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Angehörige und total überfordert

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Beitragvon Natascha am Di Jun 21, 2011 12:27 pm

Titel: Angehörige und total überfordert

Hallo Zusammen,
mein Name ist Natascha, ich bin 26 Jahre alt und meine Mutter hat COPD.
Sie ist Sa. abend mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht worden, da sie keine Luft mehr bekam.
Dort haben wir dann das erste mal gehört, dass unsere Mutter COPD hat. Dass sie nicht gesund ist, haben wir uns gedacht, aber immer auf Frage von mir, meinte sie, es waere alles gut. Tja von wegen. Na ja da das alles im urlaub passiert ist, war sie in Genk im Krankenhaus. sie meinten, dass sie in 1-2 Tagen transportfähig wäre für nach AC. Sie war an einer Beatmungsmaschine und sonst war alles soweit ok.
Als wir So. sie wieder besuchen gingen, sah sie schon schlechter aus. Sie war total verspannt und hatte panik unter dieser Maske. Dann hatte sie damit sie mit uns reden kann, so 2 schlaeuche in die Nase bekommen, aber nach 15min. ging gar nix mehr. Also wieder zurueck an die Beatmungsmaschine, wir haben ihr noch gesagt, dass sie sie als Freund ansehen muss. Abends war mein Vater dann nochmal da und da hatte man ihr Morphium gegeben und schon kateter gelegt.
Als mein Bruder am nächsten Tag im Krankehaus anrief, hat man uns gesagt, dass man sie gestern abend ins künstliche Koma versetzt hat, weil sie nicht mehr von alleine atmen konnte. :( Das war ein schock fuer uns alle.
Sie ist nun aber auf den Weg nach AC, ist dann nicht mehr soweit fahren für uns. Aber wir wissen einfach nicht wie es weitergeht. In welchem Stadium sie COPD hat und ob sie auch schon ein Lungenemphysem hat. Das kommt doch erst spaeter oder?
Bisher hat man uns immer nur gesagt, wir koennen nur abwarten. Es kann tage oder wochen dauern, eh man sie zurueck holt.
Sorry, aber ich musste das einfach mal loswerden.

Ach ja das schlimmste ist einfach,d ass meine Mutter defintiv wusste dass sie COPD hat und das auf jeden fall schon seit Nov. 2010. Es ärgert mich einfach, dass sie wusste dass sie krank ist und nix an ihrem Leben geändert hat. Sie hatte vor gut einem jahr aufgehört mit Rauchen, als mein Sohn zur Welt kam und dann hat sie wieder hier und da geraucht. Ach ich bin einfach sooo sauer auf sie, kommtnoch dazu dass sie ein alkoholproblem hat und es sich auch nicht eingesteht. *heul* Ich hoffe so sehr, dass wenn sie wieder wach ist, es bei ihr "KLick" gemacht hat und sie ihr Leben ändert.

Lieben Gruss
Natascha
 
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Registriert: Di Jun 21, 2011 12:10 pm

Also meine Mutter befindet sich im 3.Stadium der COPD.
Kann mir einer vllt. sagen, was das genau heisst? Wie wird es mit ihr weitergehen, wenn sie aus dem Koma erwacht ist?
Mit dem Hausarzt kann ich nicht reden, er befindet sich in Urlaub und die Ärzte sagen bisher nur, wie muessen abwarten, ab wann sie wieder von allein atmen kann.
Ich danke euch für eure Antwort.

Lieben Gruss
Natascha
Natascha
 
Beiträge: 8
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Beitragvon Evar am Mi Jun 22, 2011 8:26 am

Titel: Re: Angehörige und total überfordert

Hallo Natascha, das mit Deiner Mutter tut mir leid.
Wie es mit ihr weiter geht, kann ich Dir leider nicht sagen. Ich kann Dir nur sagen, dass ich auch COPD III mit Emphysem habe, sauerstoffpflichtig bin, aber noch arbeiten gehen kann.
Du siehst also, dass COPD III nicht das Ende sein muss.
Wenn Deine Mutter erst einmal mit den Medikamenten richtig eingestellt ist, geht es ihr bestimmt auch wieder besser.
Also, lass den Kopf nicht hängen.

Alles Gute

evar
Evar
 
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Hallo Evar,

vielen Dank für deine Antwort.
Was genau bedeutet denn Sauerstoffpflichtig? Und in wiefern ist dein Leben eingeschränkt?
Meine Mutter ist in der Woche immer allein zu Hause, da mein Vater Fernfahrer ist.
Sie hat bisher immer alles alleine gemacht, Wäsche, einkaufen,...
Oh das hoffe ich doch sehr, dass COPD III nicht das Ende sein muss. :wink:
Hoffe, aber auch sehr, dass meine Mutter, wenn sie denn dann wieder aus dem Koma ist, auch ihren Lebensstil ändert.

Vielen Dank nochmal.

Dir auch alles Gute.

Natascha
Natascha
 
Beiträge: 8
Registriert: Di Jun 21, 2011 12:10 pm

Hallo Natascha..

erstmal tut es mir sehr leid mit deiner Mama.

Dazu kann ich sagen, das ich auch Copd III mit Lungenemphysem habe, und noch nicht Sauerstoffpflichtig bin. Sauerstoffpflichtig heißt, das sie nicht genug Sauerstoff bekommt und somit am Sauerstoff muß.Dafür gibt es zuhause einen Sauerstofftank wo sie auch mit rumlaufen kann. Also wenn sie es brauchen sollte, geht es sicher besser.

Aber vielleicht braucht sie das ja gar nicht.
Ist sicherlich auch nicht einfach für dich, habe auch eine Tochter die auch sehr besorgt immer ist.
Aber erstmal muß deine Mama mit der Krankheit klar kommen, und es akzeptieren.
Ich weiß das von mir es hat lange gedauert bis ich das akzeptiert habe, manchmal habe ich auch Phasen wo ich sage, ich kann das machen.
Man wird schon wieder auf den Boden der Tatsachen geholt, wenn es nicht geht.

Ich hoffe ich habe dir hiermit einwenig geholfen.
Falls du noch Fragen hast, dann frag ok..

Alles Gute für Dich und Deiner Mama.
Und sei nicht sauer auf Sie, vielleicht wollte Sie niemand zur Last fallen..
ok.

Lg Maggy
maggy1961
 
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Hallo Maggy,

danke für deine Antwort.
Sie hat mir doch sehr geholfen.
Man hat doch sooo viele Fragen und keiner kann sie im moment richtig beantworten.
Ich hasse dieses ungewisse.

LG
Natascha
 
Beiträge: 8
Registriert: Di Jun 21, 2011 12:10 pm

Beitragvon Evar am Mi Jun 22, 2011 1:56 pm

Titel: Re: Angehörige und total überfordert

Hallo Natascha, was sauerstoffpflichtig ist, hat Dir Maggy ja schon erklärt. Ich habe zu Hause einen Konzentrator stehen mit einem langen Schlauch, der in meiner Nase steckt.
Den Deine Mutter auch im Krankenhaus hatte. Für unterwegs habe ich Flaschen.
Natürlich bin ich auch eingeschränkt. Ich mach noch vieles, aber eben langsam und mit Pausen. Man gewöhnt sich daran.

Alles Gute für Dich und Deine Mutter!!!

LG

evar
Evar
 
Beiträge: 87
Registriert: Di Feb 03, 2009 11:16 am

Hallo Evar,

auch dir vielen Dank für deine Antwort.
Denke es war bestimmt schwer, erst einmal damit klar zu kommen.
Im Moment koennen wir nur abwarten und hoffen,dass sie bald aus dem kuenstl. Koma geholt werden kann. Wobei mir der Arzt gestern schonsagte, dass sie auf jeden fall noch das ganze WE im kuenstl. koma bleibt. :-(
Gestern war ich mit meinem Vater da und auf einmal machte sie langsam ihre Augen auf. Es war die Hölle, ich dachte nur, *hilfe* was geht hier ab... Sie soll doch schlafen. Hab direkt ne Krankenschwester geholt und sie meinte nur, sie haetten noch nicht die optimale Schlafdosis fuer meine Mutter gefunden. Irgendwie habe ich jetzt angst, dass sie alles mitkriegt und angst hat. Denn sie ist auch festgeschnallt, weil wenn sie langsam wach wird, um sich strampelt usw.
Sowas darf doch nicht passieren oder??? Sie tut mir sooo wahnsinnig leid und kann uns nicht sagen, wie es ihr geht.
Natascha
 
Beiträge: 8
Registriert: Di Jun 21, 2011 12:10 pm

Beitragvon Evar am Do Jun 23, 2011 11:32 am

Titel: Re: Angehörige und total überfordert

Hallo Natascha, Du hattest doch geschrieben, dass Deine Mutter noch dazu ein Alkoholproblem hat. Wahrscheinlich hat sie Entzugserscheinungen und ist zu ihrem eigenen Schutz angeschnallt, damit sie nicht aus dem Bett fällt. Ich kenn mich da aber nicht so aus.
Ich denke doch, daß die Ärzte wissen, was sie da tun und Du solltest ihnen vielleicht vertrauen.
Ich glaube, wenn Deine Mutter schläft, hat sie keine Angst.
Vielleicht hat sie gemerkt, dass ihr da ward und hatte deshalb die Augen auf. Das heißt ja aber nicht, dass sie wach war.
Nächste Woche sieht alles bestimmt wieder viel besser aus, Du wirst sehen.


LG

Evar
Evar
 
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Hallo Zusammen,

erst mal danke für euer Hilfe. Ich bringe euch mal auf den aktuellsten Stand.
Meine Mutter bekommt heute einen Luftröhrenschnitt gemacht, weil sie es 1.nicht schaffen sie im künstl. Koma zu halten und 2. weil die Gefahr mit der Intubation besteht, dass zu viel Sauerstoff in die Lunge geht und diese dann platzt.
Leider ist es doch alles sehr bedrohlich im moment. Sie hat auch noch Fieber bekommen.
Dann hatte sich ihre Lunge verhärtet, schleim haben sie gestern abgesaugt, weil sie zu wenig sauerstoff aufnahm. Sie versucht ab und zu mal von alleine zu atmen, aber das reicht gar nicht.
Ihre Lungenfunktion beträgt nur noch 20-30%. Hat jmd. diese Werte auch oder weiss er wie es danach weitergeht? Ich denke sie wird bestimmt Sauerstoff auch zu hause brauchen, oder?
LG und einen schönen sonnigen Tag (hoffe er macht euch nicht zu sehr zu schaffen)
Natascha
Natascha
 
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Registriert: Di Jun 21, 2011 12:10 pm

Oh, Natascha, ich habe Dir in "meinem" Thread schon geschrieben. Toll, daß es Foren gibt; ich hasse teilweise das Internet, aber dafür ist es wirklich gut.
Ich wünsche Deiner Mutter erst mal alles Gute und Dir viel Kraft...Du bist noch relativ jung mit 26. Ich bin 44 Jahre alt und was anderes...
Antonia
schweigLauter
 
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