von Hasengaby am Fr Jun 25, 2010 10:07 pm
Ich kann mir gut vorstellen, dass es am Ende einer solchen Erkrankung wirklich für viele Patienten sehr schwer ist, wenn man nicht mehr durchatmen kann. Hinzu kommen Anfälle, wo die Angst des Erstickens allmächtig ist. Mir geht es zwar noch nicht schlecht genug, um mich jetzt damit auseinandersetzen zu müssen, aber ich gebe zu, auch schon einmal an Selbstmord gedacht zu haben, allerdings nicht in Bezug auf meine jetzige Erkrankung.
Ich hatte mal ganz schlimme Bronchities, konnte fünf Tage und fünf Nächte nicht richtig schlafen, war völlig fertig. Ich bin wirklich hochgeschreckt und habe nach Luft gejapst. Bei jeden Anfall dachte ich, das war's. Der Hausarzt half mir nicht wirklich und ich habe irgendwie nicht daran gedacht, zu einem Pneumologen zu gehen, war gar nicht in der Lage dazu. Meine Mutter, die an Asthmal leidet, hat mir dann ein Notfall-Spray gegeben, der endlich geholfen hat. Ich hatte ihr damals gesagt, ich könne so nicht mehr leben, die ständige Angst, es wäre das letzte Mal...
Vorwürfe braucht sich deswegen niemand zu machen. Ich denke, dass man sich manchmal damit abfinden muß, dass es für einige Menschen eine nicht mehr zu ertragende Angst ist.
Ich entschuldige mich, aber ich bin in solchen Sachen sehr radikal, auch im Umgang mit meiner Krankheit. Ich möchte z. B. nicht an einem Lungengerät hängen, jedenfalls nicht für längere Zeit. Meine Familie ist schockiert über meine Einstellung. Und weil ich keine Leiden lange ertragen kann, bewundere ich all diejenigen, die mit ihrer Krankheit einigermaßen umgehen können, gerade wenn es schwer wird. All denen meine Hochachtung!