Wegweiser zu über 1.000 Kliniken mit zum Teil detaillierten Darstellungen in Wort und Bild.

Finden Sie die Fach- oder Rehaklinik, die zu Ihnen passt: www.klinik.net

Alzheimer Medikamente

Moderatoren: Moderator, Moderator, Moderator, Moderator

Beitragvon Galea am Do Feb 01, 2007 11:57 am

Titel: Alzheimer Medikamente

Hallo,

ist ja noch recht klein das Forum. Aber ich versuchs mal.

In meiner Familie gibt es seit geraumer Zeit einen Fall von Alzheimer. Wir haben uns zwar alle ganz gut damit arrangiert, das einzige Problem, sind die Alzheimer Medikamente. Entweder sie haben kaum geholfen (Axura), oder hatten starke Nebenwirkungen. Ganz schön frustrierend. Jetzt will uns der Arzt für ein anderes Medikament begeistern. Er meint, das mit dem Medikament Reminyl schon gute Erfolge erzielt wurden. Ich weiß, dass Alzheimer nicht heilbar ist und Medikamente auch nur begrenzt helfen können. Trotzdem, ich bin skeptisch. Viellecht kann mir jemand von euch ja von Erfahrungen mit dem Medikament berichten?
Galea
 
Beiträge: 3
Registriert: Do Feb 01, 2007 11:42 am

Beitragvon Erklaerbaer am Mi Feb 21, 2007 12:22 pm

Hallo, bin noch neu hier, aber vielleicht kann ich ja helfen.

Also leider habe ich auch einen Fall von Alzheimer in der Familie. Und das Problem mit Axura kenn ich ganz gut. Mein Onkel war als er dieses Medikament bekommen hat quasi dauerschlecht und wirklich verändert hat sich sein Zustand auch nicht, jedenfalls nicht zum Besseren. Jetzt bekommt er Reminyl und das hat bei ihm keinerlei Nebenwirkungen verursacht und aus subjektiver Sicht, hat sich der Krankheitsverlauf stark verlangsamt. Hab also recht gute Erfahrungen mit diesem Medikament gemacht, bzw. mein Onkel.
Erklaerbaer
 
Beiträge: 2
Registriert: Mi Feb 21, 2007 12:12 pm

Beitragvon Butterfly am Mi Apr 25, 2007 11:51 am

Titel: Re: Alzheimer Medikamente

Galea hat geschrieben:Hallo,

ist ja noch recht klein das Forum. Aber ich versuchs mal.

In meiner Familie gibt es seit geraumer Zeit einen Fall von Alzheimer. Wir haben uns zwar alle ganz gut damit arrangiert, das einzige Problem, sind die Alzheimer Medikamente. Entweder sie haben kaum geholfen (Axura), oder hatten starke Nebenwirkungen. Ganz schön frustrierend. Jetzt will uns der Arzt für ein anderes Medikament begeistern. Er meint, das mit dem Medikament Reminyl schon gute Erfolge erzielt wurden. Ich weiß, dass Alzheimer nicht heilbar ist und Medikamente auch nur begrenzt helfen können. Trotzdem, ich bin skeptisch. Viellecht kann mir jemand von euch ja von Erfahrungen mit dem Medikament berichten?


Hallo, selbst kann ich dir leider nicht von Erfahrungen mit dem Medikament Reminyl erzählen, aber ich kann dir ein paar Beiträge aus verschiedenen Fachzeitungen schicken:

Psychoneuro: Galantamin zur Behandlung von Alzheimer-Patienten in der Praxis bevorzugt.

Acetylcholinesterase-Inhibitoren gelten als Mittel der Wahl für die Therapie bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz.
Eine Behandlung mit dem dual wirksamen Antidementivum Galantamin (Reminyl) führt zu einer lang anhlatenden Stabilisierung der Klinischen Symptomatik und verzögert dadurch auch die Heimunterbringung, wie mittlerweile zahlreiche Studienergebnisse belegen.
In einer aktuellen Umfrage bestätigen Fachärzte die Vorteile einer Galantamintherapie, was sich in der Praxis auch deutlich in deren Verordnungsverhalten widerspiegelt.

Das moderne Antidementivum Galantamin (Reminyl) reduziert als einziges Präparat dieser Wirkstoffgruppe nicht nur den Abbau von Acetylcholin, sondern verbessert gleichzeitig die nikotinerge Neurotransmission, in dem es Nikotinrezeptoren bindet und diese damit allosterisch moduliert.
Dadurch wird die Empfindlichkeit für den natürlichen Transmitter erhöht und so dessen Effekt verstärkt; zusätzlich kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung des Neurotransmitters.
Durch Galantamin lassen sich auf diese Weise die kognitiven Leistungen von Alzheimer-Patienten langfristig verbessern; aber auch demenzbedingte Verhaltensstörungen und die Alltagskompetenz der Patienten werden positiv beeinflusst, wie eine Reihe von Zulassungstudien belegen.

Stiftung Warentest:
In Deutschland sind derzeit die Acetylcholinesterasehemmer Donepezile (Aricept), Galantamin (Reminyl) und Rivastigmin (Exelon) zugelassen. Vorliegende Studien lassen den Schluss zu, dass das Befinden von Patienten verbessert werden kann. Man beginnt mit einer sehr niedrigen Tagesdosis, erhöht nach und nach. Das verbessert die Verträglichkeit. Eine Sonderstellung nimmt das Galantamin ein. Es hat auch den Effekt, Bindungsstellen der Nervenzellen empfindlich gegenüber dem Botenstoff Acetylcholin zu machen. In Studien konnte gezeigt werden, dass die Wirkstoffe die geistige Leistungsfähigkeit verbessern können, Fähigkeiten zur Alltagsbewältigung positiv beeinflussen.
Butterfly
 
Beiträge: 3
Registriert: Mi Apr 25, 2007 11:42 am

Beitragvon Galadriel am Do Mai 24, 2007 10:24 am

Hallo Galea,

kann mich den Äußerungen meine Vorgänger nur anschließen. Da ich leider kaum medizinisch bewandert bin, kann ich dir nur von meinen Erfahrungen erzählen. Mein Opa 78J. ist vor einiger Zeit an Alzheimer erkrankt. Zunächst dachten wir an einen Irrtum, in dem Alter darf man schließlich hin und wieder mal etwas vergessen, aber als es dann ziemlich schnell bergab mit ihm ging, wurde es offensichtlich. Mein Opa und meine Oma leben noch allein zusammen in einer kleinen Wohnung. Mein Oma ist recht fit und bewältigt den Haushalt vollständig allein. Als sich der Zustand meines Opas dann aber so schnell verschlechtert hat, war auch sie ziemlich überfordert. Und die Medikamente (Axura) die mein Opa bekommen hat haben nicht zur Verbesserung seines Zustandes beigetragen. Im Gegenteil, die Nebenwirkungen waren nicht unerheblich. Wir habe dann aber den Arzt gewechselt und der hat meinem Opa Reminyl verschrieben, was er zum einen gut vertragen hat und zum anderen auch tatsächlich den Fortschritt der Krankeheit merklich verlangsamt hat. Meine Oma pflegt meinen Opa immer noch allein. Im Moment ist das noch möglich. Und ich hoffe einfach, dass bleibt noch eine Weile so.
Galadriel
 
Beiträge: 5
Registriert: Fr Mai 18, 2007 8:04 pm

Beitragvon Erklaerbaer am Fr Jun 08, 2007 8:46 am

Hallo Butterfly,

danke für die Infos über Reminyl. Das klingt ja wirklich mal vielversprechend. Hast du vielleicht noch mehr Artikel? Das wäre toll. Dank schonmal.
Erklaerbaer
 
Beiträge: 2
Registriert: Mi Feb 21, 2007 12:12 pm

Beitragvon Butterfly am Do Jul 12, 2007 4:02 pm

Hallo nochmal Galea,

bei der Mutter einer Kollegin ist es auch leider Alzheimer festgestellt worden und sie wird auch mir Reminyl behandelt. Zusätzlich bekommt sie auch noch homöopathische Mittel aus Ginko. Und meine Kollegin ist sehr angetan von dieser Kombination. Ihre Mutter scheint dies gut zu vertragen und der Krankheitsverlauf soll sich stark verlangsamt haben.
Ist bei deinem Familienmitglied schon entschieden worden, welches Medikament es nun bekommt? Alles Gute weiterhin!
Butterfly
 
Beiträge: 3
Registriert: Mi Apr 25, 2007 11:42 am

Beitragvon Wisconsin am Do Sep 20, 2007 11:59 am

Titel: Re: Alzheimer Medikamente

Galea hat geschrieben:Hallo,

ist ja noch recht klein das Forum. Aber ich versuchs mal.

In meiner Familie gibt es seit geraumer Zeit einen Fall von Alzheimer. Wir haben uns zwar alle ganz gut damit arrangiert, das einzige Problem, sind die Alzheimer Medikamente. Entweder sie haben kaum geholfen (Axura), oder hatten starke Nebenwirkungen. Ganz schön frustrierend. Jetzt will uns der Arzt für ein anderes Medikament begeistern. Er meint, das mit dem Medikament Reminyl schon gute Erfolge erzielt wurden. Ich weiß, dass Alzheimer nicht heilbar ist und Medikamente auch nur begrenzt helfen können. Trotzdem, ich bin skeptisch. Viellecht kann mir jemand von euch ja von Erfahrungen mit dem Medikament berichten?


Also wir hatten bei meiner Oma dieselben Probleme mit Axura. Ständig war ihr übel und eine Verbesserung habe wir auch nicht bemerkt. Ihr wurde dann auch Reminyl verschrieben und seitdem geht es ihr soweit ganz gut. Vom Gefühl her hat sich der Krankheitsverlauf drastisch verlangsamt und Nebenwirkungen sind auch keine aufgetreten.
Wisconsin
 
Beiträge: 7
Registriert: So Aug 05, 2007 11:07 pm

Beitragvon Galadriel am Fr Okt 05, 2007 10:44 am

Titel: Re: Alzheimer Medikamente

Galea hat geschrieben:Hallo,

ist ja noch recht klein das Forum. Aber ich versuchs mal.

In meiner Familie gibt es seit geraumer Zeit einen Fall von Alzheimer. Wir haben uns zwar alle ganz gut damit arrangiert, das einzige Problem, sind die Alzheimer Medikamente. Entweder sie haben kaum geholfen (Axura), oder hatten starke Nebenwirkungen. Ganz schön frustrierend. Jetzt will uns der Arzt für ein anderes Medikament begeistern. Er meint, das mit dem Medikament Reminyl schon gute Erfolge erzielt wurden. Ich weiß, dass Alzheimer nicht heilbar ist und Medikamente auch nur begrenzt helfen können. Trotzdem, ich bin skeptisch. Viellecht kann mir jemand von euch ja von Erfahrungen mit dem Medikament berichten?


Hallo Galea,

hat dein Bekannter denn nun ein anderes Medikament verschrieben bekommen? Die Verträglichkeit von Medikamenten hängt ja nun mal einfach sehr stark vom jeweiligen Patienten ab. Obwohl ich inzwischen gehört habe, dass Reminyl generell ganz gut vertragen wird. Ich würde mich über einen Bericht freuen. Bin neugierig. Meine Oma ist inzwischen in einem Pflegeheim. Ihr geht es da aber sehr gut und sie ist sehr zufrieden.
Galadriel
 
Beiträge: 5
Registriert: Fr Mai 18, 2007 8:04 pm

Beitragvon Galea am Mi Nov 07, 2007 3:55 pm

Hallo zusammen,

vielen lieben Dank für die vielen Antworten. Die letzte Zeit war einfach recht stürmisch, deswegen hatte ich noch nicht die Zeit gefunden mal wieder zu posten, aber ich habe eure Beiträge natürlich gelesen. Meine Mutter, ja leider ist sie an Alzheimer erkrankt, geht es soweit ganz gut. Sie bekommt seit einiger Zeit Reminyl und wird absolut zufrieden damit. Es gibt überhaupt keine Nebenwirkungen und wir haben das Gefühl, dass die Krankheit fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Leider wird das nicht ewig so sein, aber trotzdem ist das ein riesen Erfolg!

Also ganz großen Dank nochmal für eure Erfahrungsberichte. Das hat mir sehr geholfen.
Galea
 
Beiträge: 3
Registriert: Do Feb 01, 2007 11:42 am

Beitragvon Herbert_B am Mi Dez 05, 2007 12:13 pm

Butterfly hat geschrieben:Hallo nochmal Galea,

bei der Mutter einer Kollegin ist es auch leider Alzheimer festgestellt worden und sie wird auch mir Reminyl behandelt. Zusätzlich bekommt sie auch noch homöopathische Mittel aus Ginko. Und meine Kollegin ist sehr angetan von dieser Kombination. Ihre Mutter scheint dies gut zu vertragen und der Krankheitsverlauf soll sich stark verlangsamt haben.
Ist bei deinem Familienmitglied schon entschieden worden, welches Medikament es nun bekommt? Alles Gute weiterhin!


Könntest du mir vielleicht mal sagen, welches Ginko Präparat die Mutter deiner Kollegion bekommt, bzw. dich mal danach erkundigen? Mein Tante, leider sehr stark dement, bekommt auch Reminyl, wir suchen aber trotzdem nochmal was um die Gedächtnisleistung zu unterstützen. Der Arzt meinte zwar Ginko sei Humbug, aber ich denke ein Versuch kann nicht schaden, oder?
Herbert_B
 
Beiträge: 4
Registriert: Mi Nov 21, 2007 11:35 am

Beitragvon Butterfly am Do Mai 08, 2008 12:01 pm

Hallo Herbert,
das Präparat heißt Gingko Biloba, wurde vom Arzt empfohlen.
Auch wenn die Wirkung von Gingko bei Alzheimer bislang noch nicht einwandfrei wissenschaftlich erwiesen ist, schaden tut es definitiv nicht.
Reminyl und das Gingko-Präparat in Kombination verursachen keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen, im Gegenteil. Die Dame ist durch das Reminyl wieder fähig, an ihrem Alltag teilzunehmen und durch regelmäßiges Gehirnjogging wird auch ihr Gedächtnis auf Trab gehalten, wenn das Gingko das Ganze unterstützt...Super!
Butterfly
 
Beiträge: 3
Registriert: Mi Apr 25, 2007 11:42 am

Beitragvon Mimoun am Mi Okt 15, 2008 2:15 pm

Da meine Oma an Alzheimer erkrankt ist,
surfe ich mehr oder minder regelmäßig auch im Netz herum,
um auf neueste Erkenntnisse in der Alzheimerforschung zu stoßen, vielleicht auch von Betroffenen mal den einen oder anderen Tipp zu bekommen, und manchmal auch nur, um mich auszutauschen.
Das Thema Alzheimer nimmt ja nicht nur den Betroffenen sondern auch oftmals gerade die Angehörigen mit.
War heute mal wieder auf ein paar Seiten unterwegs und bin da auf
die PAULA-Studie (Patienten- und Angehörigen-Unterstützung im Leben mit Alzheimer) gekommen.
Die liefert mal ein wenig statistisches MAterial nach Angaben von Betroffenen und Ärzten. Durchaus interessant, sollte mehr Material zu dem Thema geben.
Ich persönlich fand es erfreulich, dass das Medikament (Reminyl) meiner Oma dabei mit abstand am positivsten bewertet wurde und anscheinend die beste Wirkung im Vergleich mit den anderen Mitteln hat.

Kann allen nur empfehlen, hier mal zu klicken und zu lesen.
[url]http://www.ärztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/?sid=495929[/url]


Alles Gute, Kopf hoch!

Mimoun
Mimoun
 
Beiträge: 2
Registriert: Do Jan 03, 2008 12:33 pm

Beitragvon Wisconsin am Di Okt 28, 2008 2:03 pm

Mimoun hat geschrieben:War heute mal wieder auf ein paar Seiten unterwegs und bin da auf
die PAULA-Studie (Patienten- und Angehörigen-Unterstützung im Leben mit Alzheimer) gekommen.
Die liefert mal ein wenig statistisches MAterial nach Angaben von Betroffenen und Ärzten. Durchaus interessant, sollte mehr Material zu dem Thema geben.
Ich persönlich fand es erfreulich, dass das Medikament (Reminyl) meiner Oma dabei mit abstand am positivsten bewertet wurde und anscheinend die beste Wirkung im Vergleich mit den anderen Mitteln hat.

Kann allen nur empfehlen, hier mal zu klicken und zu lesen.
[url]http://www.ärztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/?sid=495929[/url]



Danke Mimoun für den Tipp!
Der Arzt meiner Oma hatte Ende letzten Jahres bei einem Arzttermin den Fragebogen mit ihr und uns (als betreuende Familie) ausgefüllt.
Hatte ganz vergessen nachzuhaken, was aus der Befragung geworden ist. Da hat mans jetzt ja schwarz auf weiß.
Werd beim nächsten Besuch mal fragen, ob der Doc die komplette Studie zur Verfügung hat.
Wie bereits oben mal geschireben, gehört auch meine Oma zu den Patienten, die Reminyl zu sich nehmen. Kann auch weiterhin nur betonen, dass ich erstaunt bin, wie gut das Präparat wirkt und meiner Oma einen nahezu problemfreien Alltag beschert.
Wisconsin
 
Beiträge: 7
Registriert: So Aug 05, 2007 11:07 pm

Beitragvon Emmah am So Apr 19, 2009 1:24 pm

Titel: Re: Alzheimer Medikamente

Hallo Galea,

schön zu hören, dass Reminyl bei deiner Mutter so gut wirkt. Ich hoffe, dass ist auch heute noch so. Ich würde mich freuen, dass du vielleicht noch mal berichten könntest, wie es deiner Mutter heute so geht.

Bei meiner Schwiegermutter wurde nämlich ebenfalls Alzheimer diagnostiziert, und sie wird auch mit Reminyl, bisher sehr erfolgreich meiner Meinung nach, behandelt. Deswegen würde es mich sehr interessieren, wie auf lange Sicht gesehen, eine Behandlung mit Reminyl sich auf die Alzheimerkrankheit auswirkt.

Herzliche Grüße
Emmah
 
Beiträge: 4
Registriert: Sa Mär 28, 2009 3:29 pm


Zurück zu Alzheimer

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Kliniken in Ihrer Nähe

"Wir brauchen ein wärmeres Klima"

Alzheimerkranke sind nicht nur eine leere Hülle ohne Verstand. "Ich erlebe an mir Verluste, ich erlebe aber auch die anderen Seiten des Menschseins und genieße sie", sagt der 62-jährige Christian Zimmermann aus München, der seit fünf Jahren von seiner Alzheimer-Erkrankung weiß, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Der Depression davonlaufen

Körperliche Aktivität tut der Seele gut. Deshalb motivieren Therapeuten Depressive immer öfter, sich mehr zu bewegen. "Wir wissen heute durch viele kontrollierte Studien, dass Bewegung Depressionen und Angsterkrankungen lindern kann", begründet Professor Andreas Ströhle, leitender Oberarzt der Spezialambulanz für Angsterkrankungen am Uniklinikum der Charité Berlin, diesen Ansatz in der "Apotheken Umschau".

Unreif statt Zappelphilipp

Wenn bei einem vorzeitig eingeschulten Kind ADHS diagnostiziert wird, sollte in Erwägung gezogen werden, ob es nicht zu unreif für die Schule ist. Eine Studie an der Universität Vancouver (Kanada) zeigte, dass früh eingeschulte Kinder um fast ein Drittel häufiger das Zappelphilipp-Syndrom attestiert bekommen, berichtet die "Apotheken Umschau".

Diabetes: Wie Zucker zu Schmerzen führt

Viele zuckerkranke Menschen leiden unter chronischen Schmerzen, besonders in den Waden und Füßen. Den Mechanismus der diabetischen Nervenerkrankung haben Wissenschaftler um Professor Dr. Angelika Bierhaus und Professor Dr. Peter P. Nawroth, Ärztlicher Direktor der Abeilung Innere Medizin I und Klinische Chemie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, nun aufgeklärt: Das Stoffwechselprodukt Methylglyoxal, das beim Abbau von Zucker im Blut entsteht, bindet an schmerzleitende Nervenzellen und macht sie überempfindlich.

Keimschleudern im Wartezimmer?

Kein Zweifel, im Wartezimmer eines Kinderarztes warten Krankheitskeime auf ihre Opfer. Trotzdem ist die Ansteckungsgefahr begrenzt. "Das Risiko, dass sich Kinder in der eigenen Familie oder im Kindergarten anstecken, ist viel größer", sagt Dr. med. Thorsten Spranger, Kinderarzt aus Bremen, im Apothekenmagazin "Baby und Familie".