nichts miteinander zu tun. Morphium lindert Schmerzen aber beeinträchtigt die Atmung. Ich fühle mit dir und wünsche dir einen Arzt, der die optimale Einstellung Deiner Mutter zustande bringt und sie von ihren ängsten befreit, damit sie noch schöne zeiten verbringen kann.
Kraft, Glück und viele grüsse
aikan
 
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Beitragvon bibi51 am Sa Feb 05, 2011 8:05 pm

Titel: Re: COPD und Opiate???

Hallo bjam 82,

ich kann dir dazu nnicht allzuviel sagen, außer das diese Patienten selten an einer Atemnot rsp. der COPD sterben, sondern iregenwann geben die Organe ihren Geist auf, weil sie unterversorgt sind. So wie es aussieht, könnte es sein, das deine Mutter in eine CO²-Narkose fällt, wenn der CO² nicht mehr in den Griff zu bekommen ist.
Zu deiner Frage Opiate bei COPD habe ich folgendes gefunden und auch schon bei Patienten im Einsatz erlebt:

Atemdepression
Die unerwünschte Atemdepression (als verminderte Ansprechbarkeit des Atemzentrums auf Atemantriebe) wird durch eine verminderte CO2-Empfindlichkeit des Atemzentrums über μ2-Rezeptoren ausgelöst. Sie ist direkt proportional zur analgetischen Potenz des Opioid. Indirekt hat sie durch eine Vasodilatation (Gefäßweitstellung) auch eine Erhöhung des intrakraniellen Drucks (Hirndruck) zur Folge. Als milde Verlaufsform tritt eine Hypoventilation (verminderte Atmung) mit nur wenigen Atemzügen pro Minute auf. Typisch für diese ist, dass der Betroffene einer Aufforderung zum aktiven Atmen nachkommt (sogenannte Kommandoatmung). Bei höherer Dosierung sisitiert die Atmung komplett (Atemstillstand). Durch den Einsatz des Antagonisten Naloxon ist eine Atemdepression aufhebbar.

Bei schmerzorientierter Gabe von Opioiden tritt in der Regel keine klinisch relevante Atemdepression auf, solange sich die Opioidgabe am Ausmaß der Schmerzredukton orientiert und eine Überdosierung vermieden wird. Schmerz ist bezüglich Atemdepression ein Opioidantagonist.[10] Opioide können gerade in der Behandlung einer Dyspnoe als Folge fortgeschrittener Erkrankungen wie einer COPD zumindest in Terminalstadien verabreicht werden, sofern die Symptomlinderung und nicht die Beschleunigung des Sterbeprozesses angestrebt wird. Darüber hinaus sind Opioide auch zur Linderung einer anderweitig nicht zu behandelnden Atemnot von COPD-Patienten außerhalb eines Terminalstadiums hilfreich.
Vielleicht hilft es dir ein bisschen weiter.

Hat deine Mutter schon mal eine gescheite Reha gemacht? Wo sie wieder aufgebaut wird, so das sie wieder am Leben teilhaben kann?
Das könnte man noch ins Auge fassen. Leider wird sie, wenn sie nichts mehr für sich tun kann, wie ein bisschen Therabandübungen oder etwas für die Ausdauer, immer mehr abbauen, die Mukskeln schwinden, wie Eis in der Sonne.
Ich sehe den CO²-Wert schon kritisch, aber es gibt Menschen, die auch damit leben können, genauso, wie es Menschen gibt, die sich mit einem niedrigen Sauerstoffgehalt arrangiert haben, bzw. deren Körper.
Kann man vielleicht irgendwie eruieren, warum der CO²-Gehalt auch mit einem Bipap-Gerät nicht gesenkt werden kann?

Ich wünsche dir und deiner Mutter alles Gute!
Liebe Grüße
Birgit
DLTX MHH 11.09
bibi51
 
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Beitragvon friedel45335 am Sa Feb 05, 2011 8:59 pm

Titel: Re: COPD und Opiate???

Opiate bei COPD ich bekomme seit 1 jahr Targain10/5mg zur Beruhigung der Atmung und es hilft Panikataken nur sehr selten sie wurden mir verschrieben
in der Lungenfachklinik Olpe Grafschaft .Gruß Friedel
friedel45335
 
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