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Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

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Beitragvon Johannes43 am Mi Mai 19, 2010 7:52 am

Titel: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Ich habe eine dringende Frage an Euch:

Mein Vater hatte vor ein paar Jahren Darmkrebs, wurde operiert und galt als "geheilt". Jetzt hat er uns gestern nach einer Routineuntersuchung mitgeteilt, dass der Verdacht auf ein Rezidiv besteht. Wir sind natürlich alle unter Schock, da wir nur zu gerne an die "Heilung" geglaubt und gar nicht mehr damit gerechnet haben, dass der Albtraum wieder von vorne losgehen könnte. Mit den Thema Rückfall haben wir uns deshalb auch bis jetzt nicht beschäftigt. Sollte es wirklich ein Rezidiv sein: Was erwartet meinen Vater? Ist das in den Griff zu bekommen? Gibt es dafür wirksame Therapien? Oder ist das jetzt quasi das Todesurteil?

Da unsere Panik wirklich groß ist, wäre ich Euch für Hinweise dankbar, wie die Aussichten in dieser Situation sind ....

Johannes
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Beitragvon Bono1961 am Do Mai 20, 2010 1:51 pm

Titel: Re: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Hallo Johannes,

jetzt noch mal ganz von vorne: Welche Untersuchungen wurden denn schon gemacht und was war genau der Befund? Wenn es nur einen wie auch immer entstandenen VERDACHT auf ein Rezidiv (oder Metastasen???) gibt, dann folgen jetzt sicher erstmal eine Reihe von weiteren Untersuchungen. Und dabei kann sich immer noch alles als Irrtum herausstellen ... Bitte etwas mehr Input für uns! Vielleicht sind Deine Sorgen ja auch unbegründet. Jedenfalls erstmal: Nicht gleich das Schlimmste annehmen, wenn Du noch nichts Genaues weißt!

Viele Grüße

Bono
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Beitragvon Babs am Do Mai 20, 2010 3:44 pm

Titel: Re: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Hallo Johannes,

es ist ein Unterschied, ob es sich um ein Rezidiv handelt oder um Metastasen. Ein Rezidiv wird (wenn es geht) chirurgisch entfernt (so wie bei primärer Diagnose). Bei Metastasen kann man das nicht so genau sagen - je nachdem, wo sie sitzen, wie viele es sind und wie groß sie sind, versuchen die Ärzte manchmal auch zu operieren und wenn es nicht geht, dann wird eine Chemo vorgeschlagen, manchmal auch Behandlungen aus der Strahlentherapie.

So wie Bono schon sagte, Du musst uns mehr erzählen ...

Viele Grüße
Babs
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Hallo Bono und Babs,

das Problem ist, dass wir im Moment auch noch nicht viel Näheres wissen. Mein Vater sagt uns leider auch nicht alles .... Immerhin so viel: Es wurden nun schon mehrfach erhöhte Tumormarkerwerte festgestellt, Tendenz steigend. Es ist noch nicht klar, ob der Darmkrebs wiederkommt oder ob sich irgendwo Metastasen gebildet haben. Bislang war wohl die Strategie abwarten (deshalb haben wir auch erst nichts davon erfahren) und nun haben die Ärzte wohl doch klar den Rezidivverdacht ausgesprochen. Nähere Untersuchungen sollen in Kürze erfolgen. Wisst Ihr, was da die gängigen bzw. besten Diagnosemethoden sind? Darmspiegelung ist schon klar, aber was kommt da noch auf meinen Vater zu? So genau hat man es ihm anscheinend nicht gesagt.

Grüße Euch,

Jo
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Beitragvon Babs am Fr Mai 21, 2010 11:14 am

Titel: Re: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Hallo Jo,

zuerst eine kleine Ergänzung (nicht allen ist der Unterschied zwischen Rezidiv und Metastasen bewusst): Von Rezidiven sprechen die Ärzte, wenn der Krebs nochmals an dieselbe Stelle kommt (bei Deinem Vater wäre das der Darm). Geht der Darmkrebs aber an eine andere Stelle (in die Leber, Lunge, Knochen usw.), sprechen die Ärzte von Metastasen.

Bei einem Rezidiv sind die Ärzte noch der Meinung, dass man durchaus von einer Heilung sprechen kann. Und wenn es geht, wird so ein Rezidiv operativ entfernt. Bei Metastasen gibt es laut Ärzten keine Heilung mehr. Man kann nur versuchen, das Leben zu verlängern und die Lebensqualität zu verbessern. Kurz gesagt: die Standard-Behandlungsmethoden sind anders bei Rezidiven und anders bei Metastasen.

Soviel zu allgemeinen Problemen.

Johannes43 hat geschrieben:Nähere Untersuchungen sollen in Kürze erfolgen. Wisst Ihr, was da die gängigen bzw. besten Diagnosemethoden sind? Darmspiegelung ist schon klar, aber was kommt da noch auf meinen Vater zu? So genau hat man es ihm anscheinend nicht gesagt.


Was auf Deinen Vater noch zukommt, kann ich nicht sagen. Ich leide nicht an Darmkrebs, sondern an metastasiertem Brustkrebs. Meine Metastasen sitzen in der Leber und das ist beim Brustkrebs nicht so üblich (standardmäßig gehen BK-Metastasen in die Knochen). Und beim Darmkrebs gehen die Metastasen oft in die Leber, deshalb treibe ich mich auch im Darmkrebs-Forum herum, damit ich mit anderen Lebermetastasenbetroffenen ins Gespräch kommen kann.

Ich hoffe, es melden sich ein paar Darmkrebsbetroffene, die Deine konkreten Fragen beantworten werden.

Viele Grüße
Babs
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Beitragvon Bono1961 am Di Mai 25, 2010 7:37 am

Titel: Re: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Hallo Jo,

nachdem Babs ja nun schon viele grundlegende Dinge erläutert hat, vielleicht noch einmal zurück auf die konkrete Lage und Deine Frage, was nun anliegt: Also, wenn erst die Tumormarker gemessen wurden, dann stehen auf jeden Fall noch an: Darmspiegelung bzw. Endosonographie (um zu sehen, ob der Krebs an derselben Stelle bzw. im selben Organ wiedergekommen ist), dann werden sicher Untersuchungen eingeleitet, um zu sehen, ob evtl. Metastasen da sind. Wahrscheinlich wird ein Ultraschall der Leber gemacht und/oder eine Computertomographie (damit kann man neben Lebermetastasen z. B. auch Lugnenmetas feststellen. Mit Röntgen des Brustkorbs (sog. Röntgenthorax) können auch Lugnenmetas festgestellt werden.

Es gibt also eine ganze Untersuchungsbatterie, die in Gang gesetzt wird, um genau festzustellen, was Sache ist. Die ERgebnisse und Befunde sind dann Grundlage für die weitere Therapie. Wenn das alles durch ist, kann man auch besser sagen, wie die Aussichten sind. Bis dahin müsst Ihr leider noch etwas Geduld haben! Lass uns doch dann wissen, was bei den Untersuchungen rausgekommen ist.

Toi toi toi

Bono
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Hallo Bono,

ja, Du hast Recht: Die Diagnose-Maschinerie ist schon angelaufen. Die Darmspiegelung hat ergeben, dass der Krebs wiedergekommen ist. Die Veränderungen wurden aber noch so rechtzeitig entdeckt, dass man noch operieren kann. Bevor das aber gemacht wird, wird nach Metastasen gesucht, wie Du es vermutet hast. Die Untersuchungen laufen diese Woche. Danach werden wir wohl mehr wissen .... Hoffentlich finden sie nicht. Mit dem Rezidiv kann man erstmal umgehen. Allerdings ist mein Vater insgesamt recht schwach und schon die erneute OP wird kein Spaziergang für ihn werden. Bloß keine Metastasen, ich glaube, das wäre dann das AUS, oder?

Jo



Bono1961 hat geschrieben:Hallo Jo,

nachdem Babs ja nun schon viele grundlegende Dinge erläutert hat, vielleicht noch einmal zurück auf die konkrete Lage und Deine Frage, was nun anliegt: Also, wenn erst die Tumormarker gemessen wurden, dann stehen auf jeden Fall noch an: Darmspiegelung bzw. Endosonographie (um zu sehen, ob der Krebs an derselben Stelle bzw. im selben Organ wiedergekommen ist), dann werden sicher Untersuchungen eingeleitet, um zu sehen, ob evtl. Metastasen da sind. Wahrscheinlich wird ein Ultraschall der Leber gemacht und/oder eine Computertomographie (damit kann man neben Lebermetastasen z. B. auch Lugnenmetas feststellen. Mit Röntgen des Brustkorbs (sog. Röntgenthorax) können auch Lugnenmetas festgestellt werden.

Es gibt also eine ganze Untersuchungsbatterie, die in Gang gesetzt wird, um genau festzustellen, was Sache ist. Die ERgebnisse und Befunde sind dann Grundlage für die weitere Therapie. Wenn das alles durch ist, kann man auch besser sagen, wie die Aussichten sind. Bis dahin müsst Ihr leider noch etwas Geduld haben! Lass uns doch dann wissen, was bei den Untersuchungen rausgekommen ist.

Toi toi toi

Bono
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Beitragvon Babs am Mi Mai 26, 2010 10:42 am

Titel: Re: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Johannes43 hat geschrieben:Bloß keine Metastasen, ich glaube, das wäre dann das AUS, oder?


Und ich lebe immer noch. :!: Und noch was: Ich arbeite die ganze Zeit, Vollzeit, 40-Stunden-Woche.

Soviel zum Thema: Metastasen = AUS.

Babs
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Beitragvon regi am Mi Mai 26, 2010 6:26 pm

Titel: Re: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Hallo, Johannes43,
habe das mit Deinem Vater gelesen - ja, es ist traurig, wenn man schon Hoffnung sich macht und dann kommt doch wieder etwas dazwischen. Ich bin auch Betroffene und habe seit 2007 Darmkrebs (OP und anschließende Chemo). Dachte auch, dass ich es schaffen könnte, aber leider war bei der Nachsorge im dezember der Tumormarker erhöht. Bei den nächsten Messungen weitere 'Erhöhung bis ich im Februar zum PET überwiesen wurde (CEA 12,1). dort wurde dann eine Lymphknotenmetastase im Bauchraum (nicht operabel) festgestellt. Jetzt bekomme ich wieder chemo + Antikörper. Dabei hat sich der CEA weiter erhöht. Die Ärztin spricht nicht - weicht immer aus. Im Internet habe ich aber gelesen, dass das Gutes bedeutet - sozusagen ein Zerfall der Krebszellen. Also kann man nur hoffen. Wie das bei einem Rezidiv abläuft, weiß ich leider nicht, aber bei Deinem Vater ist es wohl auch noch nicht ganz klar? Grüße ihn recht herzlich. Ich wünsche ihm viel Kraft für das Kommende.

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Liebe Babs,

schäme mich ein bisschen ob meiner Ignoranz ..... es ist halt alles ein bisschen viel im Moment. Ich weiß nicht, wie Du das schaffst! Aber ich lerne daraus: Vielleicht hängt der Fortgang auch davon ab, wie man selbst mit der Situation umgeht und ob man sich geschlagen gibt oder weiterkämpft. Man hört halt nur imemr wieder, dass Metastasen sozusagen der Anfang vom Ende sind ...Wir werden uns Dich als Beispiel nehmen, dass das nicht so sein muss.

Danke für´s Kopfwaschen!

Jo


Babs hat geschrieben:
Johannes43 hat geschrieben:Bloß keine Metastasen, ich glaube, das wäre dann das AUS, oder?


Und ich lebe immer noch. :!: Und noch was: Ich arbeite die ganze Zeit, Vollzeit, 40-Stunden-Woche.

Soviel zum Thema: Metastasen = AUS.

Babs
Johannes43
 
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Liebe Regi,

vielen Dank für Deine Anteilnahme. Es ist ein großer Trost zu sehen, dass man nun nicht allein dasteht, sondern dass es andere Betroffene gibt, die sich interessieren und einen unterstützen. Man taucht ja bei so einer Krankheit plötzlich in eine völlig neue Welt ein. Wir haben damals die ganz Sache auch serh schnell verdrängt, als bei meinen Vater der Krebs zum erstenmal da war. Er konnte operiert werden, galt als geheilt und fertig. Jetzt müssen wir uns an den Gedanken gewöhnen, dass der Krebs doch wesentliche Teile unseres Lebens bestimmen wird. Weißt Du, mein Vater lebt jetzt bei mir und meiner Familie, er ist alleinstehend. - Wie auch immer: Wir müssen jetzt sehen, was die Untersuchungen noch alles ergeben. Nächste Woche gibt es ein Gespräch mit den Ärzten, ich werde auf jeden Fall mit dabeisein, damit mir keine wichtigen Informationen entgehen.

Ich wünsche Dir ebenfalls alles Gute und hoffe, dass wir uns hier wiedertreffen.

Viele Grüße,

Johannes


regi hat geschrieben:Hallo, Johannes43,
habe das mit Deinem Vater gelesen - ja, es ist traurig, wenn man schon Hoffnung sich macht und dann kommt doch wieder etwas dazwischen. Ich bin auch Betroffene und habe seit 2007 Darmkrebs (OP und anschließende Chemo). Dachte auch, dass ich es schaffen könnte, aber leider war bei der Nachsorge im dezember der Tumormarker erhöht. Bei den nächsten Messungen weitere 'Erhöhung bis ich im Februar zum PET überwiesen wurde (CEA 12,1). dort wurde dann eine Lymphknotenmetastase im Bauchraum (nicht operabel) festgestellt. Jetzt bekomme ich wieder chemo + Antikörper. Dabei hat sich der CEA weiter erhöht. Die Ärztin spricht nicht - weicht immer aus. Im Internet habe ich aber gelesen, dass das Gutes bedeutet - sozusagen ein Zerfall der Krebszellen. Also kann man nur hoffen. Wie das bei einem Rezidiv abläuft, weiß ich leider nicht, aber bei Deinem Vater ist es wohl auch noch nicht ganz klar? Grüße ihn recht herzlich. Ich wünsche ihm viel Kraft für das Kommende.

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Beitragvon Bono1961 am Mo Mai 31, 2010 8:56 am

Titel: Re: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Hallo Regi,

habe auch gelesen, was Du an Jo geschrieben hast. Tut mir wirklich Leid, dass Du so durchhängst. Komisch, dass Deine Ärztin nicht spricht - vielleicht kannst Du Dich noch an einen anderen Spezialisten wenden (Stichwort: Zweitmeinung)? Mir ist dazu noch Folgendes eingefallen: Es gibt meines Wissens nach unterschiedliche Antikörper, die bei fortgeschrittenem, metastasierten Darmkrebs zum Einsatz kommen können. Sollte es - was wir natürlich nicht hoffen - so sein, dass der bei Dir eingesetzte Antikörper nicht wirkt, könnte das Ausweichen auf den anderen Antikörper noch eine gute Möglichkeit sein. Leider weiß ich nichts Näheres, aber danach solltest Du Dich erkundigen.

Mit besten Wünschen

Bono




regi hat geschrieben:Hallo, Johannes43,
habe das mit Deinem Vater gelesen - ja, es ist traurig, wenn man schon Hoffnung sich macht und dann kommt doch wieder etwas dazwischen. Ich bin auch Betroffene und habe seit 2007 Darmkrebs (OP und anschließende Chemo). Dachte auch, dass ich es schaffen könnte, aber leider war bei der Nachsorge im dezember der Tumormarker erhöht. Bei den nächsten Messungen weitere 'Erhöhung bis ich im Februar zum PET überwiesen wurde (CEA 12,1). dort wurde dann eine Lymphknotenmetastase im Bauchraum (nicht operabel) festgestellt. Jetzt bekomme ich wieder chemo + Antikörper. Dabei hat sich der CEA weiter erhöht. Die Ärztin spricht nicht - weicht immer aus. Im Internet habe ich aber gelesen, dass das Gutes bedeutet - sozusagen ein Zerfall der Krebszellen. Also kann man nur hoffen. Wie das bei einem Rezidiv abläuft, weiß ich leider nicht, aber bei Deinem Vater ist es wohl auch noch nicht ganz klar? Grüße ihn recht herzlich. Ich wünsche ihm viel Kraft für das Kommende.

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Hallo, da bin ich wieder - mit ersten NAchrichten. Und es sind keine guten: Mein Vater hat auf jeden Fall neben dem Rezidiv auch Metastasen, zumindest im Bauchraum (Lymphknoten)..... Was mit Leber und Lunge ist, wird noch genauer untersucht, da legen sich die Ärzte noch nicht so genau fest.

Soviel als Zwischenbericht. Wer weiß, was noch alles rauskommt ....

Johannes


Bono1961 hat geschrieben:Hallo Jo,

nachdem Babs ja nun schon viele grundlegende Dinge erläutert hat, vielleicht noch einmal zurück auf die konkrete Lage und Deine Frage, was nun anliegt: Also, wenn erst die Tumormarker gemessen wurden, dann stehen auf jeden Fall noch an: Darmspiegelung bzw. Endosonographie (um zu sehen, ob der Krebs an derselben Stelle bzw. im selben Organ wiedergekommen ist), dann werden sicher Untersuchungen eingeleitet, um zu sehen, ob evtl. Metastasen da sind. Wahrscheinlich wird ein Ultraschall der Leber gemacht und/oder eine Computertomographie (damit kann man neben Lebermetastasen z. B. auch Lugnenmetas feststellen. Mit Röntgen des Brustkorbs (sog. Röntgenthorax) können auch Lugnenmetas festgestellt werden.

Es gibt also eine ganze Untersuchungsbatterie, die in Gang gesetzt wird, um genau festzustellen, was Sache ist. Die ERgebnisse und Befunde sind dann Grundlage für die weitere Therapie. Wenn das alles durch ist, kann man auch besser sagen, wie die Aussichten sind. Bis dahin müsst Ihr leider noch etwas Geduld haben! Lass uns doch dann wissen, was bei den Untersuchungen rausgekommen ist.

Toi toi toi

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Beitragvon Bono1961 am Mi Jun 02, 2010 9:02 am

Titel: Re: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Mensch Jo,

das tut mir echt leid .... Aber oft können Metastasen operiert werden oder man kann sie mit Chemo-/Antikörpertherapie eingrenzen und kontrollieren. Warte erstmal ab, es muss ja nicht sein, dass neben den Geschichten im Bauchraum auch noch Organe befallen sind. Und falls doch: Du siehst an den einigen Kolleginnen hier, dass es trotzdem weitergeht.

Es grüßt Dich

Bono
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Beitragvon Tommes am Di Jun 08, 2010 7:35 am

Titel: Re: Aussichten bei Darmkrebsrezidiv?

Hallo Jo,

ja, da hat der Bono Recht: Nicht nur die Damen beweisen, dass man mit Metastasen noch viele Chancen hat. Bei mir ist es genauso: Ich dachte auch, dass alles zu spät ist, als ich von meinen Metastasen hörte. Aber sie konnten operiert werden und das ist noch lange nicht das Ende. Es gibt noch weitere Waffen gegen den Krebs, auch im fortgeschrittenen Stadium. Chemo, Antikörper etc. - bis man "austherapiert" ist, dauerts schon eine Weile ... Ich wünsche Deinem Vater alles Gute und nicht den Mut verlieren. Berichte uns doch, wenn du Genaueres weißt weiter.

Ich grüße Dich und besonders herzlich natürlich meine "Mädels"!

Der Tommes
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