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Bin ich mit Dünndarmkrebs ein Exot?

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Guten Abend,

ich heiße Hans-Guido, bin 61 und habe seit ein paar Tagen den Befund Dünndarmkrebs. Hatte schon länger Probleme im Bauchbereich, die keiner erklären konnte. Jetzt wissen wirs, meine Frau und ich. Aber alle, mit denen ich bisher gesprochen habe, meinten, das hätten sie noch nie gehört. Käme nur selten vor. Bin ich damit wirklich ein Exot? Und was bedeutet das für meine Prognose? Die OP kommt auf jeden Fall, warte auf den Termin. Habe bis jetzt nur Leute mit Dickdarmkrebs gesprochen, aber das hilft mir nicht wirklich weiter. Gibt´s auf weiter Flur noch andere wie mich???

Kontaktaufnahme tät mich echt freuen!

Hans-Guido
Hans-Guido
 
Beiträge: 7
Registriert: Do Jul 02, 2009 7:30 pm

Halloo Hans-Guido,

ein "Exot" bist Du mit Deinem Dünndarmkrebs natürlich nicht, auch wenn der Dickdarmkrebs deutlich häufiger ist. Wichtig wäre, dass Du mal mit Deinen Ärzten besprichst, welche Art von Dünndarmtumor gefunden wurde, wie groß er ist etc. Im Übrigen sind gutartige Dünndarmtumoren viel häufiger als bösartige. Die sind eher selten. Also, ich rate Dir: Hol so viele Informationen ein wie möglich, damit Du weißt, was mit Dir passiert. Ich freue mich darauf, wieder von Dir zu hören!

Erstmal alles Gute,

Rolf
Medrolf
 
Beiträge: 1
Registriert: Mo Jul 06, 2009 2:34 pm

Hallo Rolf!

Die Magen-DArmspiegelung wurde mit Biopsie gemacht und das Ergebnis der Gewebeuntersuchung hat gezeigt, dass es wohl ein Dünndarmkarzinom ist, das aus der Dünndarmschleimhaut entstanden ist. Es soll auf jeden Fall so schnell wie möglich operiert werden. Schätze, das ist kein Zeichen für eine gutartige Form ..... Strahlen- und Chemotherapie kommen dann wohl auch noch auf mich zu. So schnell kann das gehen - da denkt man an nichts Böses und dann sowas! Hast Du Erfahrungen oder irgendwoher besondere Kenntnisse zu Dünndarmkrebs?

Grüße,

Hans-Guido
Hans-Guido
 
Beiträge: 7
Registriert: Do Jul 02, 2009 7:30 pm

hallo was waren den ihre probleme und anzeichen? lg david
icemaenchen
 
Beiträge: 2
Registriert: Mi Jul 08, 2009 8:14 am

Hallo David,

vielen Dank für Deine Nachfrage. Ich hatte schon ein paar Jahre mäßige Beschwerden, die aber von meinem Morbus Crohn kamen (gelegentlich Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen etc.). Das habe ich aber ganz gut in den Griff bekommen. Bis dann vor einigen Monaten die Beschwerden häufiger und stärker wurden. Erst hieß es, das ist der Morbus Crohn, aber das kam mir gleich komisch vor. Aber es wurde beim Abtasten etc. nichts weiter Auffälliges gefunden. Erst als dann noch leichte Blutungen dazu kamen, hieß es: Magen-DArm-Spiegelung. Und dann kam der Befund (Dünndarm-)Krebs ...

Soviel zu der Vorgeschichte und meinen Symptomen. Hast Du vielleicht etwas Ähnliches erlebt?

Es grüßt Dich,

Hans-Guido
Hans-Guido
 
Beiträge: 7
Registriert: Do Jul 02, 2009 7:30 pm

Hallo Rolf, hallo David,

so - jetzt wird´s ernst für mich: Habe Ende kommender Woche den OP-Termin. Habt Ihr noch Hinweise für mich? Glaubt ihr, die können so einen Dünndarmtumor vollständig entfernen? Habe Sorge, dass die mir vielleicht einen künstlichen Darmausgang legen müssen ....

Grüße von

Hans-Guido
Hans-Guido
 
Beiträge: 7
Registriert: Do Jul 02, 2009 7:30 pm

ohhh das geht aber schnell bei dir,also denke schon das die dein tumor richtig wech machen können,und nen künstlichen darmausgang bekommst du mit sicherheit nich,das is doch nur wenn der tumor am ende des dickdarm ist.und dein tumor liegt soweit ich das gelesen habe weit oben so von deinen beschwerden her mit erbrechen und so,und du hattest ja geschrieben das sie den tumor bei einer magen darm spiegelung gefunden haben,und bei der methode sieht mann ja nur wenige cm vom dünndarm.ich habe dich angeschrieben weil ich schon seit 3 jahren problem mitn magen darm habe und ers wird immer schlimmer,aber die ärzte ahebn nix gefunden habe mir überall schlauche reinstecken lassen aber ne alles tip top,aber mein bauch wird immer dicker und habe auch den ganzen tag bauchschmerzen und noch so komische sachen.lg
icemaenchen
 
Beiträge: 2
Registriert: Mi Jul 08, 2009 8:14 am

Hallo Icemaenchen!

Danke für Deine Nachricht. Leider gibt es auch ein Dünndarmstoma und ob ich so eins bekomme, wird sich wohl erst bei der OP zeigen. Meine Uhr tickt ..... Am Freitag ist es dann so weit und ich bin noch nicht wirklich schlauer geworden - geschweige denn beruhigt.

Aber mal zu Dir: Vielleicht hast Du auch irgendeine Nahrungsmittelunverträglichkeit, geh doch hier mal ins Zöliakie- oder Allergieforum. Das scheint mir ja eher passend zu sein. Wenn sie Dir "Schläuche überall reingeschoben haben" hätten sie ja einen Tumor wohl bemerkt, oder?

Gruß und alles Gute,

Hans-Guido
Hans-Guido
 
Beiträge: 7
Registriert: Do Jul 02, 2009 7:30 pm

Countdown......

mir geht nun doch das Thema Dünndarmstoma nicht mehr aus dem Sinn, je näher der OP-Termin rückt. Vielleicht kriege ich ja auch gar keins, oder nur ein vorübergehendes .... ? Es wär so spitzenmäßig, wenn sich hier mal jemand melden würde, der entweder selbst so ein Dünndarmstoma hat oder zumindest genauer weiß, wie das gemacht wird, wie das aussieht und was da auf einen zukommt. Dann könnte ich etwas gesammelter in die OP gehen. Also bitte!!!! Rührt Euch. Heißen Dank schon vorweg, ich geb dann einen aus, wenn alles gelaufen ist und ich wieder an ein kühles Blondes denken darf.

Grüße

Hans-Guido
Hans-Guido
 
Beiträge: 7
Registriert: Do Jul 02, 2009 7:30 pm

Lieber Hans-Guido,

ich würde mir da jetzt nicht zu viele Gedanken über ein SToma machen. Die Ärzte hätten Dir sicher gesagt, wenn das wirklich ein Thema wäre. Normalerweise wird bei Dünndarmkrebs bei der Operation der Abschnitt des Dünndarms, der vom Tumor befallen ist, entfernt, natürlich mit einem Sicherheitsabstand. Häufig bekommt der Patient dann noch Chemo- und/oder Strahlentherapie, um sicherzugehen, dass keine Tumorzellen zurückbleiben. Die Chemo, um speziell gegen Tumorzellen vorzugehen, die sich schon aus dem ursprünglichen Krebs gelöst haben und vielleicht andernorts Metastasen bilden könnten. Damit sollte die Behandlung dann vorerst vollständig sein.

Alles Gute!

Juli
Julita
 
Beiträge: 1
Registriert: Mi Jul 15, 2009 8:59 am

Lieber Hans-Guido,

meine Mutter hatte Dickdarmkrebs und bekam ein vorübergehendes Dünndarmstoma, um die Operationsnarbe zu entlasten und den operierten Darmteil zu schonen. Dabei haben die Ärzte eine doppelläufige Ileostomie angelegt. Das heißt, es wurde eine Darmschlinge durch die Bauchdecke nach außen verlagert und aufgetrennt. Durch das obere Ende floß dann der eher dünnflüssige Kot ab und der andere Teil war eben stillgelegt. Nach ein paar Monaten nach der OP konnte der DArm wieder zusammengenäht und in den Bauch zurückverlegt werden, dann konnte der untere, operierte DArmabschnitt seine Funktion wieder aufnehmen. Das ganze heißt dann auch vorübergehendes Entlastungsstoma. Was das angeht, so kann ich Dich beruhigen: Das ist kein größeres Problem, die Handhabung bekommt man ausführlich erklärt.

Drücke die Daumen für Deine Op und dass alles im Rahmen bleibt.

Zora
RoteZora
 
Beiträge: 2
Registriert: Do Jul 16, 2009 8:26 am

Hallo Leute,

was soll ich Euch sagen? Die OP ist vertagt auf nächste Woche - gibt dringendere Fälle! wWs sagt Ihr dazu??? Weiß nicht, ob ich das zum Lachen oder zum Heulen finden soll .... Hätte es gerne hinter mir gehabt. Aber vielleicht ist das ja auch ein gutes Omen!

Grüße,

Hans-Guido
Hans-Guido
 
Beiträge: 7
Registriert: Do Jul 02, 2009 7:30 pm

Hallo Hans-Guido,

wenn sie Deine OP sogar verschieben, dann ist es vielleicht garnicht so übel, wie Du dachtest. Ich würde das auf jeden Fall als gutes Omen ansehen, wenn es dringendere Fälle als Deinen gibt. Ich drücke Dir die Daumen, dass die OP diese Woche gut läuft. Lass uns doch anschließend wissen, was geworden ist! Denke an Dich und wünsche Dir alles, alles Gute. Kopf hoch!!!

Zora
RoteZora
 
Beiträge: 2
Registriert: Do Jul 16, 2009 8:26 am


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