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bin 50 habe COPD und bekomme keine rente

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hallo zusammen möchte mich gerne mal vorstellen
ich heiße gerd werde im frühjahr 51 und bin alleinstehend
hatte seid vielen jahren atemprobleme da ich viel geraucht habe , die diagnose aus früheren untersuchungen war immer chronische bronchitis .habe denn vor 3 jahren aufgehört zu rauchen und mich bei prof. Techner in der uni essen untersuchen lassen ,der stellte denn die diagnose COPD gold 3 und lungenemphisem , genau das wo mein vater 10 jahre vor dran verstab ,da war ich erst mal platt . dazu kommt das ich seid 17 jahren selbständig als trockenbauer bin und meinen beruf wohl nicht mehr ausüben kann wegen dem staub und der glaswolle .
vor jahren ging es mir mal finanziell sehr schlecht und ich mußte meine lebendsversicherungen kündigen , was mein größter fehler war, denn jetzt steh ich da .
hatte vor 1,5 jahre denn im maschienenbau angefangen bei einem bekannten um aus meinem job als trockenbauer zu flüchten . aber dann kam die wirschaftskriese und ich saß auf der strasse . geld vom staat bekomme ich nicht , als gestzl. rente stehen mir 350 euro zu .
habe jetzt wieder angefangen in meinem alten gewerbe zu arbeiten . meine frage wielange kann ich wohl noch mit dem copd arbeiten ?
ich habe vor einiger zeit angefangen mit nordic walking ,wo ich jetzt so 2 - 3 mal die woche je ca: 5 km auf flacher strecke trainiere .
jettnight
 
Beiträge: 22
Registriert: Mi Dez 30, 2009 7:42 am

hallo gerd! man bekommt nicht automatisch rente wenn man copd hat,erstmal
würde ich versuchen beim landesamt für soziale dienste eine schwerbehinderung zu beantragen, ich möchte dir den rat geben mindestens alle 3 monate den lfa
auzusuchen,was das arbeiten angeht ,ich bin seit 2006 rentner habe seit 15 jahren copd und andere krankheiten und arbeite 2xin der woche 4 stunden.
ich muß am 18.januar wieder in die lungenfachklinil nach großhansdorf zur op.
ich wünsche dir alles gute.
gruß
manfred :lol:
Manni61
 
Beiträge: 6
Registriert: Mo Sep 08, 2008 8:15 pm
Wohnort: Schleswig Holstein

Hallo, Du schreibst: meine frage wielange kann ich wohl noch mit dem copd arbeiten ?

Das wird dir wohl niemand beantworten können, weil davon viel zu viele Faktoren abhängen. Auf jeden Fall liegt es auch viel an dir, wie du mit deiner Erkrankung umgehst.

Als nächsten Schritt schlage ich dir vor, dir einen Lungenfacharzt zu suchen und mit ihm ein ganz vertrauensvolles Gespräch zu führen. Da sollte man auch alles ansprechen, Schlafstörungen, wenig Belastbarkeit, keine großen Gehstrecken, berufliche Belastungen.

Ein sehr guter Rat ist, dir eine Reha zu verordnen! Aber...bitte in eine Lungenfachklinik mit Pneumologen!! Meistens schickt man COPD Leute in eine Asthma- oder Atemwegsklinik, die dann mit COPD-Betroffenen und schwerem Grad nichts anfangen können.
Am besten ist die Klinik Berchtesgadener Land in Schönau a. Königssee.
http://www.schoen-kliniken.de/ptp/kkh/bgl/ hier kannst du dich informieren.
Du schreibst weiter:
ich habe vor einiger zeit angefangen mit nordic walking ,wo ich jetzt so 2 - 3 mal die woche je ca: 5 km auf flacher strecke trainiere.

Frische Luft und Laufen ist etwas ganz tolles, denn über die Fußsohlen (Reflexzonen) kommt Kreislauf und Herz und alle Organe in Schwung. Das hilft, dass du nicht so schnell eine Osteoropose bekommst, die Medikamente wirken schneller und du wirst dich auch wieder belasten können.

Weiterhin empfehle ich dir Lungensport. Suche eine Lungensportgruppe in deiner Nähe unter www.lungensport.org

Ja und zum guten Schluß hier noch eine Selbsthilfegruppe und Mailingliste wo du dich noch anmelden kannst. Schau mal hier:
http://www.lungenemphysem-copd.com/page ... dungen.php

Es gibt auch eine Suchfunktion für regionale Gruppen, dazu brauchst du nur deine PLZ eingeben und es wird dir eine Gruppe in deiner Nähe mit km-Angabe angezeigt.

Ich wünsche dir alles Gute.
Beste Grüße
TanteBarbara
TanteBarbara
 
Beiträge: 10
Registriert: Mi Jan 13, 2010 2:45 pm

...."schlage vor,dir einen LuFa zu suchen,und mit ihm ein Gespräch zu führen...
Wow,das hört sich aber toll an, kann aber zum Spießrutenlauf werden,
jedenfalls siehts bei mir so aus.
Ich empfinde das als zusätzliche Belastung.
Es ist "meim" 2.Lungendoktor,er interessiert sich für NICHTS, spricht von
"leichter Überblähung", und ich bin voll belastbar, ..auch,wenn ich das leider
nicht so fühle,..seine Beschreibung hört sich für mich so an,als hätt ich
Blähungen....
Bin z.Zt. total frustriert,und komm mir wie ein dämlicher Simulant vor.
Ich finds auch toll,wenn man noch viele Jahre arbeiten kann,als wäre gar
nichts. Mir reicht,zu wissen,dass ich so eine miese Krankheit habe,und ich
hab ziemlich Angst vor weiteren "Exerbationen"(hoffe,ich habs richtig geschrieben),denn diese können auch durch Überbelastung ausgelöst werden,
soweit ich das verstanden hab. Mir reichten auch die Paar Male stundenlag
diese eklige Atemnot,oder einfach überhaupt nicht durchatmen zu können.
Aber scheinbar spinn ich nur.....
Eine sehr nachdenkliche Lulu.
Lulu
 
Beiträge: 15
Registriert: Mo Dez 14, 2009 2:24 pm

Nein Lulu,
du spinnst ganz und gar nicht. Bei mir ist es der 4. Lungenfacharzt, mit dem ich es jetzt auch schon wieder seit 6 Jahren aushalte. Hätte ich den nicht gefunden, wäre ich wahrscheinlich schon tot.

Das war dann der einzige Arzt, der sich für mich Zeit genommen hat und der es geschafft hat, dass ich in die Klinik nach Schönau kam. Und da habe ich alles gelernt, was wichtig ist für mich.

Dann habe ich mich natürlich auch weiter informiert und durch die Mailingliste www.lungenemphysem-COPD.de habe ich dann soviel gelernt, dass ich dem Arzt auch ganz andere Fragen stellen kann und er mir auch ganz anders antwortet. Stellst du keine gezielten Fragen, bekommst du meistens dein Rezept und fertig.

Von Lungensport hatten die meisten Ärzte damals noch gar nichts gehört. Heute nach 10 Jahren werden immer wieder neue Lungensportgruppen gegründet. Es werden immer mehr.

Lungensport und medizinische Trainingstherapie (also in der Physiotherapie stehen manchmal so Geräte wie in der Reha) haben mir bis jetzt geholfen, dass ich noch auf meinen Beinen unterwegs sein kann. Zwar manchmal mit Rollator für weitere Wege, aber wenigstens bin ich noch nicht im Rollstuhl.

Laut Aussage meines 1. Lungenfacharztes wäre ich nämlich seit 20 Jahrn schon im Rollstuhl oder eigentlich schon längst tot.

Deshalb muss man leider einen langen Weg gehen um den besten Lungenfacharzt für sich zu finden. Vielleicht kämst du mit meinem nicht zurecht, das weiß man vorher nie. Du brauchst einfach ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu deinem Lungenfacharzt.

Frage doch mal nach einer COPD Schulung. Oder rufe mal die Krankenkasse an, ob sie sowas anbieten. COPD hat auch ein extra Desease Management Programm, wo Hausärzte und Lungenfachärzte zusammenarbeiten.

Wenn die Krankenkasse merkt, dass sich jemand darum kümmert, um mehr über seine Erkrankung und die Bewältigung damit erfahren will, dann bieten sie dir alles an, was sie haben.

Sicherlich hast du damit etwas Mühe, in einer Reha wäre das praktischer, weil alles vor Ort angeboten wird. Zuhause hat man ja nicht gleich um die Ecke die Atemtherapie oder den Physiotherapie . Genauso mit dem Lungensport, den gibt es auch meistens nicht vor deiner Haustür und man muss sich etwas wegbewegen.

Dies wäre auch der Sinn der Sache, dass man raus kommt aus seinem Schneckenhaus.

Alles Gute Dir und viele Grüße
TanteBarbara
TanteBarbara
 
Beiträge: 10
Registriert: Mi Jan 13, 2010 2:45 pm

allen vielen dank , werde im februar erst mal in die lufa klinik uni essen für ne woche zu prof. techler und dann wenn alles klappt in die reha ins berchdesgadener land . dann mal weiter sehen .
jettnight
 
Beiträge: 22
Registriert: Mi Dez 30, 2009 7:42 am


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